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Tradition

Der Bartlmarkt in Aufhausen hat Flair

Der Bartholomämarkt in Aufhausen profitierte am Sonntag vom perfekten Wetter. Siegmar Gabriel sorgte für ein volles Bierzelt.
Von Gabriele Thomann

Traditioneller Marktbummel: großer Andrang bei den Ständen Foto: Thomann
Traditioneller Marktbummel: großer Andrang bei den Ständen Foto: Thomann

Aufhausen.Die Lederhosenparty am Donnerstag vor dem eigentlichen Marktbeginn hat für die Jugend der Umgebung mittlerweile auch schon Tradition. Rund 300 junge Besucher kamen zur Fete. Das Konzept soll für nächstes Jahr aber überdacht werden. Bürgermeister Johann Jurgovsky fehlte am Freitag bei der Eröffnung ein bisschen das Gottvertrauen oder besser gesagt das Vertrauen in das Wetter. Ab Mittag checkte er dieses stündlich. Beim Gottesdienst, schaute es noch einigermaßen gut aus, aber um 18 Uhr beim Standkonzert regnete es leicht, so dass sich die Formationen der Vereine dann lieber gleich ins Festzelt begaben. Die politische Prominenz, die im Wahljahr recht zahlreich erschienen war, harrte noch am „Balkon von Aufhausen“, wie der Kirchplatz auch liebevoll genannt wird, aus, marschierte dann unter den Klängen der Stadtkapelle Geiselhöring aber allein ins Festzelt ein. Die offizielle Markteröffnung durch Bürgermeister Johann Jurgovsky erfolgte dann auch im Zelt. Das Bier floss bereits in Strömen, als der Gemeindechef den obligatorischen Bieranstich um 20 Uhr vornahm. Nach nur drei Schlägen hieß es dann aber endgültig „Ozapft is“.

Politik im Bierzelt

Sigmar Gabriel holte sich die kleine Selina mit aufs Podium Foto: Thomann
Sigmar Gabriel holte sich die kleine Selina mit aufs Podium Foto: Thomann

Am Samstagnachmittag gab es für die Kleinen ein umfangreiches Kinderprogramm mit Hermanns Kasperltheater, bevor sich Jung und Alt aufmachten zum Fest.

Der Sonntag stand – kirchlich gesehen – im Zeichen des Patroziniums des Heiligen St. Bartholomäus, der nicht nur Namensgeber für den Markt, sondern auch der Patron der Pfarrkirche ist. Anschließend folgte die große Politik. Bürgermeister Johann Jurgvovsky übernahm als Hausherr die Begrüßung. War der Markt früher betrieben von den Wirten und Geschäftsleuten, ist es seit 24 Jahren die Gemeinde Aufhausen, die als Festwirt fungiert.

Den Begrüßungsteil der SPD übernahm der Wenzenbacher Bürgermeister Sebastian Koch, der wusste, dass früher an Bartholomä die Auswahl für Gänse und Karpfen für Weihnachten getroffen wurde. Politisch bot er die „rote Wahlmöglichkeit“ an. Zu den weiteren Rednern der SPD am politischen Frühschoppen in Aufhausen gehörten außerdem Uli Grötsch, Margit Wild und Newcomer Matthias Jobst, der quasi ein Heimspiel hatte.

Mehr Bilder vom Bortholomämarkt sehen Sie hier:

Aufhausen feiert Volksfest

Mit kleiner Verspätung traf dann der Hauptredner des Vormittags, Sigmar Gabriel, ein. Er stellte das Regional- und Heimatbewusstsein in den Vordergrund seiner Rede und zollte Respekt vor den ehrenamtlichen Kommunalpolitikern. Soziale, sichere Gemeinden seien die Wurzel für eine gute, gesunde Gesellschaft in den Orten, so der Bundestagsabgeordnete. Spontan holte sich Gabriel dann die zehnjährige Selina aufs Podium und verdeutlichte, dass die Politik von heute auf die Zukunft der nächsten Generation ausgerichtet sein muss. Das heutige Deutschland nannte er das beste Deutschland, das wir je hatten, darauf sollen die Menschen stolz sein.

Das Reden über die Politik soll nicht den Schreihälsen überlassen werden. Es soll nicht zu viel gestritten werden unter den Parteien, vielmehr soll sich auf das Wesentliche konzentriert und Mut gemacht werden im eigenen Land. Das Publikum zollte Siegmar Gabriel viel Applaus. Lange konnte der Politiker allerdings nicht in Aufhausen bleiben. Mit seinen Gastgeschenken, Musik von Haindling und der Bayernkapelle Toni Schmid im Koffer, ging es nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde gleich weiter nach China.

Stände locken zum Bummeln

Gestärkt durch ein leckeres Mittagessen ging es für die meisten Gäste dann erst einmal zum traditionellen Marktbummel. Entlang der Seidenbuschstraße hatten die Fieranten – wenn auch nicht so zahlreich wie in den Vorjahren - ihre Waren aufgebaut. Der Frauenbund backte vor dem Feuerwehrhaus Küchel. Auf der mittlerweile auch schon fest etablierten Gewerbeschau im Hof der Stiftsgaststätte konnten sich die Marktbesucher über Autos, Futtermittel, Immobilien und landwirtschaftliche Produkte informieren.

Wir leben gerne in Aufhausen:

  • Helmut Weigl:

    Der Geschäftsmann kam vor rund 30 Jahren der Liebe wegen nach Aufhausen, hat sich dort selbständig gemacht und lebt heute mit seiner Familie sehr gerne dort.

  • Anton Hally:

    Der Maschinenbaustudent ist nebenbei leidenschaftlicher Landwirt auf dem Hof seiner Eltern. Für ihn passt ihn Aufhausen einfach alles.

  • Sandra Schindlbeck:

    „Ich bin ein Aufhausener Urgestein“, sagt die Marktleiterin von sich selbst. Sie möchte es auch bleiben, denn sie kommt mit den Leuten gut zurecht.

  • Christoph Stocker:

    „Es passt einfach in Aufhausen. Deshalb bleibt die Jugend auch am Ort, kauft sich einen Bauplatz und lebt von Kind auf dort. Weil’s einfach schön ist.“

Am Festplatz schlug das Herz der Landwirte höher, dort konnten die neuesten Maschinen besichtigt werden. Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich das Gstanzelsinger-Treffen am Sonntagabend im Festzelt. Die Brennberger Schuhplatter und die Bayernkapelle Toni Schmid ergänzten den bayerischen Abend bestens.

Am heutigen Montag klingt der Markt aus. Am Nachmittag lädt die Gemeinde die Senioren ein. Für die Kinder wird ein Kindernachmittag geboten. Zum Festausklang spielen am Abend die Gewekiner Buam und Madln im Festzelt.

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