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Kultur

Ein Tausendsassa zog Zuhörer in den Bann

Dr. Jaromir Konecny präsentierte Poetry Slam, jonglierte und führte den Zuschauern Beweglichkeitsübungen vor.
Von Felix Mittermaier

Zahlreiche Lehrer, Kinder und Jugendliche hörten Dr. Konecny zu. Foto: Felix Mittermaier
Zahlreiche Lehrer, Kinder und Jugendliche hörten Dr. Konecny zu. Foto: Felix Mittermaier

Lappersdorf.Der Leiter der Marktbücherei Lappersdorf, Gerald Roßbacher brachte für die Lappersdorfer Schüler einen attraktiven Autor in das Aurelium. Da das Lesen eine Lebensnotwendigkeit sei, so Roßbacher, die es gerade bei der Jugend zu fördern gelte, hatte er Lehrer und Kinder aus Lappersdorfer Schulen einladen. Mit Dr. Jaromir Konecny, der aus einem dafür gut geeigneten Werk vortrug, aber auch wissen ließ, dass er, was er im Verlauf seines Auftrittes dann auch bewies, noch so manch andere künstlerische Fähigkeiten bestens beherrscht, präsentierte Roßbacher einen renommierten Künstler.

Mit Dr. Konecny, den und dessen Fähigkeiten er persönlich seit Jahren kennt, präsentierte der Büchereileiter einen Schriftsteller, der auch in vielen anderen Bereichen Hervorragendes zu bieten hatte. Damit gab es eine rundum gelungene Veranstaltung, die auch allen Besuchern Freude bereitete. Dafür gab es am Schluss auch einen intensiven und lange anhaltenden Applaus.

Der 1957 in Tschechien geborene Doktor der Chemie flüchtete Mitte der 1980er-Jahre nach München und ist heute deutscher Staatsbürger. Nach seinem Studium war er zuerst vielseitig forschend aktiv.

Aber nicht nur das: Ausgiebig beschäftigte er sich zeitlebens mit der Gesundheit. Diese zu erhalten, dazu zähle auch eine umfassende Beweglichkeit, die man in intelligenter Weise von den Fingerspitzen bis hin zum Körper selbst durchziehen könne und müsse, trug er vor. Das trage sehr zum Erhalt der Gesundheit bei. Diese gesundheitlich sehr hilfreiche Gelenkigkeit demonstrierte Konecny im ersten Teil seines Auftritts mit einigen Übungen, deren Anwendungen er auch den Besuchern empfahl. Dabei forderte er diese zum Mitmachen auf, was überwie-gend umgesetzt wurde.

Dass daraus auch sehr künstlerische Aktivitäten entstehen können, führte der Referent den begeisterten Zuschauern damit vor, dass er mehrere Bälle vor sich jonglierte. Jonglieren heiße, so ließ er wissen, mehr Bälle in der Luft zu halten als man Hände am Körper habe. Gehirnforscher, so führte er dazu aus, hätten herausgefunden, dass Bewegung das Gehirn fördere.

Der eigentliche Grund, Dr. Jaromir Konecny einzuladen, war aber dessen Schriftstellertätigkeit. Das bestätigte auch der Flyer, auf dem man von seinen zahlreichen Werken den Titel „Dönerröschen“ präsentierte, worauf im Vortrag auch verwiesen wurde. Gerald Roßbacher betonte in diesem Zusammenhang, dass in der Bücherei alle Werke des Gastes verfügbar seien, so beispielsweise auch „Doktorspiele“.

Jaromir Konecny

  • Person:

    Jaromír Konecný wurde am 1. November 1956 in Prag geboren. Er ist ein tschechisch-deutscher Schriftsteller, Slam-Poet und Naturwissenschaftler.

  • Berufe:

    Konecny arbeitete als Techniker in Libyen, war Arbeiter in der Metallindustrie und Schiffsmeister bei der tschechischen Elbe-Oder-Schifffahrt, bevor er 1982 in die Bundesrepublik emigrierte. Nach einem Jahr in einem Sammellager in Niederbayern studierte er Chemie an der TU München. Er lebt heute als freier Schriftsteller und Publizist in München, ist Gründungsmitglied der Lesebühne Schwabinger Schaumschläger Show. Zudem belegte Konecny bei den deutschen Poetry-Slam-Meisterschaften 1999 und 2000 jeweils den zweiten Platz. (lfx)

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