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Bilder sagen mehr als 1000 Worte

Die Landtagsabgeordnete Tanja Schweiger staunte beim Allradgestützten Abenteuer-Trip durch Wald und Flur. Sie bekam in Brennberg allerhand zu sehen, machte sich aber keine Notizen.

VG-Praktikantin Helena Böhm, Vizebürgermeister Franz Löffl, die Gemeinderäte Sigi Lehner und Helga Adlhoch, Bürgermeisterin Irmgard Sauerer, VG-Leiter Markus Götz und Gemeinderat Alois Jobst zeigten der Landtagsabgeordneten Tanja Schweiger, wo es in Brennberg „hakt“. Foto: Beiderbeck

BRENNBERG.„Dass hier enormes bürgerschaftliches Engagement vorhanden ist und dass in Brennberg immer gute Stimmung herrscht“, wusste Tanja Schweiger bereits. Was es sonst an wichtigen Infos gibt, erfuhr die Landtagsabgeordnete nach einer Abenteuer-Fahrt beim Gespräch im Spital, wo Bürgermeisterin Irmgard Sauerer selbst gebackenen Apfelkuchen kredenzte.

Als Tanja Schweiger beschloss, Brennberg einen Gemeindebesuch abzustatten, konnte sie nicht ahnen, was ihr bevorstehen würde. „Um Gottes Willen“ entfuhr es ihr, als sie die total kaputte, aber immerhin unmittelbar vor der Sanierung stehende Zumhofer Schneiderbergstraße hinaufkutschiert wurde. „Weil Bilder mehr sagen als 1000 Worte“, startete die Bürgermeisterin eine Rundreise der besonderen Art. Dabei wurde ein aufschlussreicher Eindruck über die anspruchsvolle Topografie, die kaputten Straßen, das umfangreiche, 70 Kilometer lange Straßennetz, das zu insgesamt 62 Ortschaften, Weilern und Einzelgehöften führt, vermittelt.

Kloster ist ein Sorgenkind

Hergezeigt wurde das „Sorgenkind“ Kloster Frauenzell, wo im Refektorium schadhaftes Mauerwerk sehr deutlich zu sehen ist. Will man hier eine gute und langfristige Lösung erreichen, braucht es dazu nicht nur Geld, sondern auch ein Nutzungskonzept. Beides fehlt bisher. Optimistisch ist man dagegen in Sachen „Baugebiet Frauenzell“, dessen Erschließung planmäßig im Frühjahr 2013 stattfinden soll, damit im Herbst 2013 die ersten Bauherren den Bagger bestellen können. „Wir wollen im Oktober den Satzungsbeschluss machen und im Winter ausschreiben“, sagte VG-Leiter Markus Götz dazu.

Diskutiert wurde viel, etwa über die Idee vom Radlweg nach Gfäll, die Ausweitung der interkommunalen Zusammenarbeit oder die Schulsituation und die Problematik der Gastschulbeiträge. „Stundenzuweisungen pro Schüler finde ich eine total ungerechte Lösung“, sagte Tanja Schweiger und sprach sich dafür aus, in Schulen und Kindergärten jeweils eine Sockelfinanzierung einzuführen. Bei „DSL“ und „Energie“ müsste sich der Landkreis stärker engagieren, sagte sie. „Es ist ein Unterschied, ob ein Bürgermeister allein mit der Telekom verhandelt, oder ob das ein Landrat tut, der für 130.000 Bürger sprechen kann“, so Schweiger.

Dezentrale Projekte zur Energiegewinnung forcieren und gleichzeitig den Energiespargedanken fördern, das nannte Vizebürgermeister Franz Löffl als wichtige Themen. „An der Grundschule Brennberg wird deshalb nächstes Jahr die Energie-Bildungsoffensive als Jahresthema im Mittelpunkt stehen“, sagte die Bürgermeisterin. Außerdem überlege man, ob es sinnvoll sein könnte, beim künftigen Brennberger Baugebiet „Fahndorfer Feld“ an den Aufbau eines Wärmenetzes zu denken.

Anliegen im Gedächtnis

So wurde sehr viel geredet, aber rein gar nichts aufgeschrieben. Weder MdL Tanja Schweiger noch VG-Leiter Markus Götz machten sich Notizen. „Wir hoffen dennoch, dass die wichtigsten Anliegen im Gedächtnis gespeichert wurden“, gaben sich die Brennberger zuversichtlich. (loo)

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