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Unfall

Ersthelfer retten Seniorin das Leben

Eine 69-Jährige kollabierte in Neutraubling am Steuer ihres Autos. Ersthelfer reagierten schnell. Ein Kind wurde verletzt.

Die 69-jährige Honda-Fahrerin hatte das Bewusstsein verloren und kollidierte mit einem Toyota. Foto: Alexander Auer
Die 69-jährige Honda-Fahrerin hatte das Bewusstsein verloren und kollidierte mit einem Toyota. Foto: Alexander Auer

Neutraubling.Ein dramatischer Einsatz hat sich am Samstagnachmittag in der Bayerwaldstraße in Neutraubling auf Höhe des Bauhofes ereignet. Eine 69-jährige Frau geriet gegen 12.30 Uhr vermutlich aufgrund gesundheitlicher Probleme mit ihrem Wagen unvermittelt in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Toyota, an dessen Steuer ein 33-jähriger Mann saß.

Mehrere Ersthelfer handelten geistesgegenwärtig und bemerkten, dass die ältere Dame keinen Puls mehr hatte. Drei Helfer aus dem Landkreis Regensburg begannen am Unfallort sofort mit der Reanimation, ein weiterer Helfer kümmerte sich um den neunjährigen Enkel der Frau, der in einem Kindersitz auf der Rückbank des Autos saß. Nach Auskunft von Lothar Klinger, Dienstgruppenleiter der PI Neutraubling, war auch eine Beamtin der PI Regensburg-Süd zufällig an der Unfallstelle. Sie sorgte wohl auch dafür, dass die Erste-Hilfe-Maßnahmen vor Ort so reibungslos abliefen.

69-Jährige vor Ort reanimiert

Mit Hilfe eines Defibrillators der Polizeiinspektion Neutraubling, den Beamte auf die Schnelle von der Dienststelle holten, setzten die in der Zwischenzeit eingetroffenen ausgebildeten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neutraubling die lebensrettenden Maßnahmen bis zum Eintreffen des Notarztes fort, so dass die Frau noch vor Ort erfolgreich reanimiert werden konnte. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Frau sich auch im Krankenhaus schnell erholen kann und das ganze gut ausgeht“, sagten die Einsatzkräfte.

Erste Hilfe

  • Unfallstelle absichern:

    Eigenes Fahrzeug sicher abstellen, Warnweste anziehen und Warndreieck gut sichtbar aufstellen.

  • Notruf wählen:

    Die 112 anrufen und den Rettern erklären, was ist wo passiert und wie ist die Lage.

  • Erste Hilfe leisten:

    Ist der Verletzte bewusstlos, mit einer Herzdruckmassage und Beatmung beginnen.

Am Sonntag hieß es, die 69-Jährige sei stabil, aber noch nicht bei Bewusstsein. Ihr neunjähriger Enkel, der bis zum Eintreffen der Angehörigen von einem Ersthelfer betreut wurde, erlitt leichte Verletzungen und kam vorsorglich ebenfalls in ein Krankenhaus – ebenso der verletzte 33-jährige Toyota-Fahrer. Die beiden Autos mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 10 000 Euro. Die Bayerwaldstraße war für die Dauer des Rettungseinsatzes für rund 45 Minuten gesperrt.

Großes Lob an die Ersthelfer

Die Polizeiinspektion Neutraubling sprach den Ersthelfern ein großes Lob aus. Nur dank deren schneller Hilfe und der bestens funktionierenden Rettungskette konnte die Frau erfolgreich reanimiert werden. Vor Ort seien diesmal keine Gaffer gewesen, sondern Menschen, die gehandelt haben, sagte Klinger. Das ist im Übrigen auch rechtlich geregelt: Wer als Erster an einer Unfallstelle eintrifft, muss helfen. Wer wegsieht und wegfährt oder weggeht, macht sich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. Wichtig in einer solchen Situation: Bevor man den Notruf wählt oder sich um die Verletzten kümmert, erst einmal die Unfallstelle absichern – siehe auch Info-Kasten. (sl)

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