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Politik

Bürgermeister-Duell geht in zweite Runde

2014 wählten die Altenthanner Harald Herrmann zum Bürgermeister. Sein damaliger Herausforderer Eder tritt 2020 erneut an.
Von Peter Luft

Zufriedene Gesichter bei der CSU: Bürgermeisterkandidat Ludwig Eder (2. v. li.), rechts daneben der Altenthanner Ortsvorsitzende Tobias Fuchs, Kreisvorsitzender Peter Aumer (li.) und Landratskandidat Rainer Mißlbeck aus Wenzenbach Foto: Peter Luft
Zufriedene Gesichter bei der CSU: Bürgermeisterkandidat Ludwig Eder (2. v. li.), rechts daneben der Altenthanner Ortsvorsitzende Tobias Fuchs, Kreisvorsitzender Peter Aumer (li.) und Landratskandidat Rainer Mißlbeck aus Wenzenbach Foto: Peter Luft

Altenthann.Jetzt ist endlich raus, was lange geheim gehalten wurde: CSU-Gemeinderat Ludwig Eder vom Weinberg 6 strebt zur Kommunalwahl 2020 erneut das Amt des Gemeindeoberhauptes an. Er war bereits von 2008 bis 2014 erster Bürgermeister der 1550 Einwohner zählenden Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Donaustauf. Damit kommt es also nach sechs Jahren zu einem erneuten Duell mit dem derzeitigen Amtsinhaber Harald Herrmann von den Freien Wählern. Damals fehlten dem CSU-Mann elf Stimmen.

Mit einem großen Vertrauensvotum wurde der 66-jährige Ludwig Eder von den CSU-Mitgliedern bei der Nominierungsversammlung in der DJK Sportgaststätte am Donnerstag auf Vorschlag des CSU-Ortsvorsitzenden Tobias Fuchs nominiert. Fuchs selbst kandidiert für den Kreistag auf Listenplatz 54 von 70. Gleichzeitig wurde bei dieser Vollversammlung die Liste für die zwölf Kandidaten zur Wahl des Gemeinderates aufgestellt und abgesegnet.

Eder war von 2008 bis 2014 Bürgermeister

Nicht mehr dabei sind Karl Fuchs aus Lichtenwald und Karl Meindl aus Pfaffenfang. „Ihr seid jetzt bestimmt alle neugierig und gespannt, was wir uns von der Vorstandschaft zur Kommunalwahl überlegt haben. Wir haben wieder einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl. Seit längerer Zeit haben wir den Mund gehalten. Heute verkünden wir das Geheimnis offiziell. Wir von der Vorstandschaft schlagen als Kandidat für das Bürgermeisteramt Gemeinderat Ludwig Eder vor“, sagte Tobias Fuchs. „Eder war von 2008 bis 2014 eine Periode schon erster Bürgermeister und sitzt seit achtzehn Jahren im Gemeinderat.“ Er sei ein Kandidat mit altbewährter Erfahrung und Kompetenz. „Er bringt vor allem auch als Rentner die nötige Zeit mit für so ein Amt“, fügte Tobias Fuchs hinzu.

„Ja ich stelle mich wieder zur Wahl. Ich kenne mich da aus. Wenn ich Bürgermeister werde, hab ich keine Probleme. Für mich ist es eine Ehre, Kopf des CSU-Wahlvorschlags zu sein“, sagte Ludwig Eder. „Wir haben eine junge Truppe an Kandidaten für den Gemeinderat. Das freut mich. Mein Wunsch und Ziel ist, wieder Bürgermeister von Altenthann zu werden.“ Dieser Aufgabe stelle er sich gern. „Ich glaube, es wird bis zum Wahltag in Altenthann sehr interessant werden“, so Eder weiter. „Wir müssen was tun für Senioren, Jugend und Vereine begleiten, um Soziales und Umwelt kümmern“, stellte der Kandidat seine Ideenliste vor.

Die CSU-Kandidaten

  • Die Namen:

    Ludwig Eder, Tobias Fuchs, Thomas Albrecht (Berghof), Andreas Ströbl, Andreas Seidl, Siegmund Fenn, (Heuweg), Robert Spitzer, Wolfgang Eder, Maria Geisler, (Göppenbach), Christian Schreiner, Johannes Vogl, (Pfaffenfang), Robert Zizler. Ersatzkandidat ist Bernhard Vilsmeier (Pfaffenfang).

  • Kommunalwahl

    : Sie findet am 15. März 2020 in Bayern statt.

Von 28 Wahlberechtigten stimmten 27 für Eder. „Ich sehe bei einem Wechsel für die CSU in Altenthann und Donaustauf eine gute Zusammenarbeit in der VG. Nur ein Miteinander macht uns stark und bringt uns leichter ans Ziel. Wir brauchen keine Märchenschlösser. Die CSU ist toll. Er schaut nicht schlecht aus“, sagte der Donaustaufer CSU Bürgermeisterkandidat Christian Blüml. Er geht in Altenthann als Revierinhaber auf die Pirsch. „Die Struktur in der CSU ist ein hohes Gut, das wir haben. In den letzten Jahren ist im Landkreis einiges verpennt worden.“ Es müsse ein Zusammenwirken auf den politischen Ebenen geben. „Politik ist kein Selbstläufer. Sie muss sich mit Problemen beschäftigen und den Bezug zu den Leuten nicht vergessen“, betonte CSU Landratskandidat Rainer Mißlbeck. „Wichtige Fragen im Landkreis werden einfach ausgeklammert. Hier müssen Lösungen auf den Tisch.“ Politik müsse Inhalte liefern.

CSUler schimpften über Bundespolitik

„Ludwig Eder ist ein Mann, der etwas durchsetzen will. Seine Hartnäckigkeit haben wir Mandatsträger der Region schon erleben dürfen“, sagte CSU-Kreisvorsitzender MdB Peter Aumer. Die Nominierungsversammlung entpuppte sich dann zu vorgerückter Stunde als Versammlung der klaren Worte. CSU-Mitglieder kritisierten und schimpften über die Bundespolitik. MdB Peter Aumer wusste sich aber tapfer zu verteidigen und mahnte überzeugend an, man müsse schon genau hinschauen, was die CSU wolle. „Wir sind keine Sperrer.“

Dann stellten sich die zwölf Kandidaten für den Gemeinderat noch einzeln vor.

Alles zur Kommunalwahl im Landkreis Regensburg lesen Sie hier.

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