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Bruckbacher Feuerwehr braucht Fahrzeug

Der Bruckbacher Einsatzwagen ist bald 40 Jahre alt. Die Floriansjünger haben nun ein günstiges Angebot aufgetan.
Von Resi Beiderbeck

Das aktuelle Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Bruckbach hat 1000 Meter Schlauch dabei, ist aber schon 37 Jahre alt.  Foto: Beiderbeck
Das aktuelle Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Bruckbach hat 1000 Meter Schlauch dabei, ist aber schon 37 Jahre alt. Foto: Beiderbeck Foto: Beiderbeck/Beiderbeck

Brennberg.Zur Gemeinderatssitzung waren am Donnerstag die Führungskräfte der Feuerwehr Bruckbach eingeladen. Kommandanten, Vorsitzende und Maschinisten nahmen als Zuhörer Platz. In ihrem Auftrag nutzte Reinhold Markl gerne die Chance, dem Gemeinderat das Anliegen der Kameraden nahezubringen. Seine perfekt ausgearbeitete Präsentation zeigte detailliert, warum die Wehr ein Fahrzeug braucht und wie dieses beschaffen sein sollte. Das derzeit eingesetzte, mittlerweile 37 Jahre alte LF 8 hat nur noch bis 2022 TÜV. Es wurde 2011 in Eigenleistung zum Schlauchwagen umgebaut, bietet Platz für eine Löschgruppe und führt zusätzlich zur normalen Ausrüstung 1000 Meter gekuppelten Schlauch mit sich. Stromerzeuger, Tauchpumpe, Motorsäge und Verkehrssicherungssatz leisteten bei 25 Einsätzen in den vergangenen zwei Jahren gute Dienste. Häufig muss die Bruckbacher Wehr zu Schneebrüchen oder Sturmschäden ausrücken. Die Floriansjünger sind aber auch für größere Brände gut gerüstet, wie sie kürzlich bei einer Waldbrandübung bewiesen haben. Dass die Wehr mit ihrer besonderen Ausstattung eine große Schlauchstrecke in kürzester Zeit bereitstellen kann, werten die Kollegen der Nachbarwehren als großen Pluspunkt, auf den man auch zukünftig nicht verzichten will.

Nachfolger für 84000 Euro

Als Ideallösung ist ein mobiler Schlauchanhänger im Gespräch. Die Bruckbacher haben in den letzten Wochen intensive Recherchen betrieben und in Thüringen einen Anbieter gefunden, der gebrauchte Feuerwehrfahrzeuge komplett überholt, auf Vordermann bringt und wunschgemäß ausstattet – unter Einbeziehung vorhandener Ausrüstungsteile. Man liebäugelt nun mit einem LF 8/6, Baujahr 1996, das erst 13700 Kilometer auf dem Tacho hat. Schnellangriff, Standardausrüstung und Tank wären darin vorgesehen, außerdem eine neue Bereifung und ein Update der Funktechnik. Dafür wären Investitionskosten von insgesamt 84000 Euro notwendig. „Aber dann hätten wir mindestens 15 Jahre lang Ruhe“, so Reinhold Markl.

Beschlüsse

  • Zugestimmt:

    Mit 400 Euro pro Jahr unterstützt die Gemeinde Brennberg den Betrieb des Schlachthauses in der Nachbargemeinde Rettenbach.

  • Abgelehnt:

    Kritisch sah der Gemeinderat die Voranfrage zum Bau eines Einfamilienhauses in Frauenzell zwischen dem Ortsteil Fischbehälter und der Kreisstraße. Wegen fehlender Anbindung an die bestehende Bebauung wurde das Vorhaben abgelehnt.

Das Fahrzeug würde im Herbst hergerichtet und wäre dann im Frühjahr 2021 zur Auslieferung bereit. „Die großen Waldgebiete, die berüchtigte Bibersbacher Kreuzung und eine Firma mit über 100 Mitarbeitern im Einzugsbereich der Wehr machen eine adäquate Ausstattung absolut notwendig“, sagte Bürgermeisterin Irmgard Sauerer. Schon länger sind sich Gemeinde und Feuerwehr darüber im Klaren, dass für Bruckbach ein Feuerwehrauto beschafft werden muss. Vorgespräche wurden geführt. Alle Kommandanten der vier Gemeindewehren tauschten sich darüber aus, was für die Gesamtsituation sinnvoll und notwendig ist.

Noch keine Bestellung möglich

Das Problem: Das Geld für ein Ersatzfahrzeug ist nicht im aktuellen Haushalt eingeplant, sondern erst für 2021 vorgesehen. Zwar geht man davon aus, dass die Gemeinde heuer coronabedingt einen Nachtragshaushalt braucht. Der wird jedoch nicht vor September aufgestellt, und ob der Händler so lange auf eine Reservierungszusage warten möchte, muss sich erst zeigen. „Wir bleiben in engem Kontakt“ sind sich die Feuerwehrler mit der Gemeinde einig.

Einverstanden war das Gremium mit dem von Albert Inhofer geplanten Neubau eines landwirtschaftlichen Schuppens nach Abbruch einer Scheune in Stadl. Eigentlich hätte noch die von Petra Wolf beantragte Nutzungsänderung einer Garage in der Mariastiftstraße 4 behandelt werden sollen. Jedoch fehlten hier noch wichtige Unterlagen. Der Antrag wurde deshalbvertagt.

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