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Doppelspitze zieht Verein aus der Krise

Die Fischerkameradschaft Lappersdorf hat eine neue Vorstandschaft gewählt. Ein Duo wird nun die 134 Mitglieder führen.
Von Josef Dummer

Das neue Führungsduo Sebastian Kestl (links) und Norbert Rödl (rechts) mit dem neuen Ehrenmitglied Herbert Lux und den ausgeschiedenen Jugendleitern Wolfgang Strache und Andrea Herrmann (von rechts)  Foto: Josef Dummer
Das neue Führungsduo Sebastian Kestl (links) und Norbert Rödl (rechts) mit dem neuen Ehrenmitglied Herbert Lux und den ausgeschiedenen Jugendleitern Wolfgang Strache und Andrea Herrmann (von rechts) Foto: Josef Dummer

Lappersdorf.Noch vor ein paar Wochen blickte der Vorsitzende der Fischerkameradschaft Lappersdorf, Norbert Rödl, hoffnungsvoll in die Zukunft. Seine Nachfolge, die er schon längere Zeit anstrebte, war geregelt, der Generationswechsel schien zu funktionieren, so wie er es sich vorgestellt hatte, doch die Enttäuschung kam wenige Tage vor der Jahresversammlung, als ihm sein Favorit dann unerwartet wieder absagte.

Jetzt war guter Rat teuer. Die Gedanken des Vorsitzenden befassten sich schon mit einer Auflösung des Vereins, was er aber gleich wieder verwarf. „Dafür liegt mir der Fischerverein zu sehr am Herzen“, sagte sich Rödl, der die Lappersdorfer Kameradschaft seit zwölf Jahren anführt.

Schließlich sind die Fischerfreunde der einzige Verein in Lappersdorf, der jedes Jahr ein Fest mit der Öffentlichkeit feiert und das heuer am 28. Juni schon zum 48. Mal: das immer gern besuchte Fischerfest, früher im Kolbeckstadl, seit drei Jahren im Aurelium.

Und in zwei Jahren kann das 50-jährige Jubiläum gefeiert werden, „da kann man doch den Verein nicht im Regen stehenlassen“, meinte der engagierte Vorsitzende, obwohl seine Bilanz zum abgelaufenen Vereinsjahr nicht unbedingt positiv ausfiel.

Das Wahlergebnis

  • Vorsitzende:

    Norbert Rödl und Sebastian Kestl als Team

  • Weitere Posten: Kassier: Marco Tschiskale (neu); Schriftführer: Werner Ettmeier; Beiräte: Rainer Sattler, Jasmin Beer und Martin Braun jun.

  • Kassenprüfer: Herbert Schmeilzl und Franz Wimmer. Neue Jugendleiter werden noch gesucht.

Bei allen Veranstaltungen, ja sogar beim Fischerfest und beim Hegefischen, sei die Beteiligung der Mitglieder mehr als bescheiden gewesen, kritisierte Rödl. „Hätten wir nicht unseren festen Stamm im Helferteam wäre sogar das Fischerfest auf der Kippe gestanden“, schimpfte der Vorsitzende. Lediglich die Jahresversammlung im Saal der Pizzeria „La Pineta“ war mit 53 von insgesamt 134 Mitgliedern sehr gut besucht, was Rödl aber mehr der erstmaligen Ausgabe der Jahresbeitragskarten in der Versammlung zuschrieb.

Er appellierte deshalb an alle Mitglieder, sich wieder mehr am Vereinsleben zu beteiligen und hatte auch „in letzter Minute“ eine Lösung für den Fortbestand der Fischerkameradschaft parat. Eine Doppelspitze soll den Verein aus der Krise ziehen. Diese besteht aus Rödl, der für weitere drei Jahre antritt, und seinem gleichberechtigten Stellvertreter Sebastian Kestl. So konnte er im letzten Augenblick eine Vereinbarung mit seinem Stellvertreter finden.

Wie das funktionieren wird, stellte Kestl gleich beim weiteren Verlauf der Versammlung unter Beweis, als er schon einmal gekonnt die Leitung übernahm. Ein Höhepunkt war die Ernennung von Herbert Lux zum Ehrenmitglied, der 27 Jahre die Kassengeschäfte des Vereins geführt hat.

Die ausscheidende Jugendleiterin Andrea Herrmann und ihr Stellvertreter Wolfgang Strache blickten mit Bildern auf ihre Amtszeit seit 2005 zurück, wofür sich der Vorsitzende ausdrücklich bedankte.

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