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Klimaschutzpreis

Bauen und etwas für die Umwelt tun

Zum vierten Mal wurde der Regensburger Klimaschutzpreis vergeben. Bürger aus Stadt und Land erhielten als Vorbilder Prämien.
von Sarah Sophie Ruppert

Viel Lob aus der Politik erfuhren die Preisträger des Klimaschutzwettbewerbs bei einem Empfang im Innenhof des Landratsamts.  Fotos: Sarah Sophie Ruppert
Viel Lob aus der Politik erfuhren die Preisträger des Klimaschutzwettbewerbs bei einem Empfang im Innenhof des Landratsamts. Fotos: Sarah Sophie Ruppert

Regensburg.In großem Umfang werden seit Jahren der Umweltschutz und die damit einhergehenden Maßnahmen zur Verbesserung der Luft, Gewässer und Natur in den Medien diskutiert. Das Thema ist in aller Munde, ob in Politik, Wirtschaft oder bei Privatpersonen. Letztere, vielmehr Bürger aus Stadt und Land Regensburg, wurden nun mit dem Regensburger Klimaschutzpreis 2019 für vorbildliches Verhalten hinsichtlich Energieeinsparung und CO-Reduzierung, insbesondere bei der Wärmeerzeugung, belohnt.

Der Klimapreis wird zum vierten Mal an Bürger vergeben, um diese in ihrem nachhaltige Verhalten und Engagement in ihrem Privathaushalt zu motivieren. Oberste Prämisse ist hierbei die Verringerung beziehungsweise Reduzierung des CO-Ausstoßes, welche in den drei Kategorien „Topleistung im Neubau“, „Topleistung bei der Gebäudesanierung“ und „Topleistung im privaten Haushalt inklusive Mobilität“ durch verschiedene nachhaltig orientierte Handlungen umgesetzt wurde.

Region und Bund unterstützen

So sehen Klimapreissieger aus: Das preisgekrönte Haus von Stefan Jost-Dummer Foto: Josef Dummer
So sehen Klimapreissieger aus: Das preisgekrönte Haus von Stefan Jost-Dummer Foto: Josef Dummer

Hauptorganisator der Prämierung ist die Energieagentur Regensburg, die durch das Landratsamt, Sachgebiet Wirtschaftsförderung, Energie und Klimaschutz, einen Partner hat. Der Regensburger Klimapreis wird zudem durch staatliche Förderungen sowie Aktionen seitens Industrie und regionalen Handwerk begünstigt. So bietet etwa die Rewag ein Erdgas-Förderprogramm, die Solarthermiebranche die Sonnenkraft-Solarförderung oder die Handwerkerinnung Unterstützung.

Zum feierlichen und umweltschutzfördernden Anlass kamen als Vertreter für den Landkreis Regensburg Landrätin Tanja Schweiger sowie Regensburgs „Umweltbürgermeister“ Jürgen Huber. Beide übernahmen die ehrenvolle Aufgabe der Preisübergabe jeweils an die Landkreis- und Stadtbürger. Schweiger bedankte sich bereits im Vorfeld bei den Preisträgern für ihr Engagement und ihren Einsatz beim Klimaschutz: „Es ist immer wieder schön, zu erfahren, was die Haushalte gemacht haben.“

Preisträger

  • Stadt Regensburg:

    Claudia Hackl und Rudolf Heisinger, Andreas Kessel, Anke Naber und Sedat Tuczu, Anna Wachter, Anja Heuschneider.

  • Preisträger Landkreis:

    Michaela und Daniel Dürr, Stefan Jost-Dummer, Milena und Franziska Schmucker, Anita und Rudolf Gröschl, Elisabeth Schneider, Andreas Hartmann

  • Vorbild:

    Belohnt werden sollen durch den Regensburger Klimapreis Projekte mit Vorbildcharakter. Dieser kann sich in verschiedenen Bereichen ergeben.

Die Preise belaufen sich in diesem Jahr auf knapp 6000 Euro. Luft nach oben, denn pro Stadt und Landkreis liegen über 4000 Euro im Pott, insgesamt beinahe 9000 Euro. Doch nicht jedes Jahr werden alle Plätze belegt. Mitmachen können private Haushalte oder Wohngemeinschaften, die engagiert und tatkräftig in ihrem privaten Umfeld einen umweltschonenden Beitrag zur Energieeinsparung erbringen. Dies soll auch belohnt werden, findet Geschäftsführer Ludwig Friedl von der Energieagentur Regensburg. Laut Friedl, der auf den Welterschöpfungstag am 29. Juli hinweist, nehme sich die Menschheit jedes Jahr „mehr raus“, als ihr zustünde. Vor zehn Jahren war dieser Tag, welcher die aufgebrauchten Ressourcen für das jeweilige Jahr aufzeigt, am 25. September – also zwei Monate später.

Heuer konnten elf Gewinner aus den drei Rubriken hervorgehen, wobei die Kategorien „Gebäudesanierung“ bei den Stadtbürgern sowie „Privater Haushalt inklusive Mobilität“ bei den Landkreisbürgern nicht besetzt wurden. Die Jury bestehend aus fachkompetenten Vertretern von der Energieagentur Regensburg, Stadt Regensburg und vom Landkreis Regensburg ermittelt die Sieger. Michaela und Daniel Dürr aus Hemau belegten bei „Topleistung im Neubau“ den ersten Platz und sahnten 1000 Euro ab. Mit einem stimmigen und innovativen Energiekonzept begeisterte das Ehepaar Dürr die Jury. Zur Erstplatzierung führte ihr Holzhaus, welches den Standard „Passivhaus Plus“ vorweist. Es wurden etwa Holz-Alu-Fenster eingebaut und nachwachsende Dämmstoffe sowie Bodenbeläge verwendet. Zudem verfügt das Haus über eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Auf dem Dach ist eine hauseigene Photovoltaikanlage verbaut.

Handwerker aus der Region

Ein Batteriespeicher sowie die effiziente Erdreich-Wärmepumpe komplettieren das Energiesparhaus. Claudia Hackl und Rudolf Heisinger entzückten in der selben Kategorie – jedoch in der Stadt. Ihr Neubau auf Holzständerbauweise trägt ebenfalls den „Passivhaus Plus“-Standard. Ebenso wurden zum Beispiel eine Photovoltaikanlage sowie ein Batteriespeicher verbaut.

Platz eins in der Kategorie „Gebäudesanierung“ hat die Familie Gröschl. In Sarching unterzogen die Eheleute ihr Haus aus dem Jahr 1965 einer gründlichen Sanierung unter klimaschutzorientierten Aspekten. So wurden zum Beispiel Fenster und Türen ausgetauscht sowie Handwerker aus der Region beauftragt. Am Ende konnte ein Plus-Energie-Haus geschaffen werden. Andreas Kessel mit Familie erhielt den Preis in der Kategorie „Privater Haushalt inklusive Mobilität“ in Höhe von 500 Euro.

Bürgermeister Huber sieht, was passiert ist und noch kommt: „Wir müssen uns darüber freuen, was wir erreicht haben. Auch mit dem Wissen, dass noch etwas gemacht werden muss.“

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