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Wirtschaft

Erster Netto in Holzbauweise in Kareth

In Kareth wurde der Marken-Discount wiedereröffnet. Netto-Gründer Rudolf Schels erläutert das ressourcenschonende Konzept.
Von Josef Dummer

Netto-Gründer Rudolf Schels (links) und Expansionsleiter Theo Blank (rechts) bei der Eröffnungsfeier mit Organisationsleiterin Amelie Schneider Foto: Josef Dummer
Netto-Gründer Rudolf Schels (links) und Expansionsleiter Theo Blank (rechts) bei der Eröffnungsfeier mit Organisationsleiterin Amelie Schneider Foto: Josef Dummer

Lappersdorf.Nach weniger als sechs Monaten Bauzeit hat der Investor und Projektentwickler „Ratisbona Handelsimmobilien“ aus Regensburg im oberpfälzischen Markt Lappersdorf den weltweit ersten Netto-Marken-Discount in Holzbauweise fertiggestellt.

Am Montag war Eröffnung, und wie dringend sich die Kunden die Einkaufsgelegenheit im Ortsteil Kareth zurückersehnt hatten, zeigte sich am großen Andrang schon am ersten Tag der Wiedereröffnung.

Nach den Worten des Netto-Gründers und jetzigen geschäftsführenden Gesellschafters von „Ratisbona“, Rudolf Schels, bei einer Einweihungsfeier mit geladenen Gästen am Montagabend, zeichnet sich der neu gebaute Markt durch seine besonders nachhaltige Bauweise aus. „Wir treffen damit den Nerv der Zeit“, sagte Schels und erklärte dies mit einer Tragkonstruktion und Wänden komplett aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz.

Weniger Material verbaut

Als weitere Gründe für eine fortschrittliche Bauweise nannte er die Ausführung der Gewerke Heizung, Lüftung und Elektronik in Sichtinstallation, wodurch der Materialverbrauch deutlich reduziert werden konnte, ebenso ein Wärmerückgewinnungssystem und die Beleuchtung in LED-Technik.

Unter den rund 4200 Filialen in Deutschland mit rund 75 000 Beschäftigten ist der Markt in Kareth der erste in kompletter Holzkonstruktion, sagte Schels, der sich ebenso bei seinen Mitarbeitern und den beteiligten Firmen sowie bei den Nachbarn „für die Geduld“ bei den Arbeiten bedankte.

„Wie sich die Holzbauweise in der Praxis auswirkt, muss die Zukunft zeigen“, stellte Gesellschafter Schels die Vorreiterrolle des Marktes in Kareth heraus, nachdem sich bei den ersten Überlegungen und Planungen zur Holzbauweise keine Nachteile, „eher Vorteile“, ergeben hätten.

Wildblumenwiese und Ladestation für E-Autos gehören zum Konzept

Zum ressourcenschonenden Konzept zählte er ebenso die Gestaltung der Außenanlage mit der Umsetzung von „Smart Green Keeping“ durch hitzebeständige Pflanzen mit geringem Wasserverbrauch, die kaum Pflege benötigen, die Anlage einer Wildblumenwiese für Insekten sowie E-Ladestationen für E-Autos und E-Bikes.

Netto-Expansionsleiter Theo Blank bezeichnete den neuen Einkaufsmarkt in Kareth mit seiner modernen Ausrichtung als „Leuchtturm in der Oberpfalz“. Er bedankte sich bei Schels, der die Wurzeln für die Netto-Märkte gelegt habe, beim Markt Lappersdorf für die gute Zusammenarbeit und bei den „wahren Helden des Unternehmens, unseren Mitarbeitern“.

Bürgermeister Christian Hauner sprach mit der Wiedereröffnung des Netto-Marktes von einem „großen Tag für den Ortsteil Kareth und für den gesamten Markt Lappersdorf“. Vor allem gefiel dem Bürgermeister, dass hier ein „Leuchtturm-Projekt“ in nachhaltiger Bauweise mit Vorreiterrolle entstanden ist, „auf das wir alle stolz sein können“.

Kirchliche Segnung

Im Namen der Bürgerinnen und Bürger von Lappersdorf gratulierte er dem Unternehmen, denn „vor allem die ältere Generation, die nicht mit dem Auto zum Einkaufen fahren kann“, habe mit großer Sehnsucht auf die Fertigstellung gewartet, wusste Hauner.

Der Markt

  • Grundstück:

    Errichtet wurde der neue Netto-Markt auf einem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück.

  • Verkaufsräume:

    Bei 1850 Quadratmeter Gesamtfläche entfallen 1250 auf den Netto-Markt, 90 auf die Bäckerei und 85 Quadratmeter auf einen Schreibwarenladen.

  • Stellplätze:

    Auf dem 70 Stellplätze umfassenden Parkplatz befinden sich zwei E-Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes.

Auch er lobte die gute Zusammenarbeit mit den Architekten und Bauleitern, so dass „die Vollendung dieses gelungenen Werkes innerhalb eines halben Jahres vonstattengehen konnte“.

Nach diesen Worten spendete der Pfarrvikar von Kareth, Dr. John Oguche, dem Gebäude den kirchlichen Segen, und die Besucher durften den neuen Netto-Markt besichtigen.

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