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Verkehr

Beim Schulstart auf Nummer sicher gehen

Viele Kinder starten am 10. September in den Schulalltag. Der Weg zur Schule ist eine neue Erfahrung – und birgt Gefahren.
Von Sophia Greindl

Anfangs sollten Eltern die Abc-Schützen noch zu Fuß zur Schule bringen. So können sie gleich den Schulweg unter realen Bedingungen üben. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Anfangs sollten Eltern die Abc-Schützen noch zu Fuß zur Schule bringen. So können sie gleich den Schulweg unter realen Bedingungen üben. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Regensburg.Der Schritt in das Schulleben ist zugleich auch der erste Schritt in die Selbstständigkeit. Dennoch ist es wichtig, die Sprösslinge auf ihren neuen Lebensabschnitt vorzubereiten. Das gilt vor allem auch in puncto Verkehrssicherheit. Im Dialog mit den Polizeiinspektionen im Landkreis sowie dem ADAC Südbayern wurden die TOP 5 der wichtigsten Tipps für den Schulweg ermittelt. Hier erfahren Sie, wie Sie ihr Kind am besten auf den Schulweg vorbereiten.

Schulwegtraining: Übung macht den Meister

An oberster Stelle steht das Schulwegtraining. Die Eltern üben dabei den Schulweg mit ihren bc-Schützen ein, am besten am Vortag und als Begleiter am ersten Schultag. Polizeihauptkommissar und Verkehrserzieher Alfons Zenger von der Polizeiinspektion Regenstauf betont: „Der kürzeste Weg ist dabei nicht gleich der sicherste.“

Ratgeber

So trainieren Sie den Schulweg

2018 wurden in der Oberpfalz 61 Kinder auf dem Schulweg verletzt. Hier gibt’s Tipps, worauf Kinder und Eltern achten müssen.

Besonders böten sich Wege an, bei denen man so selten wie möglich die Fahrbahn überqueren müsse. Ist der Weg verinnerlicht, solle man die Schulanfänger nach und nach alleine losschicken, um den Weg in die Eigenständigkeit frei zu machen. Wichtig bei der Einübung sei, die Strecke nicht nur statisch, sondern auf der Straße und mit jeder Menge Praxis durchzugehen. Der ADAC Südbayern merkt zudem an, dass seitens der Schulen zum großen Teil Schulwegpläne angeboten würden, die Gefahrenstellen gezielt meiden. Auf Nachfrage erhalten Sie solche Pläne kostenlos, sofern das Angebot vorhanden ist.

Auffällige Kleidung: Helle Klamotten und Leuchtreflektoren

Leuchtreflektoren zur besseren Sichtbarkeit sorgen auf dem Schulweg für mehr Sicherheit. Foto: Ralf Hirschberger/dpa
Leuchtreflektoren zur besseren Sichtbarkeit sorgen auf dem Schulweg für mehr Sicherheit. Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Als weiteren Tipp nennen die Verkehrsexperten das Tragen auffälliger, heller Kleidung. Mithilfe von Leuchtwesten oder Reflektoren an Jacken und Schulranzen sind die Schüler so selbst bei düsterem Wetter in den frühen Morgenstunden gut erkennbar. Polizeihauptkommissar Zenger erklärt, dass solche Reflektoren und Warnwesten durch die Verkehrswacht an den Schulen verteilt werden.

Rechtzeitig aufbrechen: Hektik meiden

Außerdem sollen die Kinder rechtzeitig in die Schule losgeschickt werden. So kann leichtsinnigem, gehetztem Verhalten im Straßenverkehr vorgebeugt werden. Zenger ergänzt: „Bei Weggemeinschaften mehrerer Schüler ist es wichtig, dass nicht zu viel herumgealbert wird. Die Schüler sollen stets hintereinander auf dem Gehweg gehen und nicht aus dem Spaß heraus nebeneinander auf die Straße ausweichen.“ Weggemeinschaften im Allgemeinen seien jedoch förderlich.

Kinder ermutigen anderen zu helfen: Zivilcourage zeigen

Ebenso wichtig ist es auch, seinem Kind Zivilcourage zu vermitteln. Ist das eigene Schulkind fit im Straßenverkehr und hat alle Gefahrenstellen des Schulweges verinnerlicht, so kann es auch seinen Mitschülern eine Hilfe sein. Dabei gilt es etwa darauf hinzuweisen, dass man vor einem Zebrastreifen Halt macht und stets das Verhalten der Autofahrer im Blick behält.

Rollentausch: Kinder lotsen ihre Eltern zur Schule

Abschließend raten die Experten vom ADAC zu einem Rollentausch. Das Kind lotst die Eltern zur Schule und erklärt dabei die Gefahrenstellen. Dadurch ist genau zu erkennen, was bereits verinnerlicht ist und an welchen Stellen noch Probleme auftreten.

Generell gelte: „Seien Sie jederzeit Vorbild und gehen Sie mit gutem Beispiel im Straßenverkehr voran! Kinder orientieren sich stark an ihrem Verhalten.“

Polizeihauptkommissar Zenger fügt außerdem hinzu, dass es Dienstanweisung sei, Schulwegüberwachungen in den ersten beiden Schulwochen durchzuführen. So werde konkret gegen Parksünder und Verkehrsverstöße vor Schulen vorgegangen. Hierzu zähle etwa das Fahrradfahren auf dem Gehsteig. Auch die Eltern sollen künftig stärker in die Mängel genommen werden: Den sogenannten „Elterntaxis“ werden genaue Halte- und Parkmöglichkeiten vorgeschrieben, sodass Schüler und Verkehr nicht behindert werden. Landkreisspezifisch sieht der Polizeihauptkommissar keine besonderen Probleme oder Gefahren auf dem Schulweg. Er weist abschließend jedoch auf die unbedingte Gurtanlegepflicht hin, sofern die Schüler mit dem Bus oder dem Auto zur Schule transportiert werden.

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Sicher zur Schule und zurück

  • Probefahrt im RVV:

    Von 2. bis zum 13. September lädt der Regensburger Verkehrsverbund alle zukünftigen Erst- und Fünftklässler ein, gemeinsam mit einem Elternteil den neuen Schulweg mit Bus und Bahn zu testen. Bis zum 13. September können interessierte Schüler einen Flyer mit Gutschein für eine kostenlose Probefahrt auf www.rvv.de/erste-fahrt-zur-schule herunterladen oder im RVV-Kundenzentrum abholen. Der ausgefüllte Flyer kann auch per Post ans Kundenzentrum geschickt werden.

  • Ratgeber des ADAC:

    Auch dem ADAC Südbayern ist es eine Herzensangelegenheit, die neuen ABC-Schützen sicher auf ihren Weg zur Schule vorzubereiten. In einem Ratgeber für Eltern und Schüler stellen die Experten alle wichtigen Informationen zusammen, die zu einem sicheren Weg zur Schule beitragen. Dieser Leitfaden mit allen nützlichen Tipps und Tricks für Kinder und Eltern kann kostenlos im Internet unter dem folgendem Link abgerufen werden: https://www.adac.de/_mmm/pdf/schulwegratgeber_79491.pdf.

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