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Sport

Ein Flair fast wie bei Olympia

Der neue Schießstand von Grüne Au Thanhausen ist eine sportliche Investition. Selbst eine Olympiasiegerin zieht den Hut.
Von Ralf Strasser

Bei der Einweihung des neuen Schießstandes war auch Prominenz zugegen: Monika Karsch gratulierte den Schützen. Foto: Martin Müller
Bei der Einweihung des neuen Schießstandes war auch Prominenz zugegen: Monika Karsch gratulierte den Schützen. Foto: Martin Müller

Thanhausen.Konzentration, Ausdauer und eine ruhige Hand sind im Schießsport gefordert, um Erfolge zu erzielen. Jedoch haben sich die Anforderungen an das Schießen von heute über die Jahre gewandelt. Der Sport ist vielfältiger geworden, anspruchsvoller. „Daher ist es umso wichtiger, die Ausstattung und Technik der Zeit anzupassen“, betont Schützenmeister Martin Müller von Grüne Au Thanhausen. Und die Schützen sind jetzt auf dem neuesten Stand der Technik angekommen. Um weiter hervorragende Ergebnisse zu erzielen, hat der Verein seine Seilzuganlagen mit Papierscheiben auf vollelektronische, digitale Trefferanzeige umgerüstet.

Der Schritt in die sportliche Zukunft wurde nun gefeiert. Zusammen mit über 100 Gästen, darunter die Vertreter der Vereine der Sektion Am Wenzenbach, freute sich der Schützenmeister, die Schießanlage offiziell ihrer Bestimmung zu übergeben. Pfarrvikar Anton Kopp segnete die neue Anlage, die aus sechs Ständen der Firma Meyton besteht. Er hoffe, dass Schaden von den Schützen und Sportlern fernbleiben möge, sagte er, und wünschte faire Wettkämpfe für die Zukunft.

Unter den Gästen waren zahlreiche private und gewerbliche Sponsoren, die unter anderem das von der Raiffeisenbank Regensburg Wenzenbach initiierte Crowdfunding-Projekt unterstützten. Gemeinsam konnte so ein großer Teil der Investition gestemmt werden. Die Raiffeisenbank leistete hierzu einen Betrag von 5000 Euro. Stefan Bodendörfer, Prokurist der Raiffeisenbank, freute sich, dass die Thanhausener Schützen das Projekt erfolgreich abgeschlossen haben.

Viele freiwillige Arbeitsstunden

Der stellvertretende Gauschützenmeister Bernhard Kaulich, der beim Förderantrag maßgeblich unterstützend mitwirkte, überbrachte die Grüße des Kreisschützenverbandes Oberpfalz und Donaugau. Sektionsleiterin Teresa Schmailzl freute sich, dass ein weiterer Verein der Sektion seinen Mitgliedern diese neue Technik anbieten kann. Bürgermeister Sebastian Koch bedankte sich für das Engagement des Vereins im Ortsteil Thanhausen als sozialer Anlaufpunkt. Die Gemeinde habe das Projekt gerne finanziell unterstützt, so Koch. Der Kraftakt ist in der Tat enorm: Neben einer Investitionssumme von 38 000 Euro in Technik und Gebäude leisteten die Schützen über 600 freiwillige Arbeitsstunden, um sich den Traum der Anlage zu erfüllen. Alle zeigten sich beeindruckt vom Resultat nach dem Umbau und der Modernisierung. Nicht nur Mitglieder und Freunde des Vereins, sondern auch eine sportliche Botschafterin der Extraklasse.

„Technisch gesehen seid ihr auf dem gleichem Stand wie bei Olympia“, bestätigte der Stargast des Einweihungsfests, Monika Karsch, die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von Rio. Sie stand für viele Erinnerungsfotos und Autogramme gerne bereit und plauderte über Olympia aus dem Nähkästchen. Einen herzlichen Dank sprach der Schützenmeister allen aus, die an dem Projekt beteiligt waren. Er findet die neue Technik super: „Ich bin überzeugt, dass diese Technik die Vereine voranbringt und die Begeisterung für den Schießsport steigt. Ein Signal an alle, die offen sind für eine Brücke zwischen Tradition und Fortschritt.“

Investition in die Zukunft

Die finanziellen Mittel für die neue Technik und die ehrenamtlich geleisteten Stunden sind eine Investition in sportliche und gesellschaftliche Erfolge, ist sich Martin Müller sicher. „Trotz anfänglicher Skepsis bei Kosten und Komplexität hat uns das letztendlich voll überzeugt.“ Auch Bürgermeister Sebastian Koch sieht den Verein mit neuer Technik im Aufwind. Beim Prominentenschießen, dessen Modus so gewählt war, dass die Spitzenschützen nicht unbedingt einen Vorteil hatten, siegte Pfarrvikar Anton Kopp vor Stefan Bodendörfer von der Raiffeisen und Monika Karsch.

Im Anschluss konnte die Anlage ausgiebig getestet werden. Eine rundum gelungene Feier, die bei bestem Biergartenwetter mit Kaffee, Kuchen und Bratwürstl und natürlich mit vielen Gesprächen ausklang.

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Der Schießstand

  • Technik:

    Die sechs Stände sind mit einer volloptischen Schussvermessung mit 192 gekreuzten Lichtschranken ausgestattet.

  • Leistung:

    Verein, Gemeinde und Sponsoren investierten 38 000 Euro in die Anlage. 30 Helfer erbrachten mehr als 600 Stunden Eigenleistung.

  • Ehrengast:

    Olympiasiegerin Monika Karsch gratulierte vor Ort.

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