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Jubiläum

Eichenlaub feierte Geburtstag

Der Großberger Schützenverein ist 100 Jahre alt geworden. Der große Aufschwung kam mit dem Bau der eigenen Schießanlage.
Von Josef Eder

Der Festzug zur Festhalle war einer der Höhepunkte bei der Jubiläumsfeier des Schützenvereins Eichenlaub Großberg.  Foto: Josef Eder
Der Festzug zur Festhalle war einer der Höhepunkte bei der Jubiläumsfeier des Schützenvereins Eichenlaub Großberg. Foto: Josef Eder

Pentling.Am Morgen beim Eintreffen der Vereine zum 100-jährigen Gründungsfest von Eichenlaub Großberg tröpfelte es. Über Nacht hatte es gewaltig abgekühlt. Dabei war es am Samstag als die Partyband Gewekina Buam und Madl in der gut besetzten Festhalle aufspielte, noch drückend warm gewesen. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch und pünktlich zum Kirchenzug um 9.30 Uhr war der Wettergott gnädig, die Sonne blitzte durch die Wolken.

So konnten sich die 21 Ortsvereine und die der Schützensektion Aubachtal trockenen Fußes auf den Weg zur Festmesse machen, die Pfarrer Stefan Haimerl zelebrierte. Der Jubelverein mit Schirmherrin Bürgermeisterin Barbara Wilhelm sowie der Gauschützenmeister des Kreisschützenverbands Oberpfalz und Donaugau (KSV), Bernd Schwenk, sein Vertreter Anton Sterr und die Aubachtaler Sektionsschützenmeister Christian Berghammer, Norbert Spannberger und Inge Nadler führten den Zug an. Die Großberger Schützenmeister Josef Schiller und Jürgen Neumüller komplettierten die erste Reihe.

Helmut Schmutzer ist Schützenkönig von Eichenlaub im Jubiläumsjahr. Foto: Josef Eder
Helmut Schmutzer ist Schützenkönig von Eichenlaub im Jubiläumsjahr. Foto: Josef Eder

Als die Großberger Böllerschützen, ihre schnelle Reihe gen Himmel abgefeuert hatten, ließen die Hanslbergermusikanten ihre Instrumente erklingen. Matthias Trübswetter schlug den Marschtakt mit der großen Trommel. Seinen letzten großen Auftritt in der seit 40 Jahren altbewährten Formation hatte der Spielmannszug Bad Abbach. Mit Pauken und Fanfarenklängen ging es zur Kirche.

In seiner Festpredigt erinnerte Pfarrer Haimerl an die Gründungszeit. Der Erste Weltkrieg war vorbei. Bereits 15 Jahre nach der Gründung kamen nach Höhen wieder Tiefen. Das Nazi-Regime stellte den Schießbetrieb ein. Erst 1949 fand die Wiedergründung im Gasthaus Meier (später Wilhelm) statt. Damals spielte sich das gesellschaftliche Leben im Wirtshaus ab.

Mehr Bilder von der Jubiläumsfeier sehen Sie hier:

100 Jahre Schützenverein Eichenlaub Großberg

Sinn und Zweck eines Schützenvereins sei es bis heute, beim Schießen auf Papierscheiben festzustellen, wer der sicherste Schütze ist, sagte der Pfarrer. Fahnenweihe, Inbetriebnahme der neuen eigenen Schießanlage auf dem Sportgelände des TSV Großberg, deren spätere Erweiterung und Spitzenleistungen wie der Aufstieg in die Oberpfalzliga stünden in den Analen der Schützen. Nach der Messe wurde am Gedenkstein vor dem Gotteshaus der Toten gedacht.

Im Festzelt lobte Schützenmeister Sepp Schiller die Zusammenarbeit mit der Sektion. Großbergs Ehrenschützenmeister Hans Schiller, der Bruder des aktuellen Vereinschefs, war voller Freude am Ehrentag seiner Schützen.

Bürgermeisterin Barbara Wilhelm übergab eine kleine Finanzspritze. Sie ging kurz auf die schwere Gründungs- und Wiedergründungszeit des Vereins ein. In all den Jahren hätten die Eichenlaubschützen eine wichtige Rolle in der Geschichte der Gemeinde Pentling gespielt. Die Gründer würden staunen, welche Entwicklung der Schießsport genommen hat. Die Schießkleidung, die Präzision der Sportgeräte, die elektronischen, computergesteuerten Trefferanzeigen und vieles mehr würden sie begeistern.

Bei der Übergabe der Geschenke (v. l.): die Sektionsleiter Christian Berghammer und Norbert Spannberger, Bürgermeisterin Wilhelm, Schützenmeister Schiller sowie die Gauschützenmeister Schwenk und Sterr Foto: Josef Eder
Bei der Übergabe der Geschenke (v. l.): die Sektionsleiter Christian Berghammer und Norbert Spannberger, Bürgermeisterin Wilhelm, Schützenmeister Schiller sowie die Gauschützenmeister Schwenk und Sterr Foto: Josef Eder

1990 wurde die Böllerabteilung gegründet. Sie feuerte mehrere Salutschüsse bei der Partnerschaftsfeier in der italienischen Partnerstadt Corciano (Umbrien) ab. Der Erfolg der Großberger Schützen liegt auch im Nachwuchsbereich. So ist es nicht verwunderlich, dass sie 2018 in die Oberpfalzliga Luftgewehr aufstiegen und im ersten Jahr schon an die Türe zur Bayernliga anklopften.

Gauschützenmeister Schwenk betonte, dass nach der Schließung der Gaststätte Wilhelm 1972, die Eichenlaub Schützen Aufnahme bei St. Hubertus Hohengebraching in der Gaststätte Perzl (jetzt Schweinswirt) in Niedergebraching fanden. Nach dem Neubau des Schützenheims sei es nur noch bergauf gegangen. Schützenmeister Sepp Schiller heftete er die goldene Ehrennadel des Deutschen Sportschützenbunds (DSB) ans Revers.

Sektionsleiter Berghammer ging auf die Jugendarbeit von Eichenlaub Großberg ein. Seit 1998 ist die Schützenjugend dem Kreisjugendring angeschlossen. 1999 gab es das erste Rama-dama, Antenne Bayern war damals live dabei. Auch mit der Katholischen Kirche hat der Schützenverein eine enge Verbindung. 2006 wurden in der Sommerresidenz Castell Gandolfo von Pentlings Ehrenbürger, Papst em. Benedikt XVI., bei einer Privataudienz fünf Erinnerungsbänder gesegnet. Eines davon ziert seitdem die Fahne.

Sektionsleiter Berghammer hob besonders hervor, dass Sepp Schiller seit 1992 Sektionssportleiter ist. Hartmut Weke, ebenfalls ein Eichenlaubschütze, ist sein Stellvertreter. Und mit Stefanie Fröhlich kommt die Aubachtaler Jugendleiterin auch aus den Reihen des Vereins.

Besondere Mitglieder

  • Älteste Vereinsmitglieder:

    Erna und Fritz Paul

  • Schützenmeister:

    Josef Marchner, Fritz Paul, Josef Zollner (Gründung bis 1949); Wiedergründung: Rudolf Fischer (1949 bis 1953); Michael Diermeyer (1953 bis 1960), Gerhard Ellinger (1960 bis 1976), Rudolf Thumser (1976 bis 1980), Johann Schiller (1980 bis 2006), Josef Schiller (seit 2006).

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