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Mobilität

Der Regenstaufer Bürgerbus fährt weiter

Der Marktrat stimmte für ein weiteres Jahr. Senioren der Ortsteile Steinsberg und Hirschling nutzen das Angebot.
Von Petra Schmid

Der Bürgerbus, den der Markt zweimal in der Woche einsetzt, fährt ein weiteres Jahr die Orte an. Foto: Bucher
Der Bürgerbus, den der Markt zweimal in der Woche einsetzt, fährt ein weiteres Jahr die Orte an. Foto: Bucher

Regenstauf.Die Mitglieder des Marktrats haben die Bürger der einzelnen Ortsteile und hier vor allem auch die Senioren im Blick. Seit November vergangenen Jahres betreibt der Markt einen Bürgerbus. Die Fahrer übernehmen dies auf ehrenamtlicher Basis. An zwei Tagen in der Woche ist der Bürgerbus unterwegs.

Am Dienstag können die Bürger aus Steinsberg ihre Erledigungen, Arztbesuche oder Besorgungen im Hauptort Regenstauf machen. Die Senioren, die vorrangig diesen Service in Anspruch nehmen, werden an den jeweiligen Bushaltestellen abgeholt und auch wieder zurückgebracht. Jeweils am Donnerstag können die Hirschlinger dieses Service in Anspruch nehmen.

Steinsberger wissen Bürgerbus zu schätzen

Die Ortsteile Karlstein, Kirchberg und Grafenwinn wurden zu Beginn der Testphase bei der Tour Hirschling angefahren, das Angebot wurde allerdings zum 1. Mai dieses Jahres eingestellt, da nach den Aufzeichnungen der ehrenamtlichen Fahrer des Bürgerbus kein Bedarf vorliegt. Die Fahrgäste aus Steinsberg wissen den Service zu schätzen, denn in dem Zeitraum zwischen 15. November 2018 bis 25. Juni 2019 wurde der Busshuttle immerhin von 194 Personen genutzt. Auch die Strecke Hirschling ist gefragt, denn im gleichen Zeitraum stiegen hier immerhin auch 119 Fahrgäste in den Bürgerbus.

Der Bürgerbus

  • Beschluss:

    Der Marktrat beschloss, das Angebot des Bürgerbusses über den November hinaus fortzusetzen bis zum 1. Juli 2020. Dann wird im gemeindlichen Gremium erneut darüber beraten.

  • Abfahrtszeiten:

    An jedem Dienstag fährt der Bürgerbus die Tour „Steinsberg“ und zurück und am Donnerstag können die Bürger aus Hirschling den Service in Anspruch nehmen.

Für den Fahrdienst nutzt der Mark aktuell den Bus der Jugendpflege. Für die ehrenamtlichen Fahrer gibt es eine Aufwandsentschädigung von sieben Euro je Stunde. Nun beratschlagte der Marktrat über die Fortführung des Projekts Bürgerbus. Die Verwaltung informierte, dass der Freistaat Bayern im Mai dieses Jahres ein Förderprogramm für Bürgerbusse ausgelobt habe. Die Förderung erfolge durch eine Organisationspauschale, einen Zuschuss zur Beschaffung des Busses, wenn dessen Fahrleistung mindestens 15 000 Kilometer je Jahr betragen würde sowie die Erstattung der Ausgaben für den Personenbeförderungsschein.

Von der Verwaltung hieß es weiter, dass die Förderung zur Anschaffung eines Busses für Regenstauf wohl nicht in Frage komme, da die geforderte Fahrleistung nicht erreicht werde. Personenbeförderungsscheine für die ehrenamtlichen Fahrer seien entgegen der Empfehlung der Verwaltung bisher nicht beantragt worden.

Probe für zwölf Monate

Grundsätzlich stehe nun die Entscheidung an, ob das Angebot des Bürgerbusses über den Probezeitraum hinaus weiter geführt werden solle, erklärte Bürgermeister Siegfried Böhringer. Hier müsse man auf längere Sicht hin auch überlegen, inwieweit ein eigener Bürgerbus angeschafft werden solle, zumindest gebe es Gesprächsbedarf mit der Jugendpflege, wer den Bus wann beanspruchen dürfe.

Seniorenbeauftragte Paula Wolf warb dafür, den Bürgerbus micht dauerhaft bis Juli 2020 zu befristen. Auch solle man die Haltepunkte flexibler anbieten. Eben dort, wo man gefahrlos halten könne, schlug sie vor. Bürgermeister Böhringer entgegnete, dass man sich bewusst für eine Frist entschieden habe, dann werde noch einmal überprüft.

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