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Der Schutz soll schnell kommen

Die Anträge von SPD und CSU zielen im Zeitlarner Gemeinderat in die gleiche Richtung. Die Sanierung der Regendorfer Umgehungsstraße erfolgt aber unabhängig davon.
Von ralf Strasser, MZ

Beim jüngsten Hochwasser war Regendorf einer der Brennpunkte im Landkreis: SPD und CSU forderten im Zeitlarner Gemeinderat, dass die Schutzmaßnahmen schneller realisiert werden sollen. Foto: Winter

ZEITLARN.Zwei Anträge der Fraktionen von CSU und SPD befassten sich in der Sitzung des Gemeinderats mit einem Thema: dem Hochwasserschutz. „Regendorf ist knapp einer Katastrophe entgangen“, erklärte Walter Dongus (SPD) in seinem Antrag, der auf eine raschere Realisierung des Hochwasserschutzes für Regendorf abzielte und darauf, dass dieses Vorhaben gegebenenfalls durch die Gemeinde vorfinanziert wird.

Dafür plädiert auch die CSU, allerdings im zeitlichen Zusammenhang mit der bereits geplanten Straßensanierung. „Beim jüngsten Hochwasser hat die Umgehungsstraße durch das Wasser Schaden erlitten“, erklärte Josef Weinmann im schriftlichen Antrag. „Die Böschungen waren aufgeweicht und drohten zu brechen. Eine Sanierung der Straßendecke würde hier keine Abhilfe schaffen“, betonte Weinmann. Die Straßensanierung müsse in einem Zug mit dem Hochwasserschutz durchgeführt werden, vor allem müsse so auch der Unterbau der Straße ertüchtigt werden.

Dem widersprach Bürgermeister Franz Kröninger. „Die Straße war nie gefährdet und ist im Unterbau mit einer durchlässigen Schicht ausgestattet.“ Diese Schicht sei vollkommen in Ordnung. „Ein Brechen der Straße war nie zu erwarten“, sagte der Bürgermeister. Dafür gebe es zwei Gutachten. Auch das Wasserwirtschaftsamt bestätigte: Die Maßnahmen am Hochwasserschutz tangieren die Straße nicht. Leider sei Regendorf allerdings in der Priorität des Hochwasserschutzes auch nach dem Aufstocken der Mittel im hinteren Feld einzuordnen. Ein Ranking, das sich unter Umständen 2014 ändern könne, so Kröninger.

Aber: „Wenn wir mit den Straßenarbeiten warten, bis der Hochwasserschutz gebaut wird, würden wir sämtliche Fördermittel verlieren“, warnte Kröninger, der forderte, jetzt zu beginnen und den Antrag der CSU in dieser Form abzulehnen.

Josef Weinman reduzierte daraufhin seinen Antrag auf „das schnellstmögliche Vorantreiben eines Hochwasserschutzes für den Ortsteil Regendorf“. Man werde Fragen zu einer möglichen Vorfinanzierung seitens der Gemeinde beim kommenden Hochwasserforum am 9. Juli stellen, kündigte der Bürgermeister an. Das Signal des Gemeinderats: Man steht hinter einer Vorfinanzierung.

Die Anfrage von Josef Weinmann zu einer Bürgschaft der Gemeinde für einen geplanten Umbau des Sportheimes des SC Regendorf sorgte für Irritationen. Der Verein diskutiere über eine Fusion mit den Sportvereinen SV Zeitlarn und FC Laub, erklärte Weinmann. Möglicherweise müsse die Bürgschaft dadurch neu bewertet werden, da der Sachverhalt bei der Beschlussfassung über die Bürgschaft dem Gemeinderat nicht bekannt gewesen sei. Dem widersprach Wilhelm Dongus, Gemeinderat und Vorsitzender des SC Regendorf, „dies sei sehr wohl bekannt gewesen.“ Zudem sei der Umbau unbedingt notwendig, auch nach einer eventuellen Fusion, „sonst können wir gleich zusperren“.

Bei der Frage nach Risiken beruhigte Bürgermeister Kröninger. Da sei alles im Gesetz geregelt, eventuelle Verbindlichkeiten müssten vom Rechtsnachfolger übernommen werden. Vorsitzender Alois Bucher vom SV Zeitlarn erläuterte, dass noch keine Fusionsgespräche stattgefunden hätten: „Wir haben über die Möglichkeiten gesprochen, mehr nicht.“

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