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Musik

Bei Pantomime am Klavier war Schluss

Max Rädlinger und sein Freund Philipp Artmann überzeugten beim Kabarettabend in Donaustauf. Stichwörter aus dem Publikum sollte er an den Tasten interpretieren.
Von Petra Schmid, MZ

Als Rädlinger am Klavier auch noch pantomimisch werden sollte, strich er die Segel. Foto: Schmid

Donaustauf. Spritzige Klaviermusik und heitere Lieder, so stellt man sich Klavierkabarett vor. So war auch Max Rädlingers „Songs an einem Sommerabend“ im Hotel-Restaurant „Die Kupferpfanne“ in Donaustauf. Für Rädlinger war es eine Premiere in der Marktgemeinde. Musik und Rädlinger gehören für die Donaustaufer zwar zusammen, allerdings wird der junge Mann mit einem anderen Genre in Verbindung gebracht: Der 19-Jährige hat sich seit vergangenem Jahr der Kirchenmusik verschrieben.

Viele Staufer und auch Gäste aus angrenzenden Gemeinden wollten sich den „anderen“ Max Rädlinger nicht entgehen lassen. Die Plätze im lauschigen Garten waren allesamt besetzt. Es waren sogar noch extra Tische und Bänke aufgestellt worden. Rädlinger und sein Freund „Pille“ (Philipp Artmann) kamen an beim Publikum.

Im „feinen Zwirn“

Den ersten Programmblock gestalteten die jungen Männer im „feinen Zwirn“. Auch zwei Liebeslieder hatte Rädlinger in seinem Programm und nahm damit wohl besonders die anwesenden Frauen für sich ein. Jedenfalls gab es dafür großen Applaus – auch von den Herren. Besonders lustig kam die „Arche Noah“ daher. Rädlinger und Pille widmen sich ausgiebig allen Tieren, unter anderem gab es ein schwules Einhorn-Paar.

Rädlinger bat um Nachsicht: „Als Kirchenmusiker hat man einfach den Drang, die Leute zum Mitmachen zu bringen.“ Der junge Musiker forderte auf, sich einzubringen und mitzusingen. Auch mit den Stimmlagen eines Männerchors beschäftigten sich die jungen Künstler. Beispielsweise sei der Tenor „der Held im Chor“. Pille hat sogar einige Requisiten wie etwa eine Perücke mitgebracht, um die verschiedenen Gesangs-Charaktere besser darzustellen. Gelacht wurde an diesem Abend generell viel.

Stichwörter mit den Tasten interpretieren

Halten gab es jedoch nicht mehr, als Pille das Publikum aufforderte ihm Stichwörter zu nennen und sein Freund Max werde dann diese mit Musik darstellen. Den Eisbären und Pinguine in Sibirien, die Eis mit Fischgeschmack wollen, verlieh Rädlinger an den Tasten seines Klaviers Leben. Als er klavierspielend pantomimisch werden sollte, strich er die Segel und gab auf. Rädlinger ist in musikalischer Hinsicht mehr als vielfältig. Er schnallte sich ein Akkordeon um und spielte beide Instrumente. Zuvor hatte er gleichzeitig Klavier und Kazoo oder wie Rädlinger sagte „einen Kamm mit Butterbrotpapier“ gespielt.

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