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Einwände

Baugebiet Jahnstraße nimmt weitere Hürde

Der Gemeinderat Pentling beschloss eine weitere Auslegung. Das Verkehrsgutachten für das Projekt in Großberg steht noch aus.
Von Gabi Hueber-Lutz

Das Baugebiet Jahnstraße zieht sich von der Schule bis zur Regensburger Straße. Die Planung wird erneut öffentlich ausgelegt. Foto: Gabi Hueber-Lutz
Das Baugebiet Jahnstraße zieht sich von der Schule bis zur Regensburger Straße. Die Planung wird erneut öffentlich ausgelegt. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Pentling.Das Interesse der Öffentlichkeit an der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag war wieder groß. Viele der bekannten Probleme, Befürchtungen und Einwände das Baugebiet Jahnstraße betreffend wurden erläutert. Schließlich fasste der Gemeinderat knapp mit 10:8 Stimmen den Beschluss, den nächsten Schritt in dem Verfahren zu gehen.

Er billigte die überarbeitete Entwurfsplanung, die nun erneut ausgelegt wird. Behörden und Öffentlichkeit können erneut ihre Einwände und Bedenken geltend machen. Eine dritte Auslegung im Rahmen des Bauleitplanverfahrens wurde nötig, weil bei einem früheren Beschluss jemand mitgestimmt hatte, der wegen persönlicher Betroffenheit nicht hätte mitstimmen dürfen. Diese Stimme gab zahlenmäßig damals den Ausschlag. Außerdem steht noch das Verkehrsgutachten aus, wie Bürgermeisterin Barbara Wilhelm sagte, deshalb hätte man sowieso nochmals ausgelegt. Eine Bürgerin machte von ihrem Rederecht vor Beginn der Sitzung Gebrauch und forderte den Gemeinderat auf, auf betonierte Parkplatzflächen zu verzichten und in diesem Gebiet auch keine Wohnblocks, sondern nur Familienhäuser zu bauen.

Höhe der Gebäude reduziert

Planerin Susanne Spieß vom Ingenieurbüro Altmann ging auf sämtliche Punkte der Planung ein. Eine wesentliche Veränderung weist die überarbeitete Planung auf: Für die Gebäude sind nun geringere Höhen festgelegt, und zwar 11,50 statt 13 Meter, wie der Planungsausschuss empfohlen hatte. Konkretisiert wurde das umstrittene Thema Stellplätze. Nun werden zwei Stellplätze pro Wohneinheit festgelegt. Und das Feuerwehrhaus könnte elf statt neun Meter hoch gebaut werden.

Offen sind jetzt noch die Lärmschutzmaßnahmen beim Feuerwehrhaus. Sie können noch nicht festgesetzt werden, weil es für das Haus noch keine konkrete Planung gibt. Klar sei aber, dass angrenzende Parzellen vor dem Lärm der Feuerwehr zu schützen seien, sagte Spieß.

Was jetzt noch fehlt, ist ein Gutachten zur Verkehrssituation, das in Auftrag gegeben ist. Der Gebrachinger Weg wird Zubringerweg zum Baugebiet, er wird deshalb baulich verändert. Eine Planung dafür gibt es bereits, dazu wird aber jetzt noch ein Gutachten erstellt. Wenn das Gutachten da und eingearbeitet ist, werden die Planungen für die Öffentlichkeit ausgelegt.

Bei allen anderen Themen wurden während der gesamten Diskussion bekannte Positionen ausgetauscht und manche Punkte blieben strittig. Mit 10:8 sprach sich eine knappe Mehrheit für die Billigung der Planung aus. Carmen Paul durfte nicht mitstimmen. Für die Erweiterung der Kinderkrippe im Haus Benedikt stellte Geschäftsleiter Christoph Limmer die in Auftrag gegebenen Möglichkeiten der Kostenersparnis vor.

Einsparungen verworfen

Mit etlichen Streichungen, zum Beispiel eines Sonnensegels, oder Einsparungen im Bereich Heizung, Lüftung und Sanitär wäre man bei einer veranschlagten Summe von 1,035 Millionen Euro auf 28 000 Euro Ersparnis gekommen. Mit Ausnahme eines anderen Zauns als des vorgeschlagenen nahm der Gemeinderat Abstand von den Vorschlägen.

In der Hauptstraße finden Grabarbeiten statt. Die bisherigen Bodenplatten sollen bei der Verlegung durch neue ersetzt werden. 12 000 Euro wird das kosten. Darin ist die Entsorgung der alten Bodenplatten bereits enthalten. Westlich und östlich der Autobahn A3 soll eine weitere Photovoltaikanlage entstehen. Mit 18:1 Stimmen sprach sich der Gemeinderat für die öffentliche Auslegung der Planung als nächsten Verfahrensschritt aus.

Entwicklungen

  • Schützen:

    Für die Bauvoranfrage an das Landratsamt für die Errichtung eines Schützenheims in Hohengebraching sehe es gut aus, sagte Bürgermeisterin Wilhelm. Die Gemeinde müsse eventuell ein Sondergebiet ausweisen. (lhl)

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