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Politik

Das alles plant die Stadt Neutraubling

Bei der Neutraublinger Bürgerversammlung stand der Rathauschef Rede und Antwort. Kritik gab es nur wenig.
Von Petra Schmid

Der Bauantrag für das neue Hallenbad ist bereits gestellt. Foto: Schmid
Der Bauantrag für das neue Hallenbad ist bereits gestellt. Foto: Schmid

Neutraubling.Der Bauantrag für das neue Hallenbad ist bereits gestellt: Bei der Bürgerversammlung in der Stadthalle Neutraubling freute sich Bürgermeister Heinz Kiechle so viele interessierte Bürger begrüßen zu dürfen. Er stellte zunächst den Finanzbericht vor und beschäftige sich im Anschluss mit den Projekten, welche die Stadt in der nächsten Zeit umsetzen möchte. Als größten Posten führte hier der geplante Neubau des Hallenbads die Liste an, mit rund 21 Millionen Euro. Die Genehmigungsunterlagen seien vor den Sommerferien eingereicht worden, und der Baubeginn sei im Frühjahr nächsten Jahres, kündigte Kiechle an. Baubegleitende Maßnahmen würden derzeit schon durchgeführt, sagte der Bürgermeister. Das Defizit bezifferte er mit rund 700 000 Euro. Auf die Nachfrage eines Bürgers, warum die Kosten für das neue Bad von 12 auf 21 Millionen Euro gestiegen seien und wie hoch wohl das Defizit voraussichtlich ausfallen werde, antwortete der Rathauschef, dass man den Fehlbetrag noch nicht abschätzen könne. Man gehe beim Neubau von mehr Besuchern aus, aber dies vorauszuberechnen, gleiche „Kaffeesatz-Leserei“, führte Kiechle an. Die ursprünglichen zwölf Millionen seien für ein Hallenbad geschätzt worden, das dem alten entsprechen würde. Während das neue Bad barrierefrei erreichbar und ausgestattet sei. Zudem habe man die Wasserflächen vergrößert und das eine oder andere Element, wie beispielsweise Massage-Düsen, hinzugefügt

Die sanierte Grundschule ist nahezu fertig



Der Unterricht erfolgt seit September in den neuen Räumen. Auch Hort und Mensa seien bereits in Betrieb. Anpassungen beispielsweise bei der Heizungseinstellung würden derzeit vorgenommen. Auch die Außenanlagen seien nahezu fertiggestellt, fasste der Bürgermeister zusammen.

Defizite im Haushalt

  • Bürgerzentrum:

    Auch hier fallen rund 300 000 Euro jährlich als Defizit an. Die Stadt stelle die Halle für Vereine für eine sehr geringe Gebühr zur Verfügung. Hiervon könnten nicht einmal Strom, Heizung oder Reinigungskosten für die Sanitäranlagen bezahlt werden.

  • Musikschule:

    Für die Einrichtung fallen im Jahr Mehrkosten in Höhe von rund 400 000 Euro an. Schüler kommen auch aus dem Landkreis.

Die Stadt investiert viel in die Kinderbetreuung


Rund 2,4 Millionen Euro fließen in die Betreuung der Jüngsten und in die der Schulkinder. Die Fehlbeträge für zwei städtische Kindergärten liegen bei 1,5 Millionen Euro, für die zwei Kinderkrippen bei etwa 600 000 Euro und für den Hort bei 300 000 Euro. Für den Jugendtreff sind 430 000 Euro aufzubringen.

Rege Bautätigkeit in den kommenden Jahren


In den kommenden Jahren wird auf dem Gebiet der Stadt Neutraubling viel gebaut. Bürgermeister Heinz Kiechle gab zu den acht Baugebieten, die derzeit in Bearbeitung sind – oder bereits auf den Weg gebracht wurden – Informationen. Der Bebauungsplan „Heising II“ sei im Hochbau bereis abgeschlossen, während „An der Reitbahn“ die entsprechenden Bauanträge fast vollständig eingereicht seien. Der Bebauungsplan „Kastanienallee“ werde voraussichtlich im Dezember rechtskräftig. Das Gebiet Kleinfeld werde teilweise schon bebaut und für Kleinfeld II erwarte man im Frühjahr die Planreife. Auch zu den weiteren Bauplanungen informierte der Rathauschef ausführlich und verwies die Versammlung darauf, dass sein Team jederzeit für Fragen zur Verfügung stehe.

Informationen zum Stand des Ausbaus der Autobahn


Da der sechsspurige Ausbau der Autobahn A 3 auch die Neutraublinger Bürger berührt, gab Bürgermeister Kiechle einen Überblick der laufenden und künftigen Maßnahmen. Der Streckenbau zwischen den Anschlussstelle Regensburg Ost und Neutraubling erfolge zwischen Januar und Dezember nächsten Jahres.

Die Arbeiten für den Lärmschutz in diesem Bereich hätten bereits im September begonnen und sollten bis zum Februar dauern. Der Lärmschutz im Bereich Neutraubling sei zwischen März 2020 und Februar 2021 vorgesehen, zählte er auf. Auch zur Überführung Walhallastraße gab der Bürgermeister Informationen. Eine Bürgerin meinte, der Lärmschutz, der bei der Gärtnersiedlung mit elf Metern Höhe entstehe, gleiche einer Gefängnismauer. Der betonierte Lärmschutz werde zwar mit Holz verkleidet, aber sie wünsche sich, dass auch eine Begrünung erfolgen solle. Kiechle entgegnete, dass dies anzustreben sei, aber er dies zum jetzigen Zeitpunkt nicht zusagen könne.

Neutraubling steigt künftig in die Fernwärme ein

Ein Vertreter des Energie- und Wasserversorgers Rewag stellte das Projekt „Fernwärme“ für Neutraubling vor. Der Anstoß für ein Fernwärmenetz sei aus der Wirtschaft von Krones gekommen. Der Unternehmer habe Gespräche mit seinem Unternehmen in dieser Richtung geführt, dabei sei der Gedanke entstanden, mit einem Wärmenetz auch öffentliche Liegenschaften zu versorgen sowie Bürgern die Möglichkeit zu geben, Anteil zu nehmen, erklärte der Experte. Er zeigte den Streckenverlauf an und stellte einen groben Zeitplan vor. Nachfragen zu Anschluss-Kosten bei bestehenden Gebäuden konnte er noch nicht beantworten.

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