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Verkehr

Bahn: Sinzing will 20-Minuten-Takt

Am Morgen sind die Züge am Bahnhaltepunkt Sinzing oft schon voll besetzt. Pendler und Schüler haben keine Plätze mehr.
Von Gertrud Pilz

Der Bahnhaltepunkt in Sinzing hat wegen der schwierigen Verkehrslage an der A 3 für Berufspendler und Schüler an Attraktivität gewonnen. Vor allem morgens sind die Züge nach Regensburg aber schon voll besetzt. Foto: Pilz
Der Bahnhaltepunkt in Sinzing hat wegen der schwierigen Verkehrslage an der A 3 für Berufspendler und Schüler an Attraktivität gewonnen. Vor allem morgens sind die Züge nach Regensburg aber schon voll besetzt. Foto: Pilz

Sinzing.Die „missliche Verkehrssituation durch den Ausbau der A 3“ und Möglichkeiten, um den ÖPNV im Bereich des Schienenverkehrs zu verbessern, waren große Diskussionspunkte in der Gemeinderatssitzung. Hierzu hat sich die Gemeinde laut Bürgermeister Patrick Grossmann schriftlich an die Bayerische Eisenbahngesellschaft gewandt, um besonders morgens für die Pendler und den Schülerverkehr Verbesserungen zu erreichen.

Sehr oft ist es nach Auskunft von Grossmann der Fall, dass der Morgenzug um 7.29 Uhr aus der Richtung Ingolstadt kommend voll besetzt ist und am Bahnhaltepunkt Sinzing keine Zusteigemöglichkeit mehr besteht. Zur Behebung dieser Situation hat die Gemeinde eine 20-Minuten-Taktung der Züge gefordert und die Bereitstellung von zusätzlichen Triebwägen vorgeschlagen. Eine Optimierung wie vorgeschlagen wäre eine Chance, die Bahnnutzer langfristig zu halten, argumentierte der Bürgermeister.

Zusätzlich wären auch schnellere Expressverbindungen von Ingolstadt nach Regensburg vonnöten. Die Nutzung der Standspur auf der A 3 in Richtung Regensburg für den Busverkehr war weiteres Thema. Hierzu berichtete RVV-Geschäftsführer Josef Weigl, dass dieser Vorschlag beim Ministerium zur Entscheidung liege. Die Ausweichmöglichkeit, insbesondere Schulbusse auf der Fähre nach Großprüfening überzusetzen, sei geprüft und definitiv aus technischen Gründen nicht möglich, erklärte Weigl. Für den Gemeindebereich werde derzeit die Einrichtung von zusätzlichen Haltestellen im Baugebiet Donaublick und beim Gewerbegebiet Viehhausen sowie die Beförderung von Grundschülern aus dem Ortsbereich von Sinzing nach Viehhausen geprüft.

Die Stadtbahn einbeziehen

Die Optimierung der Bus-/Schienenverbindung nach Regensburg am Wochenende sei eine weitere Aufgabe, erklärte Weigl. Eine große Herausforderung sei die Erarbeitung eines SPNV-Konzeptes für die Region Regensburg, an dem derzeit gearbeitet werde. Hier sollte unbedingt auch die von der Stadt Regensburg geplante Stadtbahn mit einbezogen werden, war die Forderung mehrerer Gemeinderäte. Nach Ansicht von Andreas Geim ist es unbedingt notwendig, die stillgelegten Firmengleise zu verschiedenen Betrieben im Stadtosten und nach Neutraubling zu aktivieren, um schnellstmöglich ein s-bahn-ähnliches Schienenverkehrssystem zu schaffen. Auch ein Bahnhaltepunkt in Riegling wurde von mehreren Gemeinderäten erneut vorgeschlagen.

Die Hoffnungen auf eine schnelle Realisierung der geforderten Verbesserungen auf der Sinzinger Zugstrecke dämpfte Weigl. Eine Neuausschreibung des Bahnverkehrs, von dem auch der durch Sinzing laufende Agilis betroffen sei, erfolge erst im Jahr 2019. Deshalb sei das Vergabe-Verfahren abzuwarten und frühestens mit einer Optimierung der Schienenverbindungen ab 2024 zu rechnen, da Investitionen vonseiten der betroffenen Eisenbahnverkehrsgesellschaften erst nach der Streckenvergabe zu erwarten seien.

Erklärung kommt zu spät

Dr. Edenharter wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die sogenannte „Wiesenter Erklärung“, in der sich mehrere Landräte für Maßnahmen zu schnellen Verbesserungen des Schienenahverkehrs an die Staatsregierung gewandt haben, viel zu spät komme. Das jetzige Verkehrsdilemma und die notwendigen Vorkehrungen dagegen seien auf allen zuständigen politischen Ebenen „verschlafen“ worden, kritisierte Edenharter.

Der Behinderten- und Inklusionsbeauftrage der Gemeinde, Wilfried Süß, gab einen Tätigkeitsbericht seit der Übernahme dieser Aufgabe im Juni 2017. Er stellte die einzelnen Aufgaben dar, die in einer Richtlinie definiert sind und erläuterte seine Aktivitäten. Diesbezüglich erläuterte er seine beratende Funktion im Hinblick auf angestoßene und umgesetzte Maßnahmen. Alfons Renner regte an, auch das örtliche Seniorenheim im Blick zu haben.

Schulsanierung

  • Gremium:

    Der Gemeinderat billigte den Vorschlag zur Zusammensetzung des Gremiums für die Vergabe der Architektenleistungen für die Sanierung und Erweiterung der Grundschule. Alle politischen Fraktionen sollen hier vertreten sein.

  • Vergabe:

    Bürgermeister Grossmann erhielt die Ermächtigung, die Vergabeentscheidung in der sitzungsfreien Zeit während der Sommerpause treffen zu dürfen.

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