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Sport

Feuerwehrfrau startete beim Triathlon

Die Zinzendorferin Sonia Rothe treibt Sport aus Leidenschaft. Bei der WM der Firefighter in Roth wurde sie Zweite.
Von Theresia Luft

Sonia Rothe wurde bei den Frauen bei der Weltmeisterschaft der Firefighter Zweite. Foto: Theresia Luft
Sonia Rothe wurde bei den Frauen bei der Weltmeisterschaft der Firefighter Zweite. Foto: Theresia Luft

Wörth a.d. Donau.Die Challenge in Roth ist immer wieder ein Erlebnis. So auch für Sonia Rothe aus Zinzendorf, die nicht nur an dem Triathlon teilnahm, sondern unter der Wertung „Weltmeisterschaft der Firefighter“ an den Start ging. Ihr Herz schlägt für die Feuerwehr und für den Sport.

Bei der Challenge in Roth konnte sie alles vereinen. Bei diesem Langdistanz-Triathlon hieß es für Rothe zuerst 3,8 Kilometer Schwimmen, dann 180 Kilometer radeln und zum Abschluss 42,2 Kilometer laufen. Das Ganze absolvierte sie in zwölf Stunden 27 Minuten und errang den zweiten Platz der FF Frauen bei der Weltmeisterschaft der Firefighter.

Nur aktive Feuerwehr-Mitglieder dürfen teilnehmen

Eine hervorragende Leistung und ein sehr guter Erfolg für die FF Zinzendorf. Rothe ist nämlich die erste Frau und die erste Teilnehmerin, die die FF Zinzendorf bei der Challenge in Roth vertrat. Um überhaupt bei der Firefighter Weltmeisterschaft teilnehmen zu können muss man aktives FF-Mitglied sein.

 Am Rad von Sonia Rothe sind die vier Symbole Löschen (Brandbekämpfung), Bergen (Technische Hilfeleistung), Schützen (Katastrophenschutz) und Retten angebracht. Foto: Theresia Luft
Am Rad von Sonia Rothe sind die vier Symbole Löschen (Brandbekämpfung), Bergen (Technische Hilfeleistung), Schützen (Katastrophenschutz) und Retten angebracht. Foto: Theresia Luft


Im Blickfeld ihres Hauses in Zinzendorf steht das neue Feuerwehrhaus. Seit fünf Jahren ist Rothe aktive FF-Frau, machte den Maschinisten-Lehrgang mit, fährt mit Liebe das Feuerwehrauto Jahrgang 1966, nimmt an den Übungen teil und ist beim Einsatz sofort startklar zum Ausrücken. Ein Anliegen ist es ihr, mehr Frauen für den FF-Dienst zu motivieren, gerade für die Tagesalarmierung seien gut ausgebildete FF-Frauen wichtig.

Tochter ist im Bayernkader der Schwimmer

Seit 2011 lebt Sonia Rothe mit ihrem Mann und den drei Mädchen in Zinzendorf. Eine sportliche Familie, durch ihren Mann kam sie erst auf den Geschmack, beim Langdistanz Triathlons mitzumachen. Eine Tochter ist genau so sportlich und im Bayernkader der Schwimmer. Wen Rothe von Roth erzählt, merkt man immer noch die Begeisterung, die Stimmung und die Freude, mit der sie dabei war. „Es ist unbeschreiblich, ein Wahnsinns-Gefühl wenn man am Solarer Berg ankommt, die Menschenwand sich öffnet, einem zugejubelt wird und man durchradelt.“

Die Teilnehmer der Weltmeisterschaft der Firefighter starteten mit einer Extra-Startnummer in Roth. Es sind immer wieder Vertreter der Feuerwehren des Landkreises dabei. Foto: Theresia Luft
Die Teilnehmer der Weltmeisterschaft der Firefighter starteten mit einer Extra-Startnummer in Roth. Es sind immer wieder Vertreter der Feuerwehren des Landkreises dabei. Foto: Theresia Luft

Für Rothe war es nicht das erste Mal, dass sie bei einem solchen Event mitmachte. In Roth ging sie schon mal im Jahr 2003 an den Start, war beim Ironman in Regensburg Starterin und letztes Jahr in Amsterdam mit dabei. Aber auch bei den örtlichen Sportevents wie dem Regensburger Triathlon ist Rothe regelmäßig Teilnehmerin. Sie startet neben der Langdistanz auch in der Olympischen Distanz mit 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radeln und zehn Kilometer laufen, wie am kommenden Sonntag in Furth im Wald.

Gute acht Stunden pro Woche trainiert sie. Beim Trainieren ist sie genau so wie beim Challenge alleine unterwegs. Im Sommer läuft sie gerne am Donaudamm und im Winter geht es eher Richtung Wald. Sie hat immer ihre Uhr dabei, die Zeit, Herzschlag und die Strecke aufzeichnet. Beim Radeln fährt oft ihr Mann mit oder sie ist in der Gruppe unterwegs. Da kommen sie schnell auf 160 Kilometer. Zum Schwimmtraining fährt sie meist nach Straubing oder im Sommer zum Guggi. Dort ist sie als aktives Mitglied der DLRG Wörth öfter im Wachdienst. Im „wirklichen“ Leben ist sie Software-Testerin und im Support für spezielle Computerprogramme tätig.

Startplätze beim Rother Triathlon schnell ausgebucht

Es ist nicht ganz einfach, einen Platz beim Triathlon in Roth zu bekommen, wie Rothe im Gespräch mit der MZ erzählte. Das Fenster für die Online-Anmeldung öffnet um 10 Uhr morgens. Für die Challenge in Roth war es innerhalb von 30 Sekunden ausgebucht. Für 2020 hat sie es leider nicht geschafft, wieder in Roth dabei zu sein.

Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer findet es gut, wenn aktive Feuerwehrler mitmachen. Es sei eine gute Öffentlichkeitsarbeit für die Feuerwehr und körperliche Fitness sei bei der Feuerwehr enorm wichtig, so Scheuerer, der gerne ein- bis zweimal die Woche laufen und schwimmen geht. Christian Schweiger, Vorsitzender der FF Mintraching, ging für seine Feuerwehr auch schon zweimal in Roth an den Start. Er kann sich der Begeisterung von Sonia Rohte nur anschließen.

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