MyMz
Anzeige

Bundeswehr

CSU besichtigte Bunker aus Kaltem Krieg

„Grundnetz-, Schalt- und Vermittlungsstelle der Bundeswehr“ sollte einem Atomangriff standhalten. Sie wurde 1990 geschlossen.

Herbert Tischhöfer (hinten, rechts) begrüßte die Teilnehmer an der Führung.  Foto: Sabine Tischhöfer
Herbert Tischhöfer (hinten, rechts) begrüßte die Teilnehmer an der Führung. Foto: Sabine Tischhöfer

Hemau.Ursprünglich war der Ausflug des CSU-Ortsverbands nach Rieb als Radltour geplant. Doch das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung. Dennoch fanden sich viele Interessenten auf dem Gelände der Firma Holzbau Semmler in Rieb ein, wo Ortsvorsitzender Herbert Tischhöfer sich erfreut über den Zuspruch zeigte. Thomas Semmler leitete die Führung durch das Relikt des Kalten Kriegs. Das Gelände hatte die Firma 1999 vom Bund erworben. Die „Grundnetz-, Schalt- und Vermittlungsstelle der Bundeswehr“ (GSVBw) war Prototyp für 64 geplante Bunkeranlagen im Bundesgebiet, von denen lediglich die Hälfte auch gebaut wurde.

Sowohl in Friedens- wie auch Kriegszeiten galten diese GSVBws als immens wichtige Kommunikationszentralen. In der Hemauer Einrichtung arbeiteten rund 30 Bundeswehr- und Zivilangestellte. 1990 wurde sie nach dem Zerfall des „Warschauer Pakts“ geschlossen . Die Anlage verfügte über autarke Strom- und Wasserversorgung, eine Dekontaminationsschleuse, eine künstliche Belüftung und einen Verpflegungsvorrat, der 67 Personen für 27 Tage das Überleben gesichert hätte. Die drei Meter dicken Wände sollten einem Atomschlag standhalten. Eine besondere friedliche Nutzung erfuhr die Bunkeranlage im Jahre 2006 durch eine vielbeachtete Kunstausstellung mit internationaler Beteiligung. Einige Exponate sind immer noch zu sehen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht