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Theater

Ein heftiger Streit sorgt für viele Lacher

In Geisling kommen die Auseinandersetzungen zwischen dem Bürgermeister und dem Pfarrer auf die Bühne.
Von Hans Biederer, MZ

Erbitterte Gegner: Bürgermeister Holzapfel (Siegfried Zirngibl) und Pfarrer Johannes (Reinhard Gstettner). Foto: Biederer
Erbitterte Gegner: Bürgermeister Holzapfel (Siegfried Zirngibl) und Pfarrer Johannes (Reinhard Gstettner). Foto: Biederer

Geisling.Der Pfarrer und der Bürgermeister liegen ständig im Clinch à la Don Camillo und Peppone. Aus ehemaligen Jugendfreunden wurden erbitterte Streithähne. Ein junges Liebespaar sucht sein Glück und eine bauernschlaue Pfarrersköchin mischt auch noch mit in dem bayerischen Mundartstück „Der Pfarrer bin i net“ aus der Feder des Regenstaufers Mario Klemmt, der bei der Premiere im Gemeinschaftshaus in Geisling mit anwesend war.

Eine geniale Idee

Weil Ortspfarrer Johannes (Reinhard Gstettner) vor seinem geistlichen Studium noch ein letztes Mal mit der heutigen Frau (Heidi Schmalhofer) des Bürgermeisters (Siegfried Zirngibl) ins Kino ging, eifert dieser heute noch. Aus diesem Grund lässt das Gemeindeoberhaupt nichts unversucht, die Sanierung des Pfarrhauses zu verhindern.

Nach einer durchzechten Nacht mit seinem Gemeinderatskollegen Voglhuber (Erich Reiner) und Binser (Gerd Zirngibl) kommen diese auf die geniale Idee, den Geistlichen mittels eines Brandbriefes an den Bischof, in dem sie dem Kontrahenten eine Affäre mit der Bürgermeistersgattin andichten, aus dem Ort entfernen zu lassen. „Wegen so an Gspusi unseres Herrn Pfarrer wird er bestimmt nach Afrika oder zu den Preißn versetzt“, erhofft sich Bürgermeister Holzapfel.

Nach einem Wasserschaden im Pfarrhof wird neben dem Priester Johannes auch gleich noch die genial spielende Pfarrhaushälterin (Tina Böhm) im Bürgermeisterhaus einquartiert, was die Situation auf die Spitze treibt. Als Reaktion auf den unheilvollen Brief wird Prälat Gänseklein (Helmut Gerl) vom Bischof geschickt. Da Pfarrer Johannes die Pfarrhofsanierung als Grund des Blitzbesuchs annimmt, befindet er sich im „Tal der Ahnungslosen“ und kann somit die Andeutungen des Abgesandten in keinster Weise verstehen, was zu vielen Lachsalven im Publikum führt. „Ich bin doch kein Ehebrecher“ versichert der Ortsgeistliche ganz entrüstet. Die hereinstürzende Resi, die Botin des Briefes, bringt schließlich bei der Suche nach dem Verfasser Licht ins Dunkel. Eine kurze Amnesie, hervorgerufen durch die Bekanntschaft mit einem Türstock, nutzt die Verschwörergemeinschaft aus, in die auch das heimliche Paar Beni (Leo Rückauf) und Maria (Tanja Reiner) mit eingebunden werden. „Wir schlagen den Bürgermeister mit seinen eigenen Waffen und führen einen Rollentausch durch“, bestimmt Pfarrer Johannes kurzerhand.

Ein Überraschungseffekt

Tröpfchenweise trichtern die Eingeweihten dem Ahnungslosen die gewünschten Informationen ein, so dass er sich langsam zum neuen Pfarrer verwandelt. Als dieser die Beichte der beiden Ortsratschn (Rosemarie Gerl und Elisabeth Waldhier) abnimmt, verdreht es nicht nur dem Prälaten die Augen. Mit einem Überraschungseffekt klärt sich schließlich die Lage und sorgt für den schauspielerischen Höhepunkt der Darsteller. Wie das Ganze enden wird, kann man sich noch am Wochenende anauen. Zu der Pfarrhofsanierung kam es am Ende nicht.

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