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Gaudiwurm

Bunte Weltreise trotz Schnee

Einmal um die ganze Welt fuhr die FG Lari-Fari Diesenbach in dieser Saison. Beim Faschingszug reisten 8000 Besucher mit.
Von Sabine Norgall, MZ

Wenn die Aktiven von der FG Lari-Fari Diesenbach zum Faschingszug einladen feiern viele Faschingsbegeisterte der Region gerne mit. Fotos: Norgall
Wenn die Aktiven von der FG Lari-Fari Diesenbach zum Faschingszug einladen feiern viele Faschingsbegeisterte der Region gerne mit. Fotos: Norgall

Diesenbach.Bei schönem Wetter können es alle. Was ein überzeugter Faschingsnarr ist, den konnte jedoch auch das schlechte Wetter an diesem Faschingssonntag nicht aufhalten. Über 700 Mitwirkende machten den 30. Diesenbacher Faschingszug zu einem bunten, fröhlichen Ereignis, und mit viel Gesang und flotten Tänzen wurde es den Akteuren trotz teilweise dichtem Schneefall warm. Am Straßenrand feierten rund 8000 Besucher, etwas weniger als im vergangenen Jahr, mit. Viele Kinder steckten in warmen, bunten Kunstfell-Tierkostümen, und so erweckte das Publikum an manchen Stellen den Eindruck eines ausgelassen feiernden Zoos.

Warm up auf der Bühne

 Die Mitglieder des Burschenvereins Diesenbach sorgten für einen besonderen Überraschungseffekt. Ihr besonders aufwendiger Wagen, der den Zustand am Berliner Flughafen auf die Schippe nahm, erhielt von der Jury den ersten Preis.
Die Mitglieder des Burschenvereins Diesenbach sorgten für einen besonderen Überraschungseffekt. Ihr besonders aufwendiger Wagen, der den Zustand am Berliner Flughafen auf die Schippe nahm, erhielt von der Jury den ersten Preis.

Schon ab 13 Uhr schallte laute Musik durch Diesenbachs Straßen. Heuer hatte die Faschingsgesellschaft Lari-Fari die Bühne erstmals auf dem Parkplatz vor der Turnhalle aufgebaut. Dort sorgten Garden und die Prinzenpaare für Stimmung. Auf besonders anspruchsvolle Figuren verzichteten die Tänzer vorsichtshalber, denn auf den Brettern wurde es von Minute zu Minute rutschiger.

Die Diesenbacher Narren feierten mit ihrer guten Laune den grauen Himmel einfach weg. Video: Sabine Norgall/Schnitt: Simone Grebler

Unter lautem Sirenengeheul setzte sich pünktlich um 14 Uhr der Faschingszug in Bewegung. Viele Mitwirkenden hatten sich an das Motto von Lari-Fari Diesenbach angepasst, zeigten einen bunten Querschnitt aus einer Weltreise und hatten sich dazu in farbenprächtige Kostüme geworfen. Dabei gab es heuer weniger Mottowagen als sonst. Bei den strengen Sicherheitsauflagen, laut denen pro Achse eines Festwagens zwei Begleiter das Fahrzeug begleiten müssen, gingen manchem Verein einfach die Aktiven aus, sagt Lari-Fari-Präsident Jörg Gabes. Für den Heimhofer Stammtisch, der die Live Band Power auf seinem Wagen hatte, fanden sich im letzten Moment die notwendigen Begleiter, sonst hätte der Wagen stehenbleiben müssen.

Bunter Faschingszug in Diesenbach

Dafür gab es an diesem Faschingssonntag besonders viele und originelle Fußgruppen. Die Schwammerl der Schützengesellschaft Almenrausch wurden viel beklatscht und auch die eine oder andere Vogelscheuche des Dramatischen Clubs wurde (fast) nicht erkannt. Die Aktiven des SV Diesenbach verzauberten mit der Pracht des Orients, verrückte Hühner warfen statt Konfetti mit weißen Federn und die Lidl-Damen waren als fleißige Bienchen dabei.

