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Aufführung

Die Theater-Zenzn spielen auf

Eine Karether Damenrunde bringt eine Komödie von Ulla Kling auf die Bühne. Die Gruppe füllt damit eine Tradition mit Leben.
Von Josef Dummer

Die „Karether Theater-Zenzn“ bereiten sich im Lappersdorfer Pfarrsaal auf ihre nächste Aufführung vor.  Foto: Josef Dummer
Die „Karether Theater-Zenzn“ bereiten sich im Lappersdorfer Pfarrsaal auf ihre nächste Aufführung vor. Foto: Josef Dummer

Lappersdorf.Seit Anfang der 1980er Jahre bis ins neue Jahrtausend begeisterten die Damen des Katholischen Frauenbunds Kareth die Besucher mit ihren lustigen Theatervorführungen. Das fortschreitende Alter und der fehlende Nachwuchs waren schließlich der Grund, dass die damaligen Darsteller, darunter Namen wie Christa Landstorfer, Angelika Hauner, Frieda Weiß, Margarete Zollner, Kuni Kiergaßner, Anna Hartl oder Christa Hauner, ihre Bühnenkarriere Anfang der 2000er Jahre beendet haben.

Die Tochter von Christa Hauner, Susanne Lang, sprach oft im Freundinnenkreis von den damaligen lustigen Aufführungen des Karether Frauenbundes, und so wurde bei einem Treffen vor rund zwei Jahren die Idee geboren, eine eigene Theatergruppe zu gründen. Besonders erinnerte sich Susanne Lang, wie gut damals die Darstellung der Frauen in Männerrollen beim Publikum ankam, denn das war das Merkmal der Frauenbund-Theatergruppe: Das männliche Geschlecht blieb außen vor und alle Rollen, auch die von Männern, wurden von den Frauen selbst gespielt.

Frauen in Männerrollen

Zunächst nur als Versuch gedacht, entwickelte sich dieses Prinzip zum großen „Renner“ bei den Besuchern, wenn beispielsweise eine Angelika Hauner als beschwipster Hallodri, Christa Landstorfer als behäbiger Bauer oder Christa Hauner als schmachtender Liebhaber auf der Bühne für die komischsten Szenen sorgten.

Genau das schwebte Susanne Lang und Elisabeth Rehm vor, als sie vor fast zwei Jahren zunächst eine Umfrage starteten, wer Interesse am Theaterspielen in ihrem Freundeskreis habe, und sogleich meldeten sich rund zehn Frauen, darunter auch die Leiterin des Kinder- und Familienhauses Kareth, Bernadette Heiß.

Erlöse werden gespendet

Vor rund einem Jahr brachten die neugegründeten „Karether Theater-Zenzn“ (kurz KaTZ genannt) mit „Karriere auf der Alm“ ihr erstes Stück mit einem nicht für möglich gehaltenen Erfolg auf die Bühne im Karether Pfarrsaal. Die Damen gründeten eigens einen eingetragenen Verein, denn alle Einnahmen aus ihrem Theaterspiel sollten jeweils einem sozialen Zweck zugutekommen, so lautete die Vereinbarung von Anfang an.

Für dieses Jahr hat Susanne Lang die Komödie in drei Akten „Alarm auf Station 6“ der Autorin Ulla Kling ausgesucht, die ab März im Lappersdorfer Pfarrsaal, gespielt wird, nachdem das Pfarrheim in Kareth wegen der Verrußung der Pfarrkirche derzeit als Kirchenraum benötigt wird.

Das neue Stück

  • Aufführungstage:

    Freitag, 6. März, Samstag, 7. März, Sonntag, 8. März, Freitag, 13. März und Samstag, 14. März, im Pfarrsaal Lappersdorf. Beginn ist jeweils um 19 Uhr, am Sonntag, 8. März, um 15 Uhr.

  • Kartenverkauf:

    Bei Susanne Lang unter Tel. (0941) 2984667 zum Preis von acht Euro.

  • Erlös:

    Dieser wird an das Rote Kreuz „Humanitäre Hilfe“ sowie an den Verein „Ausbildung statt Abschiebung!“ gespendet.

Zum Inhalt: Zwei nicht nur vom Alter her recht unterschiedliche Männer teilen sich ein Zweibettzimmer im Krankenhaus. Der jüngere Herr ist eher ruhig und schläft viel. Im Gegensatz dazu ist der ältere Patient andauernd am Meckern und hält mit seiner anstrengenden Art die Station 6 ständig auf Trab. Mehr wollen die Schauspielerinnen an dieser Stelle noch nicht verraten.

Die Verköstigung gehört dazu

Acht Frauen sind schon seit einigen Wochen am Üben für das lustige Stück, das nach Aussage von Lang in einer „sehr familiären Atmosphäre“ ablaufen soll. Zwei Frauen gestalten das Bühnenbild, kümmern sich um den Kartenvorverkauf sowie um die Bewirtung an den Aufführungstagen.

Die Besucher werden bei den Aufführungen mit Gulasch- und Kartoffelsuppe sowie Wurst- und Käsesemmeln verköstigt. Bei der Vorstellung am Sonntagnachmittag, 8. März, gibt es Kaffee und Kuchen. Wer noch Karten will, muss sich sputen, denn nach Aussage von Lang gehen diese weg „wie die warmen Semmeln“.

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