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Kommunikation

Breitband: Bürger klagen über Telekom-Auskunft

Die Gemeinde will vermitteln. In Dürnstetten, Reichenstetten und Schneckenbach sollen bis zu 30 Megabit/sec. möglich werden.
Von Dieter Waeber, MZ

In den nächsten zwölf Monaten wird für Dürnstetten, Reichenstetten und Schneckenbach der Breitbandausbau für schnelles Internet erfolgen.
In den nächsten zwölf Monaten wird für Dürnstetten, Reichenstetten und Schneckenbach der Breitbandausbau für schnelles Internet erfolgen. Foto: dpa

SAXBERG. Mit über 50 Teilnehmern bei 624 Einwohnern stellte das Einzugsgebiet um Saxberg und Bergmatting die prozentual größte Zuhörerschaft in der letzten von fünf Bürgerversammlungen. In seinem 90-minütigen Vortrag zur Situation der Gemeinde ging Bürgermeister Patrick Grossmann auch auf einige für die Bürger um Saxberg besonders wichtige Details ein.

Der Seniorenbeirat der Gemeinde biete, neben zahlreichen Aktivitäten, auch die Nutzung des von der Sparda Bank gesponserten Gemeindebusses für ein Entgelt von einem Euro an. Leider werde das Angebot nicht gut angenommen. Dagegen sei das Ortsticket, das eine Nutzung des RVV im Gemeindebereich für einen Euro ermöglicht, dieses Jahr bereits etwa 1200 Mal verkauft worden.

Eine gute Nachricht gibt es für Breitbandnutzer. In den nächsten zwölf Monaten würden in Dürnstetten, Reichenstetten und Schneckenbach weitere DSLAMs gebaut, die den Empfang bis 30 Megabit pro Sekunde gewährleisten würden. Allerdings müssten sich die Nutzer an die Telekom wenden, wenn sie die Anschlüsse über neue Verträge nutzen wollen.

Derzeit laufe eine Planung, die Kreisstraße von Saxberg nach Bergmatting auf sechs Meter zu erweitern. Die Maßnahme werde wohl 2018 umgesetzt, so der Bürgermeister. Am Regensburger Steig in Saxberg habe die Gemeinde ein Baugrundstück erworben. Hintergrund sei die Erweiterung des Weges gewesen. Bauwillige könnten Grundstücke für 125 Euro pro Quadratmeter, erschlossen, bei der Gemeinde erwerben.

Die Abwasser Pumpstationen Saxberg und Reichenstetten seien aufgrund von Einleitungen von bisher noch nicht genau definierten Schadstoffen gefährdet und würden wohl Investitionstätigkeiten erfordern, so Grossmann. Die von der Bundesregierung beschlossene Gleichstromtrasse könnte auch die Orte Schneckenbach, Reichenstetten und Dürnstetten tangieren, so Grossmann. Der Bürgermeister zeigte dazu eine Reihe von Ablehnungskriterien für das Gebiet, die von der Gemeinde an den Netzbetreiber TenneT weitergeleitet wurden.

Die Diskussion eröffnet Karl Lichtenwald mit einer Frage zum Windpark Sinzing. Lichtenwald wollte wissen, ob bei der Planung eine Windmessung durchgeführt worden sei, da diese ja auch die Rentabilität bestimme. Bürgermeister Grossmann meinte dazu, die Frage nach der Rentabilität sei nicht so einfach zu beantworten, da sich die Vergütungsvoraussetzungen geändert haben, und ergänzte: „Windkraft bei uns bleibt ein Risikogeschäft.“

Petra Pernpeintner fragte mit Hinweis auf ihren erwachsenen, pflegebedürftigen Sohn, ob das Angebot des Landratsamts für fünf Müllsäcke auch für häusliche Pflegefälle gelte. Bürgermeister Grossmann verneinte, das gelte nur für Neugeborene. Allerdings gibt es für häusliche Pflegefälle mit Inkontinenz 12 Müllsäcke pro Jahr durch das Landratsamt, die im Bürgerbüro erhältlich sind. Pernpeintner wollte weiter wissen, ob es zukünftig das Angebot zum Blutspenden noch gebe, da das Netz für Kinder als bisheriger Initiator aufgehört habe. Dazu, so der Bürgermeister, gebe es andere Gruppierungen, die sich darum kümmern.

Hermann Mautner begrüßte den unbedingt notwendigen Breitbandausbau, bezweifelte aber die Zusage der Gemeinde. Zugleich kritisierte Mautner die fehlende Zuverlässigkeit bei der Telekom-Auskunft zu den Breitbandwerten und fragte, ob die Gemeinde helfen könne. Grossmann bestätigte die Probleme des Großkonzerns bei Auskünften, der meist über regionale Inhalte nur unzureichend Bescheid geben könne. Die Gemeinde biete an, über den zuständigen Sachbearbeiter Adrian Bodemer Kontaktdaten zu vermitteln. Die Optimierung durch den Ausbau der Kabelverbindungen sei für 2017 vorgesehen.

Mit zwei Verkehrsproblemen schlossen die Bürger den Reigen der Fragen. Hans Stark kritisierte die Situation bei der Einmündung der R 37 in die R 51. „Die Linksabbieger fahren dir die Schnauze weg“, meinte Stark und regte an, in der R37 eine Markierung zum weiteren Ausholen beim Abbiegen anzubringen. Franz Kalteis beanstandete, dass am Ende des Regensburger Steiges durch eine Tafel die Sicht beim Abbiegen beeinträchtigt werde. Bürgermeister Grossmann versprach, beide Themen mit den zuständigen Stellen zu besprechen.

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