Pro Achse eines Wagens im Zug müssen zwei Aufpasser im Zug mitgehen, damit nichts passiert. Wegen dieser Auflagen verzichten immer mehr Vereine auf einen eigenen Wagen und marschieren als Fußgruppe mit.
Pro Achse eines Wagens im Zug müssen zwei Aufpasser im Zug mitgehen, damit nichts passiert. Wegen dieser Auflagen verzichten immer mehr Vereine auf einen eigenen Wagen und marschieren als Fußgruppe mit.

Auf den Wägen im Zug wurde ausgelassen gefeiert. Allen voran natürlich der Präsidiumswagen, auf dem erstmals alle drei Regenstaufer Bürgermeister gemeinsam mitfuhren. Bürgermeister Siegfried Böhringer und der zweite Bürgermeister Hans Dechant hatten eine Kapitäns-Uniform gewählt. Den 3. Bürgermeister Josef Schindler sah Präsident Jörg Gabes mit dessen Sombrero und bunter Decke eher als „Revoluzzer“. Bürgermeister Sebastian Koch als Wenzenbach entschied sich für ein „passendes“ Kostüm und marschierte, aufgeblasen mit Luft, als stattlicher Koch im Zug mit.

In der ganzen Region schlängelten sich am Wochenende bunte Faschingszüge.

Auf dem Wagen der Prinzenpaare genossen Prinzessin Melina und Prinz Matthias nochmals diesen ganz besonderen Faschingshöhepunkt. Auch das Kinderprinzenpaar Alina und Julian verteilten großzügig Süßigkeiten unter den närrischen Untertanen am Wegesrand.

Viel Fantasie und Arbeit

Besonders die jüngsten Besucher des Faschingszuges machten reiche Beute. Über eine Tonne Süßigkeiten stellte die Faschingsgesellschaft Lari-Fari Diesenbach bereit. Kaum hatten die Akteure sie geworfen, hatten die Kinder sie auch schon aufgesammelt.
Besonders die jüngsten Besucher des Faschingszuges machten reiche Beute. Über eine Tonne Süßigkeiten stellte die Faschingsgesellschaft Lari-Fari Diesenbach bereit. Kaum hatten die Akteure sie geworfen, hatten die Kinder sie auch schon aufgesammelt.

Die Feuerwehr Holzheim brachte ausgelassen feiernd den Wilden Westen mit nach Diesenbach. Der SC Grünthal setzte sich humorvoll mit dem Dieselskandal auseinander und die dichten Rauchwolken der Feinstaubsauganlage, die er dabei hatte, waren schon lange vor dem eigentlichen Wagen zu sehen. Den sprichwörtlichen Vogel schossen in diesem Jahr die Mitglieder des Burschenvereins Diesenbach ab. Sie hatten in ihren Motivwagen, der die Pannen des Berliner Flughafen aufs Korn nahm, viel Fantasie und Arbeit gesteckt. Auf dem hohen Wagenaufbau arbeiteten sie noch mit einer Hebeanlage, die ein Flugzeug kreisen ließ, aus dem die Passagiere aber noch mit dem Fallschirm abspringen mussten. Für so viel Einsatz bekamen sie hochverdient den Pokal für den besten Wagen.

 Insgesamt 44 Gruppen mit über 700 Teilnehmern zogen am Sonntagnachmittag durch Diesenbach. Als beste Fußgruppe wurden die Schwammerl von der Schützengesellschaft Almenrausch Diesenbach bewertet.
Insgesamt 44 Gruppen mit über 700 Teilnehmern zogen am Sonntagnachmittag durch Diesenbach. Als beste Fußgruppe wurden die Schwammerl von der Schützengesellschaft Almenrausch Diesenbach bewertet.

Obwohl es immer nasser wurde, warteten die Zuschauer geduldig und bestaunten die Gruppen auch bei ihrer Rückkehr in die Sandstraße. In der Sportgaststätte und im Schützenheim der Almenrausch-Schützen wurde anschließend fröhlich weitergefeiert.

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