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Nahverkehr

Bürger fühlen sich abgehängt

Die Hohengebrachinger übten heftige Kritik an der ÖPNV-Anbindung. Die Busse steuern ihren Ort viel zu selten an.
von Josef Eder

Die Buslinie 16 fährt viel zu selten, sagen Bürger. Foto: Josef Eder
Die Buslinie 16 fährt viel zu selten, sagen Bürger. Foto: Josef Eder

Pentling.Nur 22 Interessierte kamen zur Bürgerversammlung für die Ortsteile Nieder- und Hohengebraching sowie für Neudorf in die Gaststätte Schweinswirt. Bürgermeisterin Barbara Wilhelm gab einen 45-minütigen Rechenschaftsbericht. Der Evergreen jeder Hohengebrachinger Bürgerversammlung, die ÖPNV-Anbindung, wurde lange diskutiert. In den Augen der Bürger sind die Orte zu schwach angeschlossen. Ab 20 Uhr fahren zu wenig Busse. Ein großartige Verbesserung sei nicht erkennbar, lauten die Kritikpunkte.

Bürgermeisterin Barbara Wilhelm sagte: „Mir ist bewusst, dass der Hauptort Pentling mit den Linien 7, 16, 19 und der Nachtbuslinie ausgezeichnet angebunden sei. Andere Ortsteile weniger, andere gar nicht“. Die Kundenfrequenz sei natürlich ein Argument für die Gesellschaft für Nahverkehr (GfN). Sie sei in ständigem Kontakt mit Geschäftsführer Josef Weigl.

Weiter bemängelte eine Frau, dass Radwege fehlten. Bei den beiden Kreiseln an der R4 fehlen nach ihrer Ansicht Radüberwege und die Situation sei unübersichtlich. „Die Kreisverkehre sind vorschriftsgemäß angelegt. Die Erhöhung in der Mitte dient der Verkehrssicherheit. Weiter sind es Kreisstraßen und somit nicht in der Zuständigkeit der Gemeinde“, verdeutlichte die Bürgermeisterin.

Eine weitere Bürgerin meinte: „Wenn der Bus aus Regensburg kommend, Hohen- und Niedergebraching anfährt und nach der Überbrückung bei Großberg die Schleife wieder hoch zur Heinrichstraße nähme, um dann auf der normalen Route weiter zu fahren, wäre geholfen“. Wilhelm meinte, die längeren Fahrzeiten sowie die Taktung seien das eine Problem, das Andere sei, dass die Landkreise Regensburg und Kelheim mitsprächen. Für die Kelheimer sei es auch das Hauptproblem, dass ihre Orte angeschlossen sind. In Spitzenzeiten ab Graßlfing bzw. in der Gegenrichtung ab Großberg teilt sich halbstündlich die Route.

Auf Widerstand stieß der Vorschlag der Rathauschefin, dass der Nachtbus bis zum Haltepunkt Fischersäge/Gewerbegebiet Am Ammerholz fährt. „Hier müssen die heranwachsenden Nachtschwärmer ca. einen Kilometer entlang der R4 durch bewaldetes Gebiet gehen, erwiderte eine Mutter. „Ein zumutbarer Weg und meist sind sie in der Gruppe unterwegs“, so das Gemeindeoberhaupt. Ein weiterer Vorschlag lautete, wenn die Firma Watzinger, sie bedient meist die Linie 16, Aus- oder Einrückfahrten nach Bad Abbach hat, könne sie Hohengebraching und Seedorf bedienen. Wilhelm will nachfragen. Trotz Verbots benutzen täglich viele Lkw den Parkplatz entlang der R4 beim Waldspielplatz. Die Fahrer verrichten ihre Notdurft im angrenzenden Wald.

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