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Klima

Energieagentur prüft Sinzinger Schule

Die Gemeinde will durch Monitoring weg vom Heizöl. Die Heizanlage in der Schule ist seit 25 Jahren in Betrieb und dringend überholungsbedürftig.

Ludwig Friedl und Patrick Grossmann (rechts) unterzeichnen den Vertrag. Foto: ldw

Sinzing.„Wir wollen Vorreiter für die Nutzung alternativer Energien und Vorbild für unsere Bürger sein“ begründete Bürgermeister Patrick Grossmann die Vertragsunterzeichnung für ein Energie Monitoring an der Grundschule im Ort Sinzing mit der Energieagentur Regensburg.

Im Vorfeld hatte der Bauausschuss der Gemeinde in seiner Septembersitzung dem Vorhaben mit seinem Kostenvolumen von 14 000 Euro, verteilt auf vier Jahre, zugestimmt. Das Monitoring soll zu einem Energiekonzept für Schulgebäude und Sporthalle führen, formulierte Bürgermeister Grossmann das Ziel. „Wir wollen weg vom Öl“. Nach dieser Maßnahme seien dann fast alle öffentlichen Gebäude in der Gemeinde mit alternativen Energien versorgt, so Großmann. Die Heizanlage in der Schule sei seit 25 Jahren in Betrieb und überholungsbedürftig.

Dipl. Betriebswirt Ludwig Friedl, Geschäftsführer der Energieagentur, stellte die Maßnahme im Lehrerzimmer der Schule vor. Im Monitoring, so Friedl, werden die Verbrauchszahlen abgefragt, erfasst und eine Energiebilanz erstellt. Begleitend würden kurzfristige Investitionen und Sofortmaßnahmen vorgeschlagen. Inhaltlich werden Gebäudehülle, Anlagentechnik sowie das Nutzerverhalten untersucht. Die Schule Sinzing sei für die Maßnahme sehr geeignet, da dort sowieso Investitionen geplant waren. Das Monitoring wird durch Umwelttechniker Andreas Kießl, betreut.

Zusätzlich habe sich, so Friedl, die Hochschule Regensburg gemeldet. Für 15 Studenten soll das Monitoring als Praxisprojekt dienen. Als Vorzeigeobjekte dienen die Schule in Wiesent und das Goethe Gymnasium. Die Sanierung und Umstellung alter Gebäude auf alternative Energien sei auch Grundlage für einen Lernprozess der Mitarbeiter. Die Agentur biete und befürworte aber auch die Beratung bei Neubauten, so Kießl.

„Wir tragen die Maßnahme mit Herzblut“ meint Schulleiterin Gisela Grosser. Energie stehe seit langem im Lehrplan. Im laufenden Schuljahr soll zusätzlich das Angebot der Energieagentur über die Energieinformation für Grundschüler angenommen werden. Vom Monitoring erwartet die Schulleiterin wertvolle Tipps auch für die Schüler. Friedl erhofft sich durch die Schüler einen Multiplikationsfaktor bis ins Elternhaus. (ldw)

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