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Begegnung

Bäuerinnen aus Kenia besuchen Schierling

Auf dem Hof von Kreis- und Bezirksbäuerin Rita Blümel informierten sich die Gäste über gesunde Ernährung und Tierhaltung.
Von Fritz Wallner

In Unterlaichling waren die beiden Bäuerinnen Violet und Linda aus Kenia im Rahmen eines Bundesentwicklungshilfe-Projekts bei der Familie von Kreis- und Bezirksbäuerin Rita Blümel (Dritte von rechts) zu Gast, die vom Bundestagsabgeordneten Peter Aumer (links) für ihr Engagement gelobt wurde. Foto: Fritz Wallner
In Unterlaichling waren die beiden Bäuerinnen Violet und Linda aus Kenia im Rahmen eines Bundesentwicklungshilfe-Projekts bei der Familie von Kreis- und Bezirksbäuerin Rita Blümel (Dritte von rechts) zu Gast, die vom Bundestagsabgeordneten Peter Aumer (links) für ihr Engagement gelobt wurde. Foto: Fritz Wallner

Schierling. Zwei afrikanische Bäuerinnen sammelten auf dem Unterlaichlinger Bauernhof von Kreis- und Bezirksbäuerin Rita Blümel wichtige Erfahrungen beim Ausbringen der Gülle oder beim Einkochen von „Kriecherl“.

Die Frauen helfen in erster Linie bei der Ausbildung ihrer Berufskollegen in Kenia, um in ihrer Heimat gesunde Nahrungsmittel herzustellen, die der sehr schnell wachsenden Bevölkerung dienen. Das vom Bund geförderte Projekt weckte auch das Interesse des Bundestagsabgeordneten Peter Aumer.

Kenianerinnen informierten sich über Bodenbearbeitung und Tierhaltung

Rita Blümel gibt ihr Wissen und ihre Erfahrungen auch international weiter. Die zwei Landfrauen-Kolleginnen aus Kenia waren unter dem Motto „Gleicher Beruf – zwei Welten“ zu Gast, um von ihr über Fragen der Interessenvertretung, der Bodenbearbeitung, der Tierhaltung und einer verbesserten Ernährung zu lernen.

Violet Wandera und Linda Wachie absolvierten in Bayern ein umfangreiches Trainingsprogramm im Rahmen der Sonderinitiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit „EINE WELT ohne Hunger - Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“. Dazu gehörte auch der Aufenthalt auf einem Bauernhof.

Rita Blümel besuchte Kenia

Es geht um eine Hilfe zur Selbsthilfe, die von den Landfrauen im Bayerischen Bauernverband geleistet wird. Rita Blümel war dazu mit Kolleginnen bereits auch einmal zehn Tage in Afrika gewesen. Sie schwärmt noch heute von den dortigen Bäuerinnen und dem vielfach zu hörenden Ruf „Wofak!“ (Women Fighting Aids In Kenya), der aus dem Kampf gegen Aids stammt und auch für die Bäuerinnen zum Mut- und Leitspruch geworden ist. „Wir ernähren die Welt!“, rufen sie, und zwar in dem Bewusstsein, dass ihnen nichts anderes dafür bleibt, als das, was sie selbst haben. Dabei nehmen die Afrikanerinnen ihre deutschen Kolleginnen zum Vorbild.

Violet ist Ernährungstrainerin bei einem Projekt der anglikanischen Kirche und Linda Trainerin bei einem Süßkartoffelprojekt. Beide Afrikanerinnen stammen aus einem Bauernhof und staunten über die Vielfalt im Kräutergarten der Blümels. Es wurden Kühe gemolken, die Kälber begutachtet und der Stall in Augenschein genommen. Mit Andreas Blümel fuhren sie mit dem großen Traktor und dem Güllefass auf die Felder. Er erklärte ihnen das Ausbringsystem sowie die Winterbegrünung als Zwischenfrucht. Bei der Düngung bestand großer Informationsbedarf, denn in Kenia gibt es zu wenig Naturdünger.

Entwicklungshilfe

  • Bund:

    Peter Aumer hielt die Unterstützung des Bundes für sehr zielführend und bezeichnete sie als einen wichtigen Teil der Entwicklungshilfe. „So lernen sie unser Knowhow kennen und können alles übernehmen, was für sie gut ist“, so der Abgeordnete.

  • Dank:

    Er dankte besonders der Familie von Rita Blümel für ihre Unterstützung.

In der Küche im Haus wurde gemeinsam ein leckerer Rinder-Schmorbraten zubereitet und Apfelkuchen selbst gemacht, alles aus lokalen Erzeugnissen. Einer der Höhepunkte war das Einkochen von Marmelade aus „Kriecherl“. (lww)

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