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Neutraubling

Die Ergebnisse der CSU-Bürgerbefragung

Ortsverband Neutraubling sieht Handlungsbedarf bei Radwegen und ÖPNV. Bauprojekte sollen Anwohnerforderungen berücksichtigen.

Auch die Faschingsgesellschaft Saturnalia hat beim Neujahrsempfang der CSU Neutraubling einen Auftritt. Foto: C. Matz/CSU Neutraubling
Auch die Faschingsgesellschaft Saturnalia hat beim Neujahrsempfang der CSU Neutraubling einen Auftritt. Foto: C. Matz/CSU Neutraubling

Neutraubling.Volles Haus in der Stadthalle: Erstmals konnte Ortsvorsitzender Wolfgang Kessner beim Neujahresempfang der CSU Neutraubling mehr als 200 Gäste begrüßen. Neben Grußworten standen die Ergebnisse der laut einer CSU-Pressemitteilung bisher größten Neutraublinger Bürgerumfrage im Zentrum, die Bürgermeisterkandidat Michael Melcher und Fraktionsvorsitzender Dr. Philipp Ramin vorstellten.

Neben eigenen Ideen wolle die CSU auch die Anregungen der Neutraublinger Bürger in den Kommunalwahlkampf einbringen, sagte Melcher. Dazu habe man im November die Bürgerumfrage „Neutraubling 2020“ ins Leben gerufen. Bis Jahresende konnten Bürger online oder mittels Fragebögen den Ist-Stand der Stadt bewerten, Verbesserungspotential aufzeigen und auf neue Ideen verweisen. Das Angebot nutzten rund 300 Neutraublinger.

Radwegenetz ausbauen

Nach Melchers Worten gab es „immer wieder Ideen, die wir sonst vielleicht gar nicht so auf dem Schirm gehabt hätten“. Nachholbedarf sehen die Neutraublinger insbesondere bei Grün- und Parkflächen. Bemängelt wurde auch das Radwegenetz. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer sehen hier Ausbaubedarf. „Das Radwegenetz müssen und wollen wir stärken“, sagte Melcher. „Ich denke da an einen innerstädtischen Ring, um die Hauptverkehrsrouten schnell und vor allem sicher mit dem Fahrrad befahren zu können. Auch ich fahre viel mit dem Rad und habe mich schon an so mancher Stelle geärgert, dass der Radweg zu Ende ist oder der Abstand zwischen Pkw und Radfahrern gefährlich eng wird.“

Überrascht zeigte sich Ramin von der Bewertung des ÖPNV. „Dieser wird immerhin von 70 Prozent der Teilnehmer positiv bewertet.“ Dennoch sei die häufigste Forderung bei der Frage zur künftigen Entwicklung Neutraublings der Ausbau der Busverbindungen, der Anschluss an die künftige Stadtbahn und durchdachte Taktungen im gesamten Streckennetz.

Bauprojekte abstimmen

Unsicherheit herrsche bei der Errichtung weiteren Wohnraums. „Wir haben gesehen, dass nicht jeder über das Wachstum der Stadt erfreut ist. Die Aufgabe der neuen Stadtspitze muss es sein, die Entwicklung Neutraublings mit einem weitsichtigen Konzept zu lenken,“ betonte Melcher. „Wir brauchen weiterhin Wohnraum, aber nicht auf Biegen und Brechen.“ Interessen und Ängste der Anwohner müssten Gewicht haben und bei jeder Entscheidung zu einem neuen Bauprojekt kritisch betrachten werden.

Grundsätzlich positiv bewertet wurde das Angebot für Jugendliche und Senioren. Auch das kulturelle Angebot der Stadt wird gelobt: Dies schätzen 76 Prozent der Teilnehmer als sehr gut oder gut ein. Weitere Forderungen waren die Aufwertung der Neutraublinger Innenstadt um den Schlangenbau, der Ausbau des gastronomischen Angebots durch Bars und Cafés sowie die weitere Begrünung innerstädtischer Flächen. Ramin bezeichnete die Umfrageergebnisse als eine klare Aufgabe, die der neue Bürgermeister und der neu gewählte Stadtrat zu erfüllen hätten.

Zu Beginn des Empfangs honorierte Bürgermeister Heinz Kiechle das ehrenamtliche Engagement in der Stadt. Die musikalische Umrahmung übernahm der Chor Laudamus.

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