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Freizeit

Das Käfertreffen heizte ein

Über 200 Liebhaber der originellen Gefährte kamen ins Wörther Gschwelltal. Das Miteinander und der Austausch begeisterten.
von Resi Luft

Die Käferfreunde kamen aus mehreren Ländern zum Treffen nach Wörth. Foto: Picasa
Die Käferfreunde kamen aus mehreren Ländern zum Treffen nach Wörth. Foto: Picasa

Wörth.Seit 29 Jahren kommt ein Mal im Jahr eine Käfer-Invasion nach Wörth ins Geschwelltal. Es sind die Käfer mit vier Rädern gemeint, die Volkswagen die zum Kult-Auto geworden sind. Eigentlich ist fast wie ein Familientreffen. Wer einmal beim Wörther Käfer-Treffen dabei war, der kommt gerne wieder. Man freut sich schon, alte Bekannte mit der gleichen Leidenschaft für Autos, für ein bestimmtes Fahrzeug, für den VW Käfer, zu treffen, sich auszutauschen und gemeinsam Zeit zu verbringen.

Für einige ist ihr geliebter VW Käfer zum Liebhaberstück geworden, das am Liebsten immer wieder poliert wird und für andere ist es immer noch als Alltagsauto im Einsatz. Bringt es doch seinen Besitzer täglich zur Arbeit oder zum Einkaufen oder zum mittlerweile legendären Käfer-Treffen nach Wörth, das im nächsten Jahr sein 30. jähriges Bestehen feiern kann. Es waren viele Varianten vertreten, ob in rot, blau, grün, beige oder in tarnfarben, mit Koffer am Heck, Zelt auf dem Dach oder mit Wackeldackel und gehäkelten Klopapier-Rollen-Hut hinter der Heckscheibe.

Käferfreunde hatten Spaß

Ein besonderes Fahrgefühl

Der Betrachter konnte durch die Reihen schlendern. Wer sagt, dass der im Volksmund auch als „Kugelporsche“ bezeichnete VW-Käfer out ist, der hat sich gewaltig getäuscht. Wer einmal einen Käfer gefahren hat, der möchte dieses Auto nicht mehr missen. Es ist ein besonderes Fahrgefühl und am Schönsten ist es, man kann es noch selber richten, daran herumschrauben und es wieder in Gang bringen, sind sich die Liebhaber des Volkswagens, der einst häufig auf den Straßen zu sehen war und mittlerweile zu den begehrtesten Oldtimern zählt, einig.


              
              Joachim Hartmann:  Er hatte neben seinem VW-Käfer gleich noch jede Menge Ersatzteile mit dabei. Für ihn ist es immer wieder schön, sich mit Gleichgesinnten zu unterhalten, die zufällig alle dasselbe Auto fahren. Er hat gleich drei Käfer zuhause.
Joachim Hartmann: Er hatte neben seinem VW-Käfer gleich noch jede Menge Ersatzteile mit dabei. Für ihn ist es immer wieder schön, sich mit Gleichgesinnten zu unterhalten, die zufällig alle dasselbe Auto fahren. Er hat gleich drei Käfer zuhause.

Peter Fischer, erster Vorsitzender der Käferfreunde Bayerwald, die das Käfertreffen ausrichteten, und sein Vize Erwin Dummer bestätigen das. An die gut 200 Käferfreunde sind mit ihren Liebhaberfahrzeugen nach Wörth gekommen. Eigentlich ein internationales Käfertreffen, da einige bis aus der Schweiz, Österreich, Tschechien und Polen anreisten und ein Kanadier war ebenso dabei, wie die beiden Vorsitzenden mit einem gewissen Stolz berichteten.


              
              Antje Köpfer: Sie war mit ihrem Käfer im Marienkäfer-Styl zum ersten Mal in Wörth beim Käfertreffen. „Ich fahre Käfer seitdem ich 18 Jahre alt bin“, sagt sie. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man ans Lenkrad fasst und startet, erzählt sie lachend.
Antje Köpfer: Sie war mit ihrem Käfer im Marienkäfer-Styl zum ersten Mal in Wörth beim Käfertreffen. „Ich fahre Käfer seitdem ich 18 Jahre alt bin“, sagt sie. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man ans Lenkrad fasst und startet, erzählt sie lachend.

