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Kreistag

Die neue Landrätin ist vereidigt

Tanja Schweigers frischgebackene Koalition hat die Vertreter gewählt: Es sind Willi Hogger (FW), Hans Dechant (SPD) und Maria Scharfenberg (Grüne).
Von Christof Seidl, MZ

  • Als ältestes Mitglied des Kreistags vereidigte Johann Jeserer (FDP) Tanja Schweiger als neue Regensburger Landrätin. Fotos: Lex
  • Willi Hogger (FW) ist erster Stellvertreter der Landrätin.
  • Hans Dechant (SPD ist zweiter Stellvertreter der Landrätin.
  • Maria Scharfenberg (Grüne) ist dritte Stellvertreterin der Landrätin.
  • Landrätin Tanja Schweiger vereidigt die neuen Mitglieder des Kreistags.
  • Die Landrätin und ihre drei Stellvertreter.

Neutraubling.Die neue Führungsriege des Landkreises ist komplett. In der Kreistagssitzung am Montag wurde Tanja Schweiger (Freie Wähler) von Johann Jeserer (FDP), dem ältesten Mitglied des Kreistags, als Landrätin vereidigt. Jeserer wünschte der neuen Landrätin viel Kraft und Gesundheit für ihre Aufgabe. Anschließend stellte Schweiger in der Neutraublinger Förderschul-Turnhalle alle 70 Kreisräte des neuen Kreistags einzeln vor, bevor die 22 „Neuen“ vereidigt wurden.

Nachdem sich ihre Freien Wähler mit SPD, Grünen, ÖDP und FDP am Sonntag noch auf eine feste Zusammenarbeit geeinigt hatten (MZ berichtete), ging auch die Wahl des Stellvertreters der Landrätin reibungslos über die Bühne. Bei der Wahl des stellvertretenden Landrats betonte Schweiger, dass sie für diesen Posten eine Person wünsche, der sie absolut vertrauen könne. Sie nannte als ihren Wunschkandidaten ihren Parteikollegen und bisherigen Bürgermeister von Laaber, Willi Hogger.

Für die CSU nominierte Fraktionssprecher Peter Aumer den bisherigen Lappersdorfer Bürgermeister Erich Dollinger. Aumer betonte, dass die CSU viele Jahre lang in verantwortlicher Position sehr konstruktiv für den Landkreis gearbeitet habe. Bei der Wahl des Kreistags habe sie von den Bürgern zudem „ein starkes Vertrauen“ erhalten. Dieser Wille der Landkreisbevölkerung müsse nun bei der Wahl des Stellvertreters auch zum Ausdruck kommen sollte.

Hogger erhielt 41 Stimmen

An der geheimen Wahl des Stellvertreters beteiligten sich alle 69 anwesenden Kreisräte und die Landrätin. Das Ergebnis: Willi Hogger erhielt 41 Stimmen, Erich Dollinger 29 Stimmen. Damit hat sich mindestens ein CSU-Mitglied für den Kandidaten der Freien Wähler entschieden. Der frischgewählte Stellvertreter der Landrätin bedankte sich für das Vertrauen und nahm die Wahl an.

Als ersten weiteren Stellvertreter schlug die SPD ihr Fraktionsmitglied Hans Dechant vor. Für die CSU benannte Aumer seinen Fraktionskollegen Thomas Gabler.

Auch bei dieser Entscheidung – die Kreistagsmitglieder mussten ihr „Ja“ zu Dechant durch Aufstehen deutlich machen – gab es keine Lücke in den Reihen der neuen Koalition. Der SPD-Mann wurde mit 39 Stimmen gewählt. Er gab anschließend seiner Hoffnung Ausdruck, dass er auch die 31 Kreistagsmitglieder, die nicht für ihn gestimmt hatten, von sich überzeugen könne.

Das gleiche Bild bot sich bei der Abstimmung über den Posten des zweiten weiteren Stellvertreters. Dr. Evi Schropp (Grüne) schlug ihre Fraktionssprecherin Maria Scharfenberg vor, Aumer die CSU-Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer. Auch Scharfenberg erhielt 39 Stimmen.

Die frühere Landtagsabgeordnete der Grünen sagte nach ihrer Wahl, dies sei ein sehr wichtiger Tag für die Grünen im Landkreis. Erstmals übernehme die Fraktion im Landkreis Verantwortung, „nachdem wir bisher immer Opposition waren“.

Schötz wird Ausschussvorsitzender

Die CSU ging damit bei der Wahl der Stellvertreter leer aus. Sie erhielt aber den Vorsitz im Rechnungsprüfungsausschuss, den Herbert Schötz übernahm. Schweiger meinte, dies sei schon deshalb empfehlenswert, weil die CSU keinen Stellvertreter des Landrats habe.

Auf Anregung von Patrick Grossmann (CSU) verzichtete Scharfenberg auf einen Sitz in diesem Ausschuss. Grossmann hatte eingewandt, es sei kein gutes Bild, wenn eine Stellvertreterin der Landrätin dort als festes Mitglied bestimmt werde.

Über die Geschäftsordnung wird der Kreistag erst in seiner nächsten Sitzung abstimmen. Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe soll bis dahin mögliche Änderungen ausarbeiten.

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