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Wirtschaft

Barbing fürchtet ein Verkehrschaos

An der Sulzfeldstraße will sich ein weiterer Möbelmarkt ansiedeln. Die Gemeinde fordert, erst die Erschließung zu verbessern.
Von Tino Lex

Auf dieser grünen Wiese soll der neue Einrichtungsmarkt entstehen.  Foto: Tino Lex
Auf dieser grünen Wiese soll der neue Einrichtungsmarkt entstehen. Foto: Tino Lex

Barbing.Ein Thema beschäftigte die Barbinger Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung am Dienstagabend besonders: Die Standortverlagerung des Poco-Einrichtungsmarkes aus dem Regensburger Stadtsüden in die Sulzfeldstraße. Dort haben bereits Ikea und XXXLutz Hiendl ihren Standort. 6500 Quadratmeter zusätzliche Einzelhandelsfläche sollen hier entstehen.

Hier gab die Verwaltung der Großgemeinde Barbing den Gemeinderat einen Vorschlag zum Beschluss mit auf den Weg: Zum einen ist dies die Verkehrserschließung. Hier heißt es, dass die verkehrlichen Belastung der Straßen im Osten von Regensburg bereits ihr Maximum erreicht habe. Der Ausbau der Bundesautobahn A3 habe bereits begonnen. Die Knotenpunkte Staatsstraße 2660 und Staatsstraße 2145 bei Barbing und bei der Abzweigung nach Donaustauf seien bereits abgeschlossen. Der Knoten Staatsstraße 2145 und Bundesstraße 8 bei Obertraubling sei ebenfalls ertüchtig worden.

Morgens und abends im Stau

Es zeige sich dennoch, dass insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten der Verkehr auf den Straßen rund um Barbing nicht wie gewünscht abfließt, sondern sich regelmäßig nur im Schritttempo bewegt. „Ich denke, dass die Straßen in unserem Bereich nicht mehr aufnahmefähig sind. Wer morgens oder auch am Abend mit seinem Pkw nach Barbing möchte, steht regelmäßig auf der Bundesstraße 8 in beiden Richtungen im Stau. Eine weitere Ansiedlung von Einzelhandelsflächen, zu dem in dieser geplanten Größe, würde einen Verkehrsinfarkt zur Folge haben“, betonte Bürgermeister Hans Thiel in seiner Stellungnahme zu diesem Tagesordnungspunkt. Dem pflichteten die Gemeinderäte aller Couleur bei. Auch Ihnen gehe diese immense Aufstockung der Einzelhandelsfläche in diesem Bereich viel zu weit.

Weitere Themen

  • Friesheim:

    Ein Tagesordnungspunkt war auch die Änderung des Bebauungsplans Friesheim Mitte. Hier wurde der Abwägungs- und Satzungsbeschluss einstimmig angenommen.

Die Verwaltung macht deshalb folgenden Vorschlag: Die Verlängerung der Leibnizstraße bis zur Kreuzhofbrücke muss vor einer Ausweisung neuer Gewerbeflächen erfolgen. Der Brückenbereich wurde durch den Ausbau der A3 bereits abgeschlossen, jedoch fehlten noch die entsprechenden Zu- und Abfahrtsstraßen für dieses Bauwerk. Eine Anbindung der Brücke an das Verkehrsnetz müsse jetzt erfolgen und nicht erst mit der Aufstellung nachfolgender Bebauungspläne.

Die sogenannte „Hafenspange“ wird schon seit längerer Zeit diskutiert. Eine Realisierung sei dringend vor der Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe notwendig, hieß es im Gemeinderat. Die Brücke bei Irl sei ebenfalls im Zuge des Autobahnausbaus erneuert, der Querschnitt dabei reduziert worden. Dadurch solle eine Entlastung des Orts Irl erfolgen. Unwiderruflich führe dies aber zu einer Verkehrsmehrbelastung anderer Straßen. Da auch noch keine Alternativstrecken vorhanden seien, werde sich der Verkehr wieder negativ auf die bereits überfüllten Straßen wie die Straubinger Straße auswirken, ist sich die Verwaltung sicher.

Umsetzung lässt auf sich warten

Die Stadt Regensburg wird daher aufgefordert, auch im Stadtgebiet entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die Planungen Leibnizstraße und „Hafenspange“ würden seit Jahren angesprochen, doch eine Umsetzung sei bislang nicht erfolgt. Der Gemeinderat fordert, dass die Überflutungsgebiete erhalten und die Umsetzung der Verkehrsmaßnahmen vor Ansiedlung neuer Betriebe durchgeführt werden müssen.

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