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Sport

Die Kickboxer verändern sich

Der Open Bavaria Cup in Obertraubling lag erstmals in Händen eines neuen Organisationsteams. Albert Kaiser zieht sich zurück.
Von Theresia Luft

Die Obertraublinger Kickboxer zeigen regelmäßig ihr Können. Foto: Theresia Luft
Die Obertraublinger Kickboxer zeigen regelmäßig ihr Können. Foto: Theresia Luft

Obertraubling.Das weit über die Grenzen von Obertraubling, man kann eigentlich sagen weit über die Grenzen von Bayern und Deutschland hinaus bekannte Kickboxturnier „Open Bavaria Cup” im Leo-Grass-Sportzentrum in Obertraubling veränderte sich. Dreißig Jahre lag die Leitung und Organisation dieses Wettkampfturniers in den bewährten Händen von Albert Kaiser, Cheftrainer und Vorsitzender vom Kickboxverein TOP-TEN Obertraubling und seiner Frau Christine.

Nun legte Kaiser die Leitung und Organisation des 31. „Open Bavaria Cup” in die Hände von Timur Kopp, der nach Kaisers Planung ab 2019 den Posten des Cheftrainers in Obertraubling übernehmen soll. Der Vereinsvorsitz bleibt weiterhin bis zu den nächsten Neuwahlen in zwei Jahren in den Händen von Kaiser, wie er der MZ erklärte. Kaiser lebt und liebt seine Kickboxer und alles, was dazu gehört.

Langsamer Rückzug

„Irgendwann ist es aber an der Zeit, sich zurückzuziehen. Meine Frau und ich haben neben dem Sport noch eine andere gemeinsame Leidenschaft: unsere Schäferhunde. Da sind wir ebenfalls in einem Verein, beim Hundeverein Hagelstadt sehr aktiv und wir wollen uns zukünftig noch mehr des Hundesports annehmen“, so Kaiser, der aber gleich wieder beim Kampf seines Schützlings Milena am Mattenrand stand und sie mit vollen Einsatz coachte.

Und schon geht der Kampf los; die Kämpfer sind bereit. Foto: Theresia Luft
Und schon geht der Kampf los; die Kämpfer sind bereit. Foto: Theresia Luft

„Achtung, pass auf“ oder „Gut gemacht, Milena, mach weiter so, du schaffst das“, motiviert er wie eh und je den Nachwuchs. Wie seine Frau Christine erkärte, ist es für die Kämpfer wichtig, eine Bezugsperson, den Trainer, am Mattenrand zu wissen; dann sind die Leistungen effektiv besser. Sie selbst war aktive Kickboxerin, holte Weltmeistertitel, war bis dato 30 Jahre Trainerin und nimmt viele Erfahrungen aus dieser Zeit mit, die sie nicht missen möchte. „Wir haben jungen, engagierten, gut ausgebildeten Nachwuchs bei den Top Ten Kickboxern und da heißt es für Albert und mich nun im richtigen Moment sich zurückzuziehen, sagt Christine, die zweite Vorsitzende ist.

Die Organisatoren: v. l. Jan Schabbel, Timur Kopp, Cornelius Hofmann. Foto: Theresia Luft
Die Organisatoren: v. l. Jan Schabbel, Timur Kopp, Cornelius Hofmann. Foto: Theresia Luft

Der neue Hauptansprechpartner des „Open Bavaria Cup”, Kopp, trainierte bereits als kleiner Junge bei Kaiser und kennt die Gepflogenheiten des Turniers aus erster Hand. Unterstützung erhielt Kopp von Jan Schabbel und Cornelius Hofmann – alles keine Unbekannten in der Kickbox-Szene. Alle drei holten immer hochrangige Titel, bis hin zum Weltmeister. Alle drei waren sich einig, dass die Organisation und das Drumherum reibungslos ablaufen müsse, genau so wie es ihnen ihr großes Vorbild Albert Kaiser vorgemacht habe. Das offene Turnier für Sportler aller Verbände und Nationen fand dieses Jahr zum 31. Mal in Folge, also ohne eine Unterbrechung, statt.

Albert Kaiser ist mit Leib und Seele Kickbox-Trainer.Foto: Theresia Luft
Albert Kaiser ist mit Leib und Seele Kickbox-Trainer.Foto: Theresia Luft

Ziel der Veranstaltung war und ist auch weiterhin, wie die drei versicherten, die Freude an Sportkarate und Kickboxen zu repräsentieren und die Veranstaltung mit toller Atmosphäre noch populärer und interessanter zu machen – nicht nur für die, die bereits von dieser Sportart begeistert sind, sondern auch für diejenigen, die sie nicht kennen, so Kopp. Er ist seit 17 Jahren im Verein und kämpfte 15 Jahre beim „Open Bavaria Cup” mit.

Ein Sport für jedermann

Faire Kämpfe, ohne große Verletzungen und der Spaß der Teilnehmer stehen seit über 30 Jahren für den „Open Bavaria Cup” und so soll es weiterhin bleiben, fasste er zusammen. Mittlerweile ist Kickboxen ein Sport für jedermann geworden, wobei es als Fitnesssport, als Ausgleich zum stressigen Alltag, dient. Der Bereich „Selbstverteidigung" ist gerade für Frauen sehr interessant geworden. Als Neuerung überlegt er, einen Galakampf mit ins Geschehen zu etablieren.

Jan Schabbl findet es gut, dass Kaiser auch dieses Mal, obwohl er nicht mehr Organisator des „Open Bavaria Cup” war, seine Hand schützend über alles hielt. Es gab viel zu tun, am Abend zuvor aufbauen, am Turniertag ab 8 Uhr wiegen, Trainer- und Kampfrichterbesprechung, ab 11 Uhr starten die Wettkämpfe. Am Ende schnell wieder die Halle räumen, formulierte Schabbel, der aber froh ist, dass das Organisationsteam viele Jahre bei Kaiser Erfahrungen sammeln durfte. Hofmann ergänzte, es wäre schön, wenn künftig noch mehr Zuschauer kommen würden. Das einzige, was die Organisatoren bedauerten, war, dass sie dieses Mal nicht mitkämpfen konnten.

Trainingszeiten

  • Probetraining:

    zweimal kostenlos möglich in Semikontakt/Pointfighting, Leichtkontakt, Vollkontakt oder Selbstverteidigung für Anfänger und Einsteiger (Kinder, Jugendliche, Damen und Herren).

  • Montag:

    alle Altersklassen (Fortgeschrittene) ab 19.30 Uhr im vereinseigenen Trainingsraum in der Herzog-Albrecht-Straße in Obertraubling, Ortsteil Piesenkofen.

  • Donnerstag:

    alle Altersklassen (Anfänger und Fortgeschrittene) ab 19 Uhr in der Hermann Zierer Grundschulturnhalle Obertraubling, Piesenkofener Straße.

  • Freitag:

    Kinder 6 - 10 Jahre ab 17 Uhr im Vereins-Trainingsraum

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