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Verkehr

Falschparken wird bald teuer

In der Regenstaufer Hauptstraße gibt es eine neue Parkzone. Bis Juni gilt Schonfrist für Verkehrssünder.
Von Sabine Norgall

In der Regenstaufer Hauptstraße gelten neue Parkzonen. Geparkt werden darf nur für eine Stunde auf den mit Metallnägeln markierten Flächen. Zwei Wochen lang verteilt der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit bei Falschparkern die Gelbe Karte, danach drohen Bußgelder. Fotos: Norgall
In der Regenstaufer Hauptstraße gelten neue Parkzonen. Geparkt werden darf nur für eine Stunde auf den mit Metallnägeln markierten Flächen. Zwei Wochen lang verteilt der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit bei Falschparkern die Gelbe Karte, danach drohen Bußgelder. Fotos: Norgall

Regenstauf.Die Regenstaufer Autofahrer müssen sich umstellen. Im sanierten Bereich der Ortsdurchfahrt gilt jetzt ein eingeschränktes Halteverbot. Geparkt werden darf nur noch auf den markierten Flächen. Und auch da heißt es aufpassen. Wer zu weit über die mit silberfarbenen Nägeln markierten Flächen hinausragt, dem droht ein Bußgeld. Bis zum dritten Juni gilt noch eine Schonfrist, bis dahin gibt es lediglich die Gelbe Karte. Danach wird für Falschparker ein Bußgeld fällig.

Aktuell werden Falschparker noch mit einer Gelben Karte verwarnt. Foto Norgall
Aktuell werden Falschparker noch mit einer Gelben Karte verwarnt. Foto Norgall

Nach dem barrierefreien Ausbau der Ortsdurchfahrt wird nicht mehr auf der Straße, sondern auf markierten Flächen im Bereich der abgesenkten Gehsteige geparkt. Auf die neue Parkzone wird am Anfang und Ende der sanierten Ortsdurchfahrt sowie an den Zufahrtsstraßen hingewiesen. Innerhalb dieser Zone gibt es keine weiteren Verbots- oder Hinweisschilder. Ernst Schild, Verkehrssachbearbeiter beim Markt Regenstauf, ist überzeugt: „Gerade älteren Autofahrer ist die Parkzone mit markierten Stellflächen oft nicht geläufig. Die müssen sich erst daran gewöhnen.“

Rücksicht auf Fußgänger

Die Parkplätze, die auf eine Stunde beschränkt sind, sollen in dem Regenstaufer Geschäftsbereich vor allem Kunden zur Verfügung stehen. Geplant waren eigentlich 16 Parkplätze, geworden sind es 13. Die Länge der neuen Parkplätze wurde den immer größer werdenden Autos angepasst. „Mit der ursprünglich vorgesehenen Parkplatzgröße von fünf Metern wäre es knapp geworden“, sagt Schild.

Sehen Sie im Video: Regenstaufer Autofahrer müssen aufpassen. In der neuen Parkzone droht sonst ein Bußgeld.

Regenstaufer Autofahrer müssen aufpassen. In der neuen Parkzone droht sonst ein Bußgeld. Video: Norgall

Die neuen Parkplätze befinden sich ortsauswärts vor dem Trachtengeschäft Schmid, der Metzgerei Brunner und kurz vor der Einmündung in die Bergstraße. Ortseinwärts gibt es sechs Parkplätze im Bereich des Lokals 8413 (vier davon in der Wassergasse), vor der ehemaligen Metzgerei Schild, im Bereich der Pension Bock und des Metzgerwirtes. Die sechs Stellplätze im Hof des Wiser-Hauses gehören nicht zur Parkzone. Dort darf das Auto für zwei Stunden abgestellt werden.

Eingeschränktes Halteverbot herrscht in der neuen Parkzone. Geparkt werden darf nur innerhalb der gekennzeichneten Flächen. Foto: Norgall
Eingeschränktes Halteverbot herrscht in der neuen Parkzone. Geparkt werden darf nur innerhalb der gekennzeichneten Flächen. Foto: Norgall

Fußgänger wurden bei Ausweisung der neuen Parkzone besonders berücksichtigt. Sind die Parkplätze ordnungsgemäß belegt, sollte auf dem Gehsteig genug Platz für einen Zwillingskinderwagen, einen Rollstuhlfahrer oder einen Senior mit Rollator bleiben, sagt Thomas Gräml, Einsatzleiter des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz ( ZV KVS ).