Gut ein Drittel der Teilnehmer sind Stammgäste und viele sind seit dem ersten Wörther Käfertreffen mit dabei. Highlight ist immer die Verlosung eines VW Käfers, den die Käferfreunde jedes Jahr extra herrichten. Für die Käferliebhaber heißt Käfer fahren einfach: „Ich kann selber mit Schraubenzieher und Schraubenschlüssel noch was richten – im Gegensatz zu den neuen Autos.“ Sie genießen die familiäre Atmosphäre, die Freundschaften, die sich im Laufe der Jahre entwickelten, die Kameradschaft und natürlich die vielen Fachgespräche, so die Teilnehmer. Dazu gibt es ein buntes Rahmenprogramm.


              
              Werner Planner: Er ist seit 1993 jedes Jahr beim Käfertreffen in Wörth mit dabei und freut sich, alte Kumpels zu treffen und findet die Kameradschaft untereinander toll. Er sei mit Käfer aufgewachsen und blieb seiner Liebe treu, sagt er.
Werner Planner: Er ist seit 1993 jedes Jahr beim Käfertreffen in Wörth mit dabei und freut sich, alte Kumpels zu treffen und findet die Kameradschaft untereinander toll. Er sei mit Käfer aufgewachsen und blieb seiner Liebe treu, sagt er.

Wer einen alten Käfer besitzt oder sich anschafft, der richtet ihn meist selber her und peppt ihn auf oder stylt ihn um, so zum Beispiel zum Marienkäfer, also rot mit schwarzen Punkten. Jeder der Teilnehmer hat seine eigene Geschichte zum seinem Volkswagen und keiner würde ihn jemals wieder hergeben. Auch Antje Köpfer liebt ihren Käfer über alles, hat ihren „Poldi“, so heißt er, selber in liebevoller Kleinarbeit in zweieinhalb Jahren hergerichtet. Er war erst eisblau, und Köpfer lackierte ihn von Hand um in einen Marienkäfer, der dann auch ihr Brautauto war und noch immer gerne gefahren wird, wie sie versicherte.

„Hol bitte mal den Käfer raus“

Insgesamt haben ihr Mann und sie vier Käfer und jeder hat seinen Namen, so kommt es nicht zu Verwechslungen, wenn es heißt, hol bitte mal den Käfer raus, erzählte ihr Mann. Ihr Marienkäfer zaubert jeden, der sie damit fahren sieht, ein Lächeln aufs Gesicht. „Das ist unbeschreiblich“, sagt Antje Köpfer, die ihren Mann mit ihrer Liebe zum Kugelporsche ansteckte. Wer einmal Käfer gefahren ist, der bleibt dem Käfer treu, der unverkennbare Sound des Motors und der Boxermotor sind einmalig und man wird süchtig danach, beschreiben die Liebhaber ihren Faible für das Kultauto.


              
              Marion Frammelsberger:  Sie findet das Käfertreffen sehr gemütlich und den Zusammenhalt super. Sie und ihr Mann sind schon lange dabei und durch die Oma, die einen Käfer fährt, auf die Liebe zum Käferfahren gekommen. Man ist in den Jahren in die Szene rein gewachsen.
Marion Frammelsberger: Sie findet das Käfertreffen sehr gemütlich und den Zusammenhalt super. Sie und ihr Mann sind schon lange dabei und durch die Oma, die einen Käfer fährt, auf die Liebe zum Käferfahren gekommen. Man ist in den Jahren in die Szene rein gewachsen.

Guido und Stephan, von den Käferfreunden Bayerwald, ließen sich wieder was Neues einfallen. Dieses Mal verkauften sie frisch geschmierte Schmalzbrote und schoben mit ihren Servierwagen durch die Reihen. Die Brote fanden bestens Absatz.

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