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Wirtschaft

Das Sudhaus-Hotel ist eröffnet

Die Familie Röhrl hat das ebenso prägende wie marode Gebäude in Eilsbrunn saniert. Dafür gab es von den Gästen viel Lob.
Von Gertrud Pilz

Das Hotel, in das die Familie Röhrl das marode alte Sudhaus in Eilsbrunn verwandelt hat, ist jetzt eröffnet worden. Foto: Pilz
Das Hotel, in das die Familie Röhrl das marode alte Sudhaus in Eilsbrunn verwandelt hat, ist jetzt eröffnet worden. Foto: Pilz

Eilsbrunn.Die Planungen liefen seit dem Jahr 2008 und haben jetzt zu einem erfolgreichen Abschluss geführt. Die Familie Röhrl hat das baufällige alte Sudhaus in ein Hotel verwandelt. Als einen Festtag für Eilsbrunn bezeichnete Sinzings Bürgermeister Patrick Grossmann die offizielle Eröffnung des Hotels in Eilsbrunn. Mit diesem Gebäude habe die Neugestaltung des Ortskerns einen krönenden Abschluss gefunden. Zu dem Projekt zählten die Sanierung des alten Schulhauses, des Pfarrstifthauses und der Freiflächen in der Ortsmitte.

Durch den Umbau des ehemaligen Brauereisudhauses mit Malzdarre entstand ein eine Hotelanlage im historisch angepassten Baustil mit 26 Zimmern und einer „Brauereisuite“. Die Ortsmitte von Eilsbrunn sei dadurch zu einem bayernweit einzigartigen und unverfälschten Gebäudeensemble mit Bilderbuchcharakter geworden, sagte der Bürgermeister.

Eines der Hotelzimmer Foto: Pilz
Eines der Hotelzimmer Foto: Pilz

Landrätin Tanja Schweiger betonte ebenfalls, dass durch den Abschluss der Dorferneuerung der Naherholung Rechnung getragen werde. Die gelungene Sanierung des ehemaligen Brauereigebäudes mache spürbar, dass sowohl die Familie Röhrl als auch die Architekten und am Bau beteiligten Firmen viel „Herzblut“ in das Objekt gesteckt haben. Ein toller Beitrag, so das Lob der Landrätin an den Bauherrn, sei das Bauwerk auch im Hinblick auf die Traditionspflege.

Familienoberhaupt Andreas Röhrl ließ die Planung und Realisierung des Sanierungsprojekts seit 2008 Revue passieren. Ursprünglich sei sogar der Abriss des vielfach als Schandfleck im Dorf bezeichneten maroden Gebäudes Teil der Überlegungen gewesen. Letztendlich, so Röhrl, hätten die Achtung gegenüber der Brauerei und damit der Familientradition, die auf das Jahr 1630 zurückreicht, und auch der Zuspruch seiner Familie und von Dorfbewohnern den Ausschlag für die Gebäudesanierung gegeben. Es sei eine „insgesamt stressige Zeit“ gewesen mit Finanzierungsproblemen und immer neuen „Überraschungen“ während der Sanierungsarbeiten.

Landrätin Schweiger (links) und Bürgermeister Grossmann (rechts) gratulierten der Familie Röhrl zur Eröffnung. Foto. Pilz
Landrätin Schweiger (links) und Bürgermeister Grossmann (rechts) gratulierten der Familie Röhrl zur Eröffnung. Foto. Pilz

In diesem Zusammenhang dankte Röhrl dem Architektenteam Kühnlein und den Baufirmen für die gute und fachmännisch ausgezeichnete Zusammenarbeit. Das Architektenteam habe seine „Traditionsverrückheit“ erkannt und unterstützt und mit ihm gemeinsam die Brauereigeschichte und das alte Brauhandwerk im Gebäude wieder erlebbar gemacht. So ziert den Eingangsbereich altes Brauereiinventar wie ein alter Sudkessel. Utensilien der alten Gebäudeausstattung zieren die Wände der Hotelflure und der Zimmer. Im Gewölberaum im Erdgeschoss wurde der alte Pflasterboden wieder eingebaut. Röhrl betonte, auch die Dorfbevölkerung verdiene Lob. Sie habe das Projekt mit Zuspruch und Kritik begleitet und nicht zuletzt auf der Zielgeraden bei der Fertigstellung und Eröffnung mitgeholfen.

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