Die Metallnägel im Pflaster kennzeichnen die Stellflächen. Foto: Norgall
Die Metallnägel im Pflaster kennzeichnen die Stellflächen. Foto: Norgall

Wegen der Bauarbeiten wurden die Parkplätze in der Ortsdurchfahrt bisher nicht überwacht. Laut Bürgermeister Siegfried Böhringer startet der ZV KVS ab dem 20. Mai wieder mit der Parkraumüberwachung. Ab dem 3. Juni wird es ernst und vor allem kostenpflichtig. Das Parken im eingeschränkten Halteverbot kostet außerhalb der markierten Flächen 15 Euro. Pro weiterer halben Stunde kommen fünf Euro dazu, bis zum Höchstbetrag von 30 Euro. Wer ohne Parkscheibe parkt, wird mit zehn Euro zur Kasse gebeten.

Verkehr

Strafzettel an 3000 Autofahrer verteilt

Seit April 2015 kontrolliert der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit in Regenstauf. Oft fehlte die Parkscheibe.

Zeitlich mit der neuen Parkzone gibt es in der Hauptstraße für Verkehrsteilnehmer eine weitere Neuerung. Diese werden vor allem die Regenstaufer Fußgänger schätzen. Bislang mussten sie des Öftern eine gefühlte Ewigkeit am Straßenrand warten, bevor es ihnen gelang, über die stark befahrene Hauptstraße zu huschen. Seit Mittwoch ist jetzt die Bedarfsampel in Betrieb.

In acht Sekunden über Straße

Gleichzeitig mit der neuen Parkbeschilderung wurde die neue Fußgängerampel in der Hauptstraße „scharf“ geschaltet. Foto: Norgall
Gleichzeitig mit der neuen Parkbeschilderung wurde die neue Fußgängerampel in der Hauptstraße „scharf“ geschaltet. Foto: Norgall

Bei einem ersten Probelauf reagierte manch Regenstaufer Autofahrer verblüfft, als ihn die Lichtanlage auf Höhe von Schuh Schäffer stoppte. Bürgermeister Siegfried Böhringer schickte die Abordnung aus dem Rathaus, die die neue Ampel in Augenschein nahm, gleich mehrfach über die Straße: „Jetzt haben wir gedrückt, jetzt müssen wir auch gehen.“

Allzulange wurden die Autofahrer nicht ausgebremst. Für Fußgänger, die die Bedarfsampel benutzen, zeigt diese genau acht Sekunden lang grün. Acht Sekunden scheinen kurz. Laut Elektromeister Bernhard Lang, der die Ampel installierte, reicht dieser Zeitraum jedoch selbst für einen Senior mit Rollator aus, um die Fahrbahn sicher zu überqueren.

Neue Parkzone

  • Hinweis:

    Die Hinweisschilder zur neuen Parkzone befinden sich jeweils am Beginn und Ende der neu gestalteten Ortsdurchfahrt sowie an den Zufahrtsstraßen. Geparkt werden darf nur innerhalb der 13 neu gekennzeichneten Stellflächen mit Parkscheibe. Die Parkdauer beträgt von Montag bis Samstag eine Stunde.

  • Markierung:

    Die Parkplätze sind mit silberfarbenen Bodennägeln im Pflaster markiert.

Die Bedarfsampel bleibt für den Autofahrer in der Regel dunkel. Erst wenn ein Fußgänger die Schaltfläche betätigt, leuchtet für die Fahrbahn das rote Licht auf. Das Lichtzeichen ist mit Sensor und einem akustischen Signal für Sehbehinderte ausgestattet. Das akustische Signal stellte der Elektromeister, mit Rücksicht auf die Anwohner, relativ leise ein. „Hört’s was?“, ruft er einer Frau zu, die sich interessiert aus dem Fenster beugt. Bei deren Antwort nickt Lang zufrieden: „Ich hör’ überhaupt nichts.“

Die Ampel war beim Umbau der Ortsdurchfahrt ein Wunsch der Regenstaufer, stieß allerdings beim Staatlichen Bauamt auf wenig Gegenliebe. Nach Zählungen der Fußgänger und des Verkehrs sah das Bauamt keinen Bedarf für eine Ampel. Dennoch erhielt der Markt Regenstauf die Genehmigung für die Lichtanlage. Er ließ sie auf eigene Kosten installieren.

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