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Fast eine Million Euro neue Schulden

Für die Gemeinde Brennberg sind die fetten Jahre vorbei. Sinkende Einnahmen und Zusatzausgaben prägen den Haushalt.
Von Beiderbeck Resi

Ein Konzept für das Brennberger Gemeindehaus soll heuer entstehen.  Foto: Beiderbeck
Ein Konzept für das Brennberger Gemeindehaus soll heuer entstehen. Foto: Beiderbeck

Brennberg.Magere Zeiten brechen an: Zum Ausgleich des Verwaltungshaushalts 2020 wird eine Zuführung von 360000 Euro aus dem Vermögenshaushalt benötigt – eine paradoxe Situation. Fast eine Million Euro neue Schulden müssen für den 6,1-Millionen-Euro-Haushalt aufgenommen werden, wohl wissend, dass wegen der Corona-Krise ein Nachtrag nicht ausbleiben wird. Erfreulich ist lediglich der Einkommensteueranteil von 1,15 Millionen Euro. Andere Einnahmeposten fallen dramatisch ab.

Wegen der hohen Steuerkraftzahl aufgrund der Rekord-Gewerbesteuereinnahmen 2018 ist heuer die Schlüsselzuweisung mit 260000 Euro extrem niedrig. Dagegen ist die Kreisumlage mit 1,05 Millionen Euro besonders hoch (Vorjahr: 625000 Euro). Corona verschärft die Situation, so dass man an Gewerbesteuer für heuer nur 405000 Euro veranschlagen kann. Im Rekordjahr 2018 waren es 1,2 Millionen Euro. Zudem fallen außerordentliche Kosten an, etwa für die anwaltliche Vertretung in Sachen SüdOstLink (15000 Euro), Mauer- und Dachreparatur auf der Burg (20000), Malerarbeiten am Kindergarten-Altbau (15000) oder die Bauleitplanung Frauenzell (15000).

Für die Vorplanung zur Machbarkeitsstudie „Kulturachse Ost“ werden 120000 Euro ausgegeben, wovon 95000 an Zuschüssen wieder hereinkommen. 254000 Euro gehen als Umlage an die VG Wörth. Eingeplant sind 50000 Euro für die Entwicklung eines Konzepts zum Gemeindehaus, 50000 Euro für Absauganlagen der Feuerwehren, 50000 Euro für einen neuen Schulbus, 92000 Euro für eine neue Burgbeleuchtung, 50000 Euro für die Planung eines Seniorenhauses. Auch müssen reparaturbedürftige Bauhoffahrzeuge ersetzt werden. Für Unimog oder Schlepper, Streugerät, Schneepflug, Auto und Rasenmäher sind insgesamt 264000 Euro vorgesehen. 105000 Euro wurden für Brunnen- und Wasserleitungsbau eingeplant. 135000 Euro sind für den Friedhofsvorplatz in Frauenzell vorgesehen.

890000 Euro Schulden hatte Brennberg Ende 2019. Mit der ordentlichen Tilgung in Höhe von 91000 Euro und der geplanten Neuaufnahme von 970000 Euro an Krediten wird der Schuldenstand Ende 2020 voraussichtlich fast 1,8 Millionen Euro betragen.

Schwerpunkt der Investitionen in den kommenden Jahren sind die Schulgebäude-Generalsanierung und der Straßenbau. Dazu kommen der Neu- oder Umbau des Gemeindehauses und die Ersatzbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen. Der Schuldenstand der Gemeinde wurde in den letzten Jahren kontinuierlich abgebaut. Damit ist jetzt Schluss. Sogar eine Anhebung der Steuer-Hebesätze muss für die Zukunft in Betracht gezogen werden.

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