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Versorgung

Fragebogen soll den Bedarf klären

Die Befragung in Steinsberg ist ein zusätzlicher Schritt in Richtung Dorfladen. Der Arbeitskreis sucht weitere Mitarbeiter.
Von Monika Bucher

Auch die Standortfrage ist bei den Bürgern beim Thema Dorfladen in Steinsberg ein Diskussionspunkt. Fotos: Monika Bucher
Auch die Standortfrage ist bei den Bürgern beim Thema Dorfladen in Steinsberg ein Diskussionspunkt. Fotos: Monika Bucher

Regenstauf.Der Arbeitskreis für einen neuen Dorfladen in Steinsberg hat sich zur Überarbeitung des geplanten Fragebogens „Bürgerbefragung zum Einkaufsverhalten in Steinsberg“ getroffen. Der Arbeitskreis hatte sich nach einigen Informationsveranstaltungen nach der Schließung des örtlichen Nahversorgers in Steinsberg gegründet. Den Fragebogen hatte der von der Marktgemeinde Regenstauf beauftragte Fachberater Wolfgang Gröll vorgeschlagen und auch bereits einen Überblick über den grundsätzlichen Ablauf einer Dorfladengründung präsentiert. Christian Engl von der Arbeitsgruppe kündigte nun die nächsten Schritte nach Auswertung der Umfrage an.

In Steinsberg sperrte die Nahkauf-Filiale Ende 2018 zu. Anwohner machten damals ihrem Unmut Luft. Foto: Sabine Norgall
In Steinsberg sperrte die Nahkauf-Filiale Ende 2018 zu. Anwohner machten damals ihrem Unmut Luft. Foto: Sabine Norgall

Bei dem Treffen ging es um die Abklärung mehrerer Fragen: Ob ein Dorfladen entstehen soll oder nicht, ob die Gemeinde ein Objekt kaufen, bauen oder mieten kann und wie die Betreuung in der Aufbauphase und bei laufendem Geschäftsbetrieb funktionieren soll. Außerdem wurde nochmals die Handhabung der Genossenschaftsanteile besprochen wie Erwerb, Kauf, Dividende, Laufzeit und Veräußerung.

Fragebögen werden ausgeteilt

Bei der Bearbeitung des Fragebogens wurden Punkte gestrichen, ergänzt und auf den Ort Steinsberg abgestimmt. Die Fragebögen sollen mit dem Mitteilungsblatt August Ende des Monats ausgetragen werden, jedoch in einem eigenen Briefumschlag mit der Aufschrift „Wichtig – Ihre Meinung zählt“. Die Bürger haben dann Zeit, ihn bis 15. September in Briefkästen bei der Alten Schule und am Steinsberger Feuerwehrhaus einzuwerfen. Sollten die Rückmeldungen zögerlich oder spärlich ausfallen, so Engl, werde die Aktion im September wiederholt.

Der Markt Regenstauf hat beim Amt für ländliche Entwicklung bereits eine einfache Dorferneuerung beantragt. In diesem Zuge kann dann auch ein Dorfladen gefördert werden. Die Bürger waren bereits bei einer Ortsbegehung als wichtige Ideengeber gefragt.

„Wer weiter denkt, kauft näher ein“, lautet die Devise Grölls, der bereits viele Gründungen und Eröffnungen begleitet hat und auch im laufenden Betrieb Ansprechpartner ist. Gröll ist bei der Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zugelassener Ratgeber für das geförderte Gründungscoaching und schon seit über 20 Jahren in diesem Bereich tätig. Ein Dorfladen sollte nicht nur eine Basisversorgung nach den Wünschen der Bevölkerung gewährleisten, so der Unternehmensberater, sondern darüber hinaus auch weitere Dienstleistungen wie Lieferservice oder Paketannahme anbieten. Außerdem erfülle er auch wichtige soziale Funktionen.

Selbstständigkeit ging verloren

Die Schließung des Lebenmittelgeschäfts der allseits beliebten „Mariele“ war besonders für viele ältere Dorfbewohner ein Schock. Sie war seit Jahren eine Institution, bei der man nicht nur Brot und Wurst und regionale Produkte bekam. Auch Busfahrkarten oder Getränke gab es bei ihr. Viele waren danach auf die Hilfe von Familienangehören, Nachbarn oder Freunden angewiesen, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Selbstständigkeit dieser Menschen ging dadurch zum großen Teil verloren. Ein Dorfladen würde die Eigenständigkeit dieser Menschen wieder herstellen.

Der Verkaufswagen einer Metzgerei, der derzeit einmal wöchentlich in den Ort kommt, oder die Einführung eines Bürgerbusses nach Regenstauf, so das Fazit des Arbeitskreises, sei kein befriedigender Ersatz für einen täglich geöffneten Laden.

Der Arbeitskreis ruft alle Steinsberger auf, sich an der Fragebogen-Aktion zu beteiligen, damit klar wird, ob ein Dorfladen die Unterstützung der Bevölkerung haben würde. Gesucht werden auch noch weitere Mitarbeiter für den Arbeitskreis, die an dem Konzept mitarbeiten würden. Kontaktaufnahme ist möglich über Christian Engl unter „engl.steinsberg@t-online.de“ und Telefon (0170) 2 2888 01 oder über Elli Bleicher unter „elli.bleicher@t-online.de“ und Telefon (09402) 8333.

Das Mitteilungsblatt der Großgemeinde Regenstauf wird einmal monatlich an alle Haushalte ausgeteilt. Herausgeber ist der Markt Regenstauf.

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