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Geschichte

Bilder aus Bachs Vergangenheit

Der Wandkalender der Gemeinde Bach für 2020 ist eine Zeitreise. Karl-Heinz Möbius hat dafür echte Raritäten gesammelt.
Von Peter Luft

Archivpfleger Karl-Heinz Möbius präsentiert seinen neuen Jahres-Wandkalender 2020. Foto: Peter Luft
Archivpfleger Karl-Heinz Möbius präsentiert seinen neuen Jahres-Wandkalender 2020. Foto: Peter Luft

Bach.Bach an der Donau„Gruß aus Bach an der Donau“, so heißt es auf einer alten Ansichtskarte, die als Titelbild den neuen Gemeindekalenders 2020 ziert. Es ist eine in Steindruck gefertigte Fotoaufnahme in Farbe mit einstigen Sehenswürdigkeiten vom Dorf Bach mit Kirche, Pfarrhof und Bahnhof. Der Text auf der Rückseite verrät: Soldat Ludwig Hahn vom Dorfwirtshaus „Zum Schiff“ in Frengkofen – heute noch Gastwirtschaft – schreibt seinem Militärkameraden in Dresden, dass er nur noch sieben Tage Heimaturlaub hat und dann wieder einrücken muss. Der königliche Poststempel ist nicht lesbar.

Die Karte stammt aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. „Es ist mein 15. Wandkalender, den ich für den Gemeindebereich Bach herausbringe“, freut sich Karl-Heinz Möbius. Der 67-jährige Dorfarchivar versetzt mit seinem neuen Gemeindekalender 2020 mit historischen und seltenen Bildern und Aufnahmen aus vergangenen Jahren den Betrachter in die Vergangenheit zurück.

Ein altes Bild das im Kalender zu finden ist. Foto: Peter Luft
Ein altes Bild das im Kalender zu finden ist. Foto: Peter Luft

Für Erstaunen gesorgt

Mit Aufnahmen aus den einst selbstständigen Gemeinden und heutigen Ortsteilen, dem Weinberg- und Genussort Bach, dem Körbeflechterdorf Demling und dem Fischerdorf Frengkofen, macht Möbius mit seinem Team neugierig. Mit den Deckblättern zeigt der Kalender 14 Fotoaufnahmen. „Der Jahreskalender besteht nicht nur aus selten gewordenen Bildern. Es sind auch Aufnahmen dabei, die noch niemand zu sehen bekommen hat. Da bin ich besonders stolz drauf, wenn man für Überraschung und staunen sorgen kann. Das krönt und belohnt meine Arbeit und macht Freude“, sagte der ehrenamtliche Archivar der Gemeinde Bach.

Der Kalender

  • Preis:

    Der Kalender 2020 kostet sieben Euro.

  • Bezug:

    Der Kalender ist bei den Ortsbäckereien Schifferl und Bierschneider sowie bei der Raiffeisenbank und bei Karl-Heinz Möbius erhältlich.

Stoff und Material für so einen historischen Monatskalender zu finden, zusammenzutragen und zu gestalten, sei oft nicht ganz einfach, erklärt Möbius. „Aber es lohnt sich, wenn man einen Blick dafür hat. Die Bilder müssen auch beschriftet und erklärt werden. Der Text ist oft mühsam zu bekommen. Da muss ich schon im Dorf von Haus zu Haus gehen.“ Hausnamen würden oft weiterhelfen. Und es sollte jeder Ortsteil vertreten sein. Ein Besuch auf dem Flohmarkt in Donaustauf oder auf einer Kartenbörse sei da sehr dienlich. Oft gebe es bei dieser Suche schöne Zufälle. „Da muss man halt ein paar Euro hinlegen. Ich freue mich wie ein kleines Kind, wenn ich eine alte Aufnahme von Dorfbewohnern oder aus der Umgebung bekomme“, gesteht der Verwaltungsbeamte im Oberpfälzer Polizeipräsidium in Ruhetand. „Alte Postkarten und Feldpost sind mein spezielles Sammelgebiet.“

Eine alte Dorfansicht von Bach. Foto: Peter Luft
Eine alte Dorfansicht von Bach. Foto: Peter Luft

Das Leben am Strom

„Mit dem Kalender werden Erinnerungen an vergangene Zeiten wachgehalten und der Nachwelt erhalten“, sagt Bürgermeister Josef Peutler. Vor allem seien die Kalenderblätter interessant, weil die Bilder und Fotos mit erklärenden Texten unterlegt sind. „Wir von der Gemeinde Bach sind Karl-Heinz Möbius sehr dankbar. Seine Arbeit verdient Anerkennung“, betont Peutler. Die Bilder im Kalender wählt Möbius passend zur Jahreszeit aus. Das Leben am Strom Donau nimmt dabei großen Raum ein.

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