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Wettbewerb

Erfurter holte sich Bierschlegel

Vicki Vomit sicherte sich den Kabarett-Preis von Rudy Christl in Niedertraubling. Der Publikumspreis ging an das Donaustaufer Duo mit Max Rädlinger und Philipp Artmann.
Von Petra Teufl, MZ

  • Die Kabarettisten in Niedertraubling Fotos: Teufl
  • Max und Pille aus Donaustauf gewannen den Publikumspreis.

Niedertraubling. Das Zaubertheater Rudy Christl feierte seinen zweiten Geburtstag. Christl feiert das mit zwei Wettbewerben um einen neu geschaffenen Kabarett-Preis – den Kneitinger Bierschlegel. Vor vier Wochen traten im Alten Schloss Zauberer und Magier vor Jury und Publikum in den Ring. Diesmal waren es fünf Kabarettisten, die mit Worten um die Trophäe kämpften.

„Zauberei und Kabarett sind meine Leidenschaften“, erklärt Christl seine Auswahl der Kategorien für den Kneitinger Bierschlegel. Mit dem Radiomoderator Wolfgang Subirge und Mundart-Papst Prof .Dr. Ludwig Zehetner bildete er die Jury. Bühnenpräsenz und Kreativität der Bewerber wurden durch ein Punktesystem bewertet. Für den Publikumspreis hatte jeder Zuschauer eine Stimme zu vergeben. Die Reihenfolge der Auftritte wurde durch Los entschieden und so stellte Horst Schäfer alias „Bruchsalat“ aus Waghäusel als Erster einen Ausschnitt seines Programms vor. Mit Wortspielen aus der Alltagssprache und dem Erstaunen gegenüber dem digitalisierten Haushalt führte er das Publikum durch die Weltsicht eines Handwerkers.

Mit dem Zug war Kurt Knabenschuh aus Wuppertal angereist. Zum Einstand vergab er den Preis für den nervigsten Mitreisenden. Er besuchte als Ehrenamtlicher alleinstehende Senioren und nahm Hunde– und Katzenhalter unter die Lupe. Durch glaubhafte Rollenwechsel und geschliffene Texte begeisterte er das Publikum.

Als Lokalmatadoren und jüngste Mitstreiter betraten Max Rädlinger und Philipp Artmann, kurz Max und Pille, aus Donaustauf die Bühne. Beide studieren Kirchenmusik. Ihren dafür benötigten Talenten entsprechend unterhielten sie das Publikum mit einem humorvollen Unterricht zu Akkorden, einem Liebeslied auf die Mathematik und Stücken, die heiter die Widrigkeiten des Alltags beschrieben.

Politisch wurde es mit Vicki Vomit aus Erfurt. Allein durch sein Äußeres, mit langen schwarzen Haaren, Nadelstreifenanzug mit roter Fliege machte er das Publikum neugierig. Er erklärte, warum die Franken die Palästinenser von Deutschland sind, ein Sachse unbedingt der nächste Außenminister sein sollte und eine Casting-Show den Urnengang bei der Bundestagswahl ablösen sollte. Als fünfter Teilnehmer brachte Markus Berger, alias der miese Peter, das Publikum mit rheinischem Humor zum Lachen. Mit schauspielerischen Mitteln, Requisiten als Bühnenpartnern und Musik nahm er scheinbar oberflächliche Themen hintersinnig aufs Korn.

Aus über 30 Bewerbern hatte Rudy Christl mit einem Team die fünf Finalisten ausgewählt. Dabei sorgte die bunte Zusammenstellung für einen unterhaltsamen Abend, machte es dem Publikum aber schwer ihren Favoriten zu ermitteln. Die Kreuze auf den Wahlzetteln ergaben eine hauchdünne Mehrheit für die Donaustaufer Max und Pille. Sie durften den Publikumspreis entgegennehmen. Die Jury entschied sich eindeutiger und vergab den 2. Preis an Kurt Knabenschuh. Den Kneitinger Bierschlegel überreichte Christl schließlich an Vicki Vomit.

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