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Ehrenbürger Georg Gattinger ist gestorben

Der frühere Bürgermeister von Oberhinkofen und Obertraublinger Ehrenbürger ist tot. Er starb mit 88 Jahren.

Georg Gattinger, als er 2017 zu einem der Obertraublinger Ehrenbürger ernannt wurde, Zweiter von rechts neben Bürgermeister Rudi Graß. Foto: Petra Schmid
Georg Gattinger, als er 2017 zu einem der Obertraublinger Ehrenbürger ernannt wurde, Zweiter von rechts neben Bürgermeister Rudi Graß. Foto: Petra Schmid

Obertraubling.Auf dem Friedhof in Oberhinkofen wurde Georg Gattinger, der im Alter von 88 Jahren verstorben ist, im engsten Familienkreis beerdigt.

Politisch, gesellschaftlich und im gesamten dörflichen Vereinsleben brachte er sich zeit seines Lebens ein. Von 1960 bis 1966 wurde er in den Gemeinderat von Oberhinkofen gewählt, von 1966 bis 1971 sogar zum ersten Bürgermeister von Oberhinkofen gewählt. Nach der Eingemeindung war er von 1972 bis 1978 Gemeinderat in Obertraubling. 2002 bekam Gattinger die Dank-Ehrenurkunde für langjähriges Wirken in der Gemeinde verliehen, 2008 die Verdienstmedaille und 2011 wurde er zum Ehrenbürger der Gemeinde Obertraubling ernannt.

Auch kirchlich war Georg Gattinger ehrenamtlich tätig. Er war 15 Jahre Mesner der Filialkirche in Oberhinkofen, viele Jahre im Kirchenrat, Himmelträger und sorgte für den Friedhof.

Die Vereine von Oberhinkofen lagen ihm besonders am Herzen. 1950 war er der Mitbegründer des FC Oberhinkofen, 1961 wurde er 1. Vorstand. Er war sein Leben lang ein Gönner des FCO, sei es beim Sportplatzbau, bei Aufstiegsfeiern und nicht zu vergessen 50 Jahre lang als Versteigerer bei den Weihnachtsfeiern aller Vereine.

Auch bei der Feuerwehr Oberhinkofen war er seit 1950 Mitglied, wie auch seit 1956 bei den Eichenlaubschützen Oberhinkofen, seit 50 Jahren bei den Weidtalschützen Scharmassing und als Gründungsmitglied seit 1958 beim Obst- und Gartenbauverein.

Des Weiteren wurde er vom CSU-Ortsverband für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt, wie auch von der Marianischen Männercongregation. Und nicht zu vergessen sind seine Ehrenämter als Feldgeschworener (35 Jahre) und Jagdvorsteher (30 Jahre).

Er wurde am 12. September 1931 als erstes Kind der Eheleute Georg und Anna Gattinger, geb. Treintl, in Moosham geboren. Es kamen noch die beiden Schwestern Franziska und Anna dazu. Mit den Eltern und Großeltern waren sie eine glückliche Familie, bis der Vater in den Krieg ziehen musste und nicht mehr zurückkam. 1945 kam die Nachricht, dass er im Kriegsgefangenenlager in Jugoslawien verstorben ist. Die Mutter heiratete Simon Wolf und es kamen die beiden Schwestern Hildegard und Angela dazu. Das Gattinger-Anwesen und das Wolf-Anwesen wurden gemeinsam bewirtschaftet, bis Georg Gattinger 1956 seine Frau Resi, geb. Hackermeier, heiratete und den Hof übernahm. Aus der fast 64-jährigen glücklichen Ehe gingen die drei Töchter, Resi, Ingrid und Ulrike hervor. Sechs Enkelkinder und sieben Urenkelkinder machten das Familienglück komplett.

Georg Gattinger war auch zuhause vielbeschäftigt. Er ging viele Jahre sehr gerne zum Fischen und auf Reisen, nach Bad Füssing, und hat dann mit seiner Frau Resi die Freude am Radfahren entdeckt. Als seine Kräfte schwanden, durfte er durch die liebevolle Pflege von seiner Frau Resi, zuhause, versehen mit den Sterbesakramenten, in Frieden einschlafen.

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