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Tragödie

Familiendrama: Frau stirbt nach Attacke

Eine 86-Jährige ist in dem kleinen Ort Judenberg im Landkreis Regensburg getötet worden. Auslöser war wohl ein heftiger Streit zwischen Mutter und Sohn.
Von Thomas Kreissl und Stephan Neu, MZ

Hinter Decken verborgen wurde der Tatverdächtige von der Polizei abtransportiert. Foto: Neu

Judenberg.Ein tödliches Familiendrama hat sich Sonntagabend in dem kleinen Ort Judenberg in der Gemeinde Duggendorf (Kreis Regensburg ) ereignet. Dabei wurde eine 86-jährige Frau getötet. Wie die Polizei bestätigte, ist als mutmaßlicher Täter der 53-jährige Angehöriger des Opfers festgenommen worden. Nach Informationen der MZ soll es sich um den Sohn der Frau handeln, den ehemaligen Ortssprecher von Heitzenhofen im Gemeinderat. Der Mann hatte dem Vernehmen nach private Probleme. Im Laufe des Tages wird es eine gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei geben, so die Einsatzzentrale am Montagmorgen.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, ging gegen 20.15 Uhr ein Notruf bei der Polizei ein, den ein weiterer 49-jähriger Familienangehöriger abgesetzt hatte, der sich in dem Haus befand. Er berichtete, dass eine Frau getötet worden war. Weil zudem gemeldet wurde, dass der Tatverdächtige ein Messer und möglicherweise eine Schusswaffe bei sich trägt, gingen die Polizeikräfte mit äußerster Vorsicht zu Werke. Am Ort des Geschehens drangen sie schließlich in das Haus ein und fanden dort die tödlich verletzte Frau. Nicht weit davon entfernt wurde der Tatverdächtige entdeckt, der zunächst ein Messer bei sich trug. Sowohl ihn als auch den 49-Jährigen nahmen die Beamten fest. Dabei wurden die beiden nach Angaben der Polizei leicht verletzt.

Wie es genau zum Tod der Frau gekommen ist, ist bislang noch nicht klar. Noch in der Nacht nahm die Spurensicherung ihre Arbeit auf. Der Tatverdächtige und der 49-Jährige wurden zur Vernehmung in naheliegende Polizeiinspektionen gebracht.

Nach der Alarmierung war ein Großaufgebot der Polizei ausgerückt und hatte den Ort abgesperrt. Augenzeugen berichteten von Polizisten, die mit schusssicheren Westen im Einsatz waren. Zudem waren mehrere Rettungsfahrzeuge und der Notarzt vor Ort. Wie Anwohner berichteten, wurde der Ort komplett abgeriegelt – was dazu führte, dass die alarmierten Aktiven der Feuerwehr zunächst im Feuerwehrhaus bleiben mussten. Später wurden sie angefordert, um den Tatort auszuleuchten.

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