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Kandidaten

Die Stichwahl fest im Visier

Tanja Schweiger (FW) und Peter Aumer (CSU) mobilisieren für die Landratswahl nochmals alle Kräfte. Die SPD denkt über ihre künftige Politik nach.
Von Christof Seidl, MZ

  • In Grün bedankt sich Peter Aumer bei seinen Wählern. Foto: Schmid
  • Bei Tanja Schweiger leuchtet das „Danke“ in rot. Foto: Kreissl

Regensburg.Zuerst kommen die „Danke“-Aufkleber. Im Landkreis sind die bunten Zusätze zu den Wahlplakaten allerdings nicht nur ein Akt der Höflichkeit, sondern im Fall von Tanja Schweiger (Freie Wähler) und Peter Aumer (CSU) zugleich der Auftakt zum Wahlkampf für die Stichwahl am 30 März. In den knapp zwei Wochen versuchen die beiden Landratskandidaten vor allem, die Wähler jener Parteien zu mobilisieren, deren Kandidaten am Sonntag nicht zum Zug gekommen sind.

Für Tanja Schweiger waren die „Danke“-Aufkleber der erste Schritt, nachdem sie sich von einem aufregenden Wahlabend erholt hatte. „Das war mir wichtig“, sagt sie. Wie der Wahlkampf in den beiden nächsten Wochen weitergeht, weiß die Überraschungssiegerin des ersten Wahlgangs um das Amt des Landrats noch nicht im Detail. „Wir werden die einzelnen Ergebnisse analysieren und uns mit den Gemeinden abstimmen, in denen die Freien Wähler in der Stichwahl stehen.“ Neben dem Nachplakatieren plant die Pettendorferin noch einen neuen Werbespot im Radio.

Inhaltlich werde es bis zur Stichwahl keinen Strategiewechsel geben, versichert Schweiger. „Unsere Inhalte sind seit Jahren klar und bekannt, nicht erst sei dem Wahlkampf. Die Freien Wähler haben schon immer ihr Ding gemacht.“ Natürlich gebe es die eine oder andere Idee für die Tage bis zum 30 März, aber konkret stehe derzeit noch nichts fest.

Auch Peter Aumer hält sich mit Aussagen zu politischen Aktionen im Vorfeld der Stichwahl noch zurück. Er wollte die Sitzung der Landkreis-CSU am Montagabend abwarten. Dort werde man beraten, wie man in den Tagen bis zum 30. März um Wählerstimmen werben will. Am grundsätzlichen Wahlkampfkonzept der CSU werde sich aber nichts ändern. Aumer hatte bereits am Wahlabend geäußert, dass die Landkreis-CSU sich von Anfang an auf eine Stichwahl eingestellt und entsprechende Vorbereitungen getroffen habe.

Für beide Kandidaten wird es vermutlich von großer Bedeutung sein, wie das Ergebnis der Kreistagswahlen ausfällt. Denn erst dann steht fest, welche Koalitionen möglich sind. Nach einem ersten Trend, den das Landratsamt zur Kreistagswahl am Montagnachmittag veröffentlicht hat, würde die CSU 31 Sitze erhalten und damit einen verlieren, die SPD würde von 13 auf neun Sitze schrumpfen. Beide hätten aber zusammen – wie in den vergangenen sechs Jahren – eine Mehrheit.

Ob die SPD angesichts ihrer Verluste in der Landratswahl und vermutlich auch bei den Kreistagswahlen an dieser Zusammenarbeit festhält, steht nicht fest. Kreisvorsitzender Reiner Hummel verwies am Montag auf eine Sitzung am Mittwoch, bei der die Kreis-SPD über das weitere Vorgehen entscheiden werde.

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