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Politik

Finale für Bürgermeister Ferstl

In Pielenhofen geht die Ära des Rathauschefs zu Ende. Er zog nach 15 Jahren ein Resümee über seine Amtszeit.
Von Andrea Leopold

Im voll besetzten Klosterstadl hielt Reinhold Ferstl seine letzte Bürgerversammlung ab. Foto: Leopold
Im voll besetzten Klosterstadl hielt Reinhold Ferstl seine letzte Bürgerversammlung ab. Foto: Leopold

Pielenhofen.Bei seiner letzten Bürgerversammlung nach 15 Jahren Amtszeit als Bürgermeister konnte Reinhold Ferstl auf ein voll besetztes Haus blicken und mit großen Zahlen aufwarten. So stieg die Zahl der Einwohner laut Statistik von 816 im Jahr 1900 auf 1700 im Jahr 2019 an. Die Zuzüge kommen durch das neue Baugebiet zustande.

Mit dem Haushalt ging es in den letzten 15 Jahren stetig nach oben. Die Einkommensteuer stieg von 286000 Euro im Jahr 2004 auf 1,07 Millionen Euro in 2019, bei der Schlüsselzuweisung lauten den entsprechenden Zahlen 200000 Euro und 504000 Euro. Ein großes Plus verzeichnet auch die Gewerbesteuer, die von 43000 Euro (2004) auf 202000 Euro (2019) stieg.

Dazu wollte Kerstin Schmied wissen, woher dieser Riesensprung komme. Reinhold Ferstl: „Wir haben zwei neue Firmen hier. Die zahlen alle gut!“ Die Schulden hingegen sanken von 2,4 auf 1,5 Millionen Euro im letzten Jahr. Abgeschlossene Maßnahmen waren 2019 das Bürgerhaus mit 643000 Euro, der Klosterstadel mit 2,4 Millionen Euro und die Grundschule mit 796000 Euro.

Mehrere neue Projekte

Im neuen Jahr plant die Gemeinde, eine Kindertagesstätte zu eröffnen, die Klosterturnhalle zu sanieren, das Prozessleitsystem Kläranlage anzugehen und den Bau des neuen Feuerwehrhauses zu starten. Zum Breitbandausbau referierte 2. Bürgermeister Ebkemeier. 99 Prozent der Gemeinde seien mit 30 Mbit/s versorgt. Es habe fünf Stellen mit schlechter Verbindung gegeben, zwei seien bereits gelöst, sie hätten durch einen neuen Anbieter eine gute Verbindung.

Investition

Pielenhofen: Neues Feuerwehrhaus kommt

Nach langem Hin und Her hat die Gemeinde passendes Gelände gefunden. Es ist auch noch günstiger als geplant.

Einen weißen Fleck habe man wegen der hohen Kosten von 518000 Euro für ein alleinstehendes Haus. Zu den Kindergartenzahlen nannte 3. Bürgermeister Gruber, dass insgesamt 57 Kinder Kindergärten besuchen, davon 47 den Bruder-Konrad-Kindergarten und zehn den Waldkindergarten. Gruber: „Ein Kindergarten, der geschätzt wird, klein und familiär.“ Er lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchenstiftung. Der Waldkindergarten sei – so Gruber - anfangs im Jahr 2007 sehr umstritten gewesen, nun jedoch ein Vorzeigekindergarten und ein Aushängeschild geworden.

Klimaschutz

  • Verbrauch:

    Mit der Energieagentur Regensburg wird der Wärme-und Energieverbrauch ermittelt.

  • Einsparung:

    Energetische Sanierung der 30 Jahre alten ehemaligen Domspatzenturnhalle. Senkung des Verbrauchs im Klosterstadl, der ehemaligen Grundschule, des Sportheims und weiterer Gebäude.

  • Nahwärmenetz:

    Optimierung und Anschluss von Privateigentümern an die Nahwärmeversorgung.

Am Laufen sei gerade das Wildbienenprojekt des Waldkindergartens, das den Sportplatz umfasse sowie das Grundstück von Dr. Hanika und die Magerwiese dort. Es sei eine Blühwiese geplant, Mähwege, Kräuterbepflanzung, Trockenmauer, Nisthilfe, eine Sitzgruppe und eine Bienenskulptur. Gruber erwähnte den neuen Träger, die Firma kunterbunt.

Entwicklung auf Fotos gezeigt

Am Ende der Bürgerversammlung betonte Reinhold Ferstl, dass er von einem Bericht der Bürgermeisterkandidatin Bettina Willamowski (CSU) in der Mittelbayerischen sehr betroffen gewesen sei. Dort habe man die Amtszeit Ferstls mit einem „Dornröschenschlaf“ verglichen. Deshalb zeigte er in seiner Präsentation Bilder des früheren Pielenhofen – Brücke, Bruder-Konrad-Haus, Doktorhaus, den Dorfplatz vor Baubeginn und das alte Bürgerhaus. Zur Gegenüberstellung hatte er Bilder im Gepäck aus neuer Zeit, vom sanierten Klosterstadel und vom Kulturkeller oder vom Dorfplatz.

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