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Hallenstreit

Ex-Bürgermeister: Schuld beim Nachfolger

In der Auseinandersetzung um die Obertraublinger Monsterhalle greift nun Alfons Lang in die Debatte ein.

Die neue Halle sorgt für große Aufregung. Foto: Walter Schiessl
Die neue Halle sorgt für große Aufregung. Foto: Walter Schiessl

Obertraubling. Die Genehmigung der Riesenhallen im neuen Gewerbegebiet an der B15 bewegt die Obertraublinger. Jetzt meldete sich auch der frühere Bürgermeister Alfons Lang (CSU) zu Wort. Er wehrt sich in einer Stellungnahme gegen „Unterstellungen über Vorgänge in meiner Amtszeit“. Immer dann, wenn der Koalition des Bürgermeisters die Dinge aus dem Ruder liefen, so bei der Ansiedlung des Containerumschlagplatzes, dem Abzug des Netto-Marktes aus der Ortsmitte und jetzt mit dem „Hallen-Coup“, werde er zum Sündenbock gemacht. Er lege Wert auf die Feststellung, dass bei seinem Ausscheiden am 30.4.2014 lediglich die Flächennutzungsplanänderung für ein Gewerbegebiet vom damaligen Gemeinderat (einschließlich des jetzigen Bürgermeisters) beschlossen worden und Fakt gewesen sei.

Industriehallen eigentlich ausgeschlossen

Dabei sei die Errichtung von Industriehallen ausgeschlossen gewesen, schreibt Lang. Ein Investor habe damals im Bereich der Baumschulenstraße Einzelhandel ansiedeln wollen, „was mir und dem Gemeinderat auch als verträglich erschien“. Knapp drei Jahre später habe der neue Bürgermeister Rudi Graß (FW) und „sein“ Gemeinderat den Flächennutzungsplan auf Antrag der P 3 Point-Park-Proporties in ein Industriegebiet geändert und den Bebauungsplan dazu beschlossen. Damit sei der Bau der Hallen erst möglich gemacht worden. Das hatte Rudi Graß auch im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung bestätigt. Der neue Gemeinderat habe die Weichen für den Bau der beiden Riesenhallen gestellt, sagte Graß.

Alfons Lang gefallen die Pläne nicht

„Ich hätte meinem Gemeinderat mit Sicherheit ein solches Vorgehen nicht empfohlen“, kontert Alfons Lang. „Mir gefällt das, was im Bereich von Embach entsteht bzw. noch entstehen soll, nämlich auch nicht“, so Alfons Lang. „Ich möchte für mich festhalten, dass ich meiner Gemeinde ein Erbe hinterlassen habe, das mit der gebotenen Sorgfalt erhalten und auch positiv weiter entwickelt werden kann“, argumentiert er. (ws)

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