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Samstag, 21. Juli 2018 28° 8

Fasching

Die Maschkerer zogen durch Lorenzen

Rund 300 Narren waren beim Umzug mit dabei. Die Themen reichten von Bischof Tebartz-van Elst bis hin zum Kommunalwahlkampf in Lappersdorf.
Von Josef Dummer, MZ

  • Zum dritten Mal schlängelte sich gestern ein Gaudiwurm durch Lorenzen. Teilnehmer und Zuschauer hatten jede Menge Spaß. Fotos: Dummer
  • Prinz Lucas I. und Prinzessin Katrin I. fuhren im offenen Jeep.
  • Die Narren hatten viel Spaß.

Lorenzen. Auf neuen Wegen zog gestern zum dritten Mal ein Faschingszug durch Lorenzen, organisiert vom Burschenverein Lorenzen mit Christoph Schönfeld an der Spitze. Hunderte von schunkelnden und begeisterten Zuschauern standen am Straßenrand und winkten dem Faschingstross zu, der sich heuer im Vergleich zu den ersten beiden Malen von der Anzahl her mit rund 300 Teilnehmern nochmals kräftig gesteigert hat.

Zunächst waren 13 Wagen und Fußgruppen angemeldet, „und es kamen am Schluss noch einige mehr als geplant“, freute sich Organisator Schönfeld. Einen der größten Wagen stellten die Gastgeber vom Burschenverein Lorenzen selbst, die als Motiv die skandalträchtigen Luxusgüter von Bischof Tebartz-van Elst gehörig aufs Korn nahmen. Der SC Lorenzen stellte mit Prinz Lucas I. und Prinzessin Katrin I. auf einem offenen Jeep wiederum das Prinzenpaar und war noch mit einem weiteren Wagen unter einem Motto vertreten, das den Verein das ganze letzte Jahr über schwer begleitet hatte, die Baustelle Sportheim: „Wird das Sportheim dir zu alt, hilft nur Eigenleistung und Zusammenhalt“.

Der OGV und die Berggeister entführten in die Welt der Hexen und in einen Märchenwald, während der Burschenverein Oppersdorf den „Schuh des Manitu“ persiflierte. Die Faschingsgesellschaft „Larifari“ aus Diesenbach revanchierte sich für die gute Beteiligung von Faschingsgruppen aus Lappersdorf beim Ostbayerischen Faschingszug vor einer Woche in Regenstauf. Der rührige Schützenverein Regental Lorenzen präsentierte sich heuer mit dem Thema „Der Brandner-Kaspar und der Boandlkramer“.

Der Kommunalwahlkampf hinterließ natürlich auch Spuren beim Faschingszug. Die Freien Wähler gingen auf „Straußen-Jagd“ und baten darum, die Beute nicht mit Wählerstimmen zu füttern, während die CSU dazu aufrief, schwarz zu wählen, aber nicht schwarz zu sehen. Überwacht wurden diese Szenen von der Verwaltung des Rathauses Lappersdorf, die sich in das „Dschungel-Camp“ versetzt fühlte. Auch die neue Dorfheimwirtin Liane Heske aus Oppersdorf stellte sich dem närrischen Volk mit einer lustigen Fußgruppe vor. Dazu gesellten sich noch die Bulldogfreunde „auf der Höh“ aus der Nachbargemeinde Wolfsegg.

Dem Gaudiwurm schloss sich ein lustiges Faschingstreiben am Regen-Festplatz des Gasthauses Heyder an, mit fetziger Musik und Schmankerl vom Grill von Peter Sattler und vielen freiwilligen Helfern des Burschenvereins Lorenzen. Als Fazit meinte Organisations-Chef Christoph Schönfeld mit einem dicken Papierpack in der Hand: „Auch wenn uns das Landratsamt immer mehr Auflagen macht – natürlich zu unser aller Sicherheit –unser Faschingszug war wiederum ein voller Erfolg.“

Das bestätigten zahlreiche Zuschauer, wie Wolfgang Härtl, der den Lorenzener Faschingszug als „klein, aber fein“ bezeichnete: „Wir freuen uns schon auf den nächsten im kommenden Jahr“.

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