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Treffen

Bürgermeister lud zu Fragerunden

Die Bürgerversammlungen in Laub, Regendorf und Zeitlarn sind vorüber. Was bleibt: Eine positive Bilanz und Hausaufgaben.
Von Ralf Strasser

Die Ortsdurchfahrt würde durch eine Osttangentenanbindung zwar entlastet, aber in Summe wird eine Verkehrszunahme prognostiziert. Foto: Ralf Strasser
Die Ortsdurchfahrt würde durch eine Osttangentenanbindung zwar entlastet, aber in Summe wird eine Verkehrszunahme prognostiziert. Foto: Ralf Strasser

Zeitlarn.Zahlen, Daten, Fakten. Bürgermeister Franz Kröninger war wieder auf Infotour in Laub, Regendorf und Zeitlarn. Eine Runde mit „Jetzt-red-I“-Charakter, denn der Bürger hatte das Wort und der Bürgermeister stellte sich mit Antworten. Als Basis dafür der Status quo. Die Botschaft: Uns geht es gut. 16 Millionen im aktuellen Haushalt, die Gemeinde ist schuldenfrei, zwölf Millionen Euro stehen in den Rücklagen, Zeitlarn hat mit die niedrigsten Hebesätze im Landkreis. Dennoch: Man hat viel vor – Gewerbegebiet, Mitterfeld III oder die Gestaltung der Ortsmitte.

Laufende Projekte, wie Feuerwehrhausneubau oder Kinderkrippe, kosten Geld und der Hochwasserschutz in Zeitlarn sowie in Regendorf steht in den Startlöchern. Da bleibt keine freie Finanzspanne, erklärte Kröninger in den voll besetzten Sälen der Bürgerversammlungen. Trotz Rücklagen stehe der sparsame Umgang mit den Steuergeldern im Fokus. Gehörte in Regendorf die Nutzung des Schlosses zum Gesprächsbereich, so thematisierte man in Laub wie auch in Zeitlarn den Hochwasserschutz.

Hürden auf dem Weg

Der bleibe, wie auch bei anderen Projekten, zuweilen im Behördendickicht stecken, so Kröninger. Was tut die Gemeinde? „Wir haken nach, mit Gesprächsrunden, schriftlich, mit Flächen, die wir schon im Vorgriff gesichert haben und mit Geld, das wir in den Haushalt stellen.“

Großes Diskussionsthema war die Verkehrssituation. Gibt es schon ein Ergebnis aus dem Verkehrsgutachten, dass die Umgehung von Zeitlarn und Anbindung an die Osttangente untersuchen sollte? Gibt es: „Es wurde alles auf den Prüfstand gestellt, auch Varianten, die wehtun“, erklärte Kröninger. Zielführend sei allein die Trasse von der neuen Unterführung westlich entlang des Bahngleises in Richtung Pilsenallee. Doch auch die scheint auf Ablehnung zu stoßen. Zwar werde der Verkehr dadurch in der Ortsmitte abnehmen, aber in Summe zunehmen, vor allem im Bereich des neuen Wohngebietes Mitterfeld III.

Weitere Anliegen

  • Ödenthal:

    Für den Ortsteil wäre eine Umfahrung dringend notwendig, so der Einwand von Gemeinderat Josef Weinmann, über Trassenführungen könne man noch reden.

  • Frischluft:

    Durch eine Trassenführung entlang des Wohngebietes Mitterfeld ist die Frischluftschneise in Gefahr, so der Bürgereinwand.

  • Expertenmeinung:

    Eine Entlastung werde es nur durch die Sallener Regenbrücke und dem Ausbau des Lappersdorfer Kreisels geben.

„Die Pilsenallee ist jetzt schon überlastet und da will man noch mehr Verkehr zuführen“, gab Altbürgermeister Fritz Meng zu Bedenken. Im Paket der Sorgenfalten sind auch die Kosten. „Bund und Land sehen keine Notwendigkeit einer Umfahrung von Zeitlarn, demnach würden die Kosten zum großen Teil an der Gemeinde hängen bleiben“, informierte Gemeinderat Hans Kröninger. Wäre die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs eine Lösung? „Das ist sicher eine Option, ist aber ein schwieriger und langwieriger Prozess.“ Dazu greift die Frage nach der Elektrifizierung der Bahn. Wird es einen Haltepunkt Zeitlarn geben? Das werde untersucht, Ergebnis offen.

Viele Detailfragen

Was brennt den Zeitlarnen noch unter den Nägeln? Nachgefragt wurde ein besserer Standort des Postcontainers („Option: Neben dem neuen Feuerwehrhaus“), die Situation auf dem Zeitlberg („Wir bleiben im Gespräch“) und die Gestaltung der Ortsmitte. Kritik gab es an der Ampellösung bei der neuen Bahnunterführung, den Genehmigungsvorgängen des Landratsamtes und an den Kosten des Kreisverkehrs in Regendorf, die deutlich über den Planungen liegen. „Das ist in den neuen Deponiekosten für das Aushubmaterial begründet“, so Kröninger, „außerdem mussten umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen etwa für Retentionsflächen durchgeführt werden.“

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