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Verkehr

Beim Schulstart auf Nummer sicher

Viele Kinder starten am 10. September in den Schulalltag. Der Weg zur Schule ist eine neue Erfahrung – und birgt Gefahren.
Von Sophia Greindl

Erwachsene sollen mit den Abc-Schützen den Schulweg Probe-Gehen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa
Erwachsene sollen mit den Abc-Schützen den Schulweg Probe-Gehen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Kelheim.Der Schritt in das Schulleben ist zugleich auch der erste Schritt in die Selbstständigkeit. Dennoch ist es wichtig, die Sprösslinge auf ihren neuen Lebensabschnitt vorzubereiten. Das gilt vor allem auch in puncto Verkehrssicherheit. Der Schulbeginn ist für 1083 Abc-Schützen im Landkreis Kelheim aufregend und neu – aber neu ist auch der Schulweg. Der Experte für Verkehrssicherheit im Kelheimer Landratsamt, Mike Süß, gibt Tipps.

Schulwegtraining: Übung macht den Meister

An oberster Stelle steht das Schulwegtraining. Die Eltern üben dabei den Schulweg mit ihren Abc-Schützen ein. Seien Sie Vorbild: Zeigen Sie den Kleinen, wie sie sich im Bus, im Auto und auf der Straße zu verhalten haben. Süß teilt mit: „Der kürzeste Weg ist dabei nicht gleich der sicherste.“ Kinder sollten sich an Gefahrenstellen wie unübersichtlichen Kreuzungen auch während des hektischen Berufsverkehrs sicher fühlen. Beim Einüben des Schulweges sollten Eltern ihren Kindern einschärfen, stets auf der inneren Seite des Gehweges zu gehen und sich vom Straßenrand fernzuhalten. An Ampeln gilt es zu trainieren, dass Erstklässler auch auf den abbiegenden Verkehr achten und bei abbiegenden Lastwagen Blickkontakt zum Fahrer aufnehmen. An Zebrastreifen müssen Kinder üben, Fahrzeuglücken abzuwarten, Blickkontakt zu den Fahrern aufzunehmen und erst auf die Straße zu gehen, wenn alle Fahrzeuge stehen.

Auffällige Kleidung: Helle Klamotten und Leuchtreflektoren

Als weiteren Tipp nennt der Verkehrsexperte das Tragen auffälliger, heller Kleidung. Mithilfe von Leuchtwesten oder Reflektoren an Jacken und Schulranzen sind die Schüler so selbst bei düsterem Wetter in den frühen Morgenstunden besser sichtbar. Auffällige Caps, Mützen oder beleuchtete Schirme ziehen zusätzlich Aufmerksamkeit auf sich.

Sicher zur Schule und zurück

  • Tipp für Eltern:

    Vor der Einschulung besser zum Sehtest. Von manchen Eltern wird bis zur Einschulung nicht erkannt, dass ein Kind schlecht sieht. Das ist im Straßenverkehr natürlich besonders gefährlich. Der Gang zum Augenarzt oder zum Sehtest beim Optiker ist deshalb empfehlennswert, teilt der Sachgebietsleiter der unteren Straßenverkehrsbehörde mit.

  • Tipps für Autofahrer

    : Denken Sie wie ein Kind. Versetzen Sie sich in seine Lage, Fuß vom Gas! Besonders nach Schulschluss wollen Schüler nur noch raus, sind unaufmerksam. Licht an: So sehen Kinder Ihr Auto besser, können das Tempo besser einschätzen. Stehen Kinder am Fahrbahnrand? Halten Sie an, lassen Sie die Kleinen die Straßenseite wechseln.

Rechtzeitig aufbrechen: Hektik meiden

Außerdem sollen die Kinder rechtzeitig losgeschickt werden. So kann gehetztem Verhalten im Straßenverkehr vorgebeugt werden. Schicken Sie ihr Kind immer rechtzeitig auf den Weg, dass es ihn in Ruhe bewältigen kann, auch wenn etwas dazwischenkommt. Außerdem wichtig: Genügend Schlaf! Nur dann sind sie fit für die Gefahren des Verkehrsalltags. Das frühe Aufstehen ist für die Kleinen oftmals eine große Umstellung.

Sicher fahren und sicher rauslassen

Süß: Wenn Sie ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen und abholen, muss für jedes Kind ein geeignetes Rückhaltesystem vorhanden sein. Parken Sie so, dass ihr Kind sicher die Schule erreichen kann und niemand gefährdet wird. Der kürzeste Weg zum Schulhaus ist nicht immer der sicherste.


Mit dem Fahrrad erst nach bestandener Fahrradprüfung

Abschließend rät der Verkehrexperte: Mit dem Fahrrad erst nach bestandener Fahrradprüfung. Der Schulweg mit dem Fahrrad ist besonders gefährlich. Lassen Sie ihr Kind erst mit dem Rad alleine in die Schule fahren, wenn es in der vierten Klasse die Fahrradprüfung erfolgreich bestanden hat. Vorher haben sie noch Schwierigkeiten, zeitgleich auf andere Verkehrsteilnehmer und Verkehrszeichen zu achten, Handzeichen zu geben, Hindernisse zu bewältigen und die Balance zu halten. Gleiches gilt für Fortbewegungsmittel wie Roller, Kick-Boards oder Inline-Skates, so Mike Süß. (wd)

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