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Brennberg

Breitband: Schon wieder Baustellen in Brennberg

Mit 60 Zuhörern war die Bürgerversammlung im Gasthaus „Zur Burg“ erstaunlich gut besucht.

Schon wieder wurden für Breitbandarbeiten in Brennberg Bürgersteige aufgerissen. Foto lbi
Schon wieder wurden für Breitbandarbeiten in Brennberg Bürgersteige aufgerissen. Foto lbi

Brennberg.Das mag an den Trassen-Plänen zum SüdOstLink liegen. Als Bürgermeisterin Irmgard Sauerer darüber informierte, war es mucksmäuschenstill im Saal, während ansonsten lebhaft diskutiert wurde. Gegner zeigten sich ernsthaft besorgt, während Uli Meyer das Vorhaben, „ein paar Plastikröhrl einzugraben“, weniger dramatisch bewertete.

Vom Modellprojekt „Aktive generationenfreundliche Gemeinde“ erhofft sich Brennberg Unterstützung bei der Seniorenpolitik. Es soll eine „soziale Bewegung“ für eine aktive Rolle älterer Menschen in der Gesellschaft in Gang gesetzt werden. Zwei große Parzellen, die im Johannisfeld als Flächen für Mehrfamilienhäuser ausgewiesen sind, behält sich die Gemeinde deshalb zurück. Man will sich damit die Option auf ein Seniorenwohnkonzept oder sozialen Wohnungsbau offen halten.

Das Dauerthema Breitband beschäftigt die Gemeinde unaufhörlich. Derzeit ist es mitten im Dorf deutlich sichtbar, denn die Telekom verlegt eigenwirtschaftlich Glasfaser bis an die Kabelverzweiger. Den 47 Anschlüssen im Gemeindegebiet, die noch auf schnelles Internet warten, nützt das freilich nichts. Für die erhoffte, aber nicht lukrative Resterschließung liegt derzeit nur ein einziges Angebot vor. Die Verhandlungen dauern an.

Gabi Böhm forderte eine Anleinpflicht für Hunde. Einen langen Fragenkatalog arbeitete Josef Heimerl ab, unter anderem zur Konzessionsabgabe. Warum das Verfahrensgebiet der Dorferneuerung geändert wurde, warum man nicht in der Au nach Wasser bohre und warum die Bevölkerung vor der Bewerbung zur Biodiversitätsgemeinde nicht gefragt worden sei, wollte er wissen. Ein Dankeschön richtete er an die 85 Prozent der Bevölkerung, die nicht für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ unterschrieben haben. „Wir bemühen uns seit Jahren intensiv, die wertvolle Arbeit unserer Landwirte herauszustellen und Wert zu schätzen“, verwehrte sich die Bürgermeisterin gegen Heimerls Vorwurf, sie hätte das Volksbegehren unterstützt und sich damit gegen die Bauern gerichtet.

Für die Staatsstraße zwischen Brennberg und Bruckbach wurde ein Tempolimit von 70 km/h gefordert. Bernd Fuchs wünscht sich einen Vereinsstadl nach Frauenzeller Vorbild. Geklagt wurde über die Lastwagen-Umleitung durch Brennberg bei Unfällen auf der A3 und über die Parksituation beim Kindergarten. Markus Hornauer bezeichnete das Vorhaben, die Straßenböschungen nur noch einmal pro Jahr zu mähen, als Witz.

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