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Gesellschaftsspiel

Brennberger Karteln für den guten Zweck

Zum vierten Mal veranstalten die Watterfreunde heuer ein Preiswatten. Den Erlös werden sie spenden – so wie immer.
von Resi Beiderbeck

Die Watterfreunde in Aktion (von links): Thomas Stangl, Birgit, Jessica und Tobias Zimmerer, Claudia Hornauer, Fritz Hintermeier Foto: Beiderbeck
Die Watterfreunde in Aktion (von links): Thomas Stangl, Birgit, Jessica und Tobias Zimmerer, Claudia Hornauer, Fritz Hintermeier Foto: Beiderbeck

Brennberg.Schafkopfen? Wollen sie nicht. Romme? Ausgeschlossen. Skat? Kommt überhaupt nicht in Frage. Alles, was die „Watterfreunde“ im Sinn haben, dreht sich um „Spitz“, „Belle“ und „Max“, denn diese drei Karten spielen Hauptrollen bei ihrem liebsten Hobby, dem „Watten“. Dem Eichel-Siebener, dem Schelln-Siebener und dem Herz-König, der alles sticht und von keiner anderen Karte gestochen werden kann, gilt deshalb auch stets besondere Aufmerksamkeit.

Claudia Hornauer (31), gelernte Friseurmeisterin und Bürokauffrau, ist seit einiger Zeit in Regenstauf zuhause. Die amtierende Brennberger Schützenmeisterin hat bei den Watterfreunden so etwas ähnliches wie die Position einer Vorsitzenden inne. „Ein richtiger Verein sind wir nämlich gar nicht, eher so was wie eine Hobbygruppe“, erklärt Fritz Hintermeier. Der 39-Jährige aus Schwaig bei Brennberg zählt ebenfalls zur Leitung der Freizeit-Kartenspieler.

22 Turniere im Jahr besucht

Zusammen mit Gleichgesinnten besuchen die beiden seit Jahren Watt-Turniere in nah und fern. Ob in Sengkofen oder Wiesenfelden, Sarching, Probstberg, Geisling, Riekofen, Höhenberg oder Schierling – die Brennberger sind am Start. „Es gab Jahre, in denen waren wir bei 22 Turnieren“, erinnert sich Claudia Hornauer. Die Teilnahme am traditionellen Brennberger Gründonnerstags-Turnier im Gasthaus Wagner ist Ehrensache, ebenso der Besuch in Frauenzell beim Turnier des FC-Bayern-Fanclubs, das heuer am 15. November stattfindet.

Leidenschaftliche Kartler wie Thomas Stangl trifft man immer wieder bei Veranstaltungen.

Das Preiswatten

  • Organisation:

    Selber mitspielen können die „Watterfreunde“ nicht, denn sie müssen sich um die Organisation kümmern. Aber sie stellen zwei Ersatzspieler.

Man kennt sich untereinander und so wurden die Brennberger schon bald gefragt: „Und, wann ist euer Turnier?“ Auf die Idee, selber so etwas auszurichten, waren sie zuvor gar nicht gekommen. Aber bald schon nahm das Vorhaben Gestalt an. Die Resonanz war sehr gut und die Stimmung bestens. Aus der Differenz zwischen eingenommenen Startgebühren und eingekauften Preisen blieb ein hübscher Gewinn übrig. Über dessen Verwendung war man sich schnell einig. „Das Geld spenden wir“, hatte man vereinbart. Gemeinsam Gaudi haben beim Watten und den Gewinn jeweils einer sinnvollen Verwendung zuführen – das ist der gemeinsame Nenner.

Es gibt keine Vereinskasse

„Wir wollen kein Geld verdienen und keine Vereinskasse füllen – schließlich haben wir gar keine“, sagt Birgit Zimmerer. Die leidenschaftliche Kartlerin hat auch ihre Kinder mit ihrem liebsten Hobby angesteckt. Tobias (20) und Jessica (16) sind in der „Szene“ schon bekannt. Und sie sind nicht die einzigen in ihrer Altersklasse. Gerade die jungen Leute entdecken das Kartenspiel gerade neu als wunderbare Freizeitbeschäftigung.

Der Zulauf ist enorm und erreichte beim letzten Preiswatten seine natürliche Grenze. „Gespielt haben 168 Leute an 42 Tischen – mehr passen in das Gasthaus Zur Burg nicht hinein“, erzählt Fritz Hintermeier. Auch der Erlös des Turniers am 18. Oktober wird wieder gespendet.

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