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Interview

Ein Fahrplan in die Zukunft

Der Regensburger Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer freut sich über seine Wiederwahl. Er hofft auf Hilfe der Politik.
Von Petra Schmid

Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer ist oft bei Einsätzen und Übungen vor Ort.  Foto: Petra Schmid
Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer ist oft bei Einsätzen und Übungen vor Ort. Foto: Petra Schmid

Barbing.140 von 166 stimmberechtigten Feuerwehrleuten wählten in Barbing erneut Wolfgang Scheuerer zum Kreisbrandrat. Damit tritt Scheuerer nun seine zweite Amtszeit an. Für die Zukunft erwartet Herausforderungen im Technik-Bereich, doch auch Unwetter oder Trockenperioden würden zum Prüfstein für Feuerwehren.

Was sagen Sie zu Ihrem Wahlergebnis?

„Jedes Ergebnis kann man natürlich interpretieren: Bei 100 Prozent Zustimmung, kann man sagen, derjenige hat keine Führungsstärke und versucht, es jedem recht zu machen. 50 bis 60 Prozent könnte man mit dem Argument negativ auslegen, dass derjenige seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Ich empfinde das Wahlergebnis als Bestätigung meiner bisherigen Arbeit mit den Landkreisführungskräften . Ich bin damit mehr als zufrieden.“

Was ist Ihr Führungsstil – worauf legen Sie besonders Wert?

„Es ist schwer, sich selber zu beurteilen, aber es ist wichtig, dass man sich gegenseitig respektiert, dann kann man sich auf Augenhöhe begegnen. Wir alle verfolgen ja das gleiche Ziel und kameradschaftliches Verhalten ist dabei unerlässlich. Ich möchte nicht von oben herab nur diktieren und keine Hierarchien, sondern gemeinsam gesteckte Ziele erreichen.“

Welche Aufgaben stehen für die nächsten Jahre an?

„Auf uns kommen vielfältige Herausforderungen zu, beispielsweise bei den Fahrzeugen. Elektromobilität spielt eine immer größere Rolle und auch in Sachen Wasserstoffantrieb wird eine Entwicklung folgen. Punktuell werden Schadenereignisse mit Starkregen und langen Trockenperioden die Feuerwehren herausfordern. Hier werden wir Schritt halten und die Ausbildung entsprechend anpassen müssen.

Wo ist noch Handlungsbedarf, wo kann die Politik helfen?

„Wir sind mit den Politikern der verschiedenen Ebenen im Kontakt und führen Gespräche. Ein Wunsch wäre es, wenn man für die ehrenamtlich Tätigen in Zukunft einen Ausgleich schaffen könnte. Vorstellbar wäre es beispielsweise, aktive Dienstzeiten bei den Rentenpunkten oder dergleichen anzurechnen.“

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