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Durch die Krise

In der ersten Sitzung wurden zehn neue Räte feierlich vereidigt.
Von Gertraud Pilz

Zehn „Neue“ in der Wahlperiode 2020 bis 2026 wurden als Mitlenker und -lenkerinnen des Gemeindegeschehens von Bürgermeister Patrick Grossmann freundlich begrüßt und legten als neue Gemeinderäte in der Turnhalle das sehr feierlich gestaltete „Gelöbnis“ ab. Foto: Gertraud Pilz
Zehn „Neue“ in der Wahlperiode 2020 bis 2026 wurden als Mitlenker und -lenkerinnen des Gemeindegeschehens von Bürgermeister Patrick Grossmann freundlich begrüßt und legten als neue Gemeinderäte in der Turnhalle das sehr feierlich gestaltete „Gelöbnis“ ab. Foto: Gertraud Pilz

Sinzing.Heute, so Bürgermeister Patrick Grossmann bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung, sei ein besonderer Tag, nicht nur wegen der verkündeten „Corona-Lockerungen“, sondern vor allem, weil man mit großen Aufgaben in die Zukunft starte. Deshalb wünsche er sich eine gute, kollegiale und konstruktive Zusammenarbeit im neuen Gemeinderat. Die erste Sitzung fand in der Turnhalle statt.

Sehr herzlich war auch die Begrüßung Grossmanns für die zehn „Neuen“ im Gemeinderat und die rund fünfzig interessierten Gäste. Der Bürgermeister skizzierte dabei die schwierigen Rahmenbedingungen durch die Corona-Epidemie zum Start in die neue Legislaturperiode. Große Herausforderungen gäbe es zu bewältigen, deren Ausmaß noch nicht messbar seien.

Zum Glück wären die letzten zehn Jahre von Wohlstand geprägt, der der Gemeinde ein sehr positives Wachstum und eine sehr gute finanzielle Stabilität bescherte. Jetzt gelte es, sich den noch nicht absehbaren Folgen von Corona zu stellen und die Gemeinde durch die prognostizierte Krise zu steuern, sagte der Bürgermeister. Eine Klausurtagung in den nächsten Wochen werde nötig sein, um den Haushalts- und Investitionsplan für heuer und die nächsten drei Jahre auf deren Machbarkeit zu überprüfen.

Geplantes wie Radfahrbrücke, Donauvorland und das Schulprojekt stehen hier auf der Liste. Er hoffe hier insgesamt auf ein Quäntchen Glück, besonders in Sachen Finanzen, für die Gemeinde. Sehr persönlich und für die Neuen auch beeindruckend emotional verlief anschließend die Vereidigung der neuen Ratsmitglieder.

Innerhalb einer Alterspanne von 18 bis 72 Jahren bewegt sich der Kreis der zehn Neuzugänge im Gemeinderat. Insgesamt hat sich das Gremium verjüngt auf einen Altersdurchschnitt von 49 Jahren. Die anschließende Wahl der Bürgermeisterstellvertreter ließ den Schluss einer vorab vereinbarten Koalition der CSU mit den Ratsmitgliedern der FW zu. Auf Vorschlag von Thomas Schwindl von den FW wurde Josef Espach (CSU) mit 19 Ja-Stimmen zum ersten Bürgermeisterstellvertreter gewählt. Josef Espach wiederum schlug Thomas Schwindl als zweiten Stellvertreter vor. Vierzehn Ja-Stimmen gab es für Thomas Schwindl.

Der von Klaus Nebl vorgeschlagene Gegenkandidat Stefan Süß (Grüne) erhielt sieben Ja-Stimmen. Der Vorschlag von Prof. Dr. Inga Neumann (Grüne), das Sitzungsgeld für die Räte von 40 auf 20 Euro als „Solidarbeitrag“ zu corona-bedingten Finanzeinbrüchen zu reduzieren, wurde mit sechzehn Nein-Stimmen abgelehnt. Nach einigen Diskussionen wurde der von der CSU vorgeschlagene Michael Gaßner mit 15 Ja-Stimmen zu fünf Nein-Stimmen zum Behinderten- und Inklusionsbeauftragten bestellt. Weitere Referentenbestellungen bis 30. April 2026: Jugendbeauftragter: Vitus Dodel (Grüne); Seniorenbeauftragte: Gabi Karl (Stellvertretung Ulrike Reichstein); Kulturbeauftragte für europäische Länder und Partnerschaften: Regina Fischer; Heimatpfleger: Dr. Werner Chrobak (Eilsbrunn), Alois Renner (Viehhausen) und Egon Gröschl (Sinzing mit Schwerpunkt Fotodokumentation)